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Aldi, Lidl und Co.: Kommt bald Diebstahlschutz für Butter?

Weil die 250-Gramm-Packung mittlerweile über drei Euro kostet, fürchten viele Supermarktbetreiber, dass Butterpackungen gestohlen werden könnten.

Weil die 250-Gramm-Packung mittlerweile über drei Euro kostet, fürchten viele Supermarktbetreiber, dass Butterpackungen gestohlen werden könnten.

Foto: Jochen Tack/imago

Berlin.  Weil die Inflation auf die Preise für Molkeprodukte schlägt, sichern erste Supermärkte ihre Butter mit elektronischem Diebstahlschutz.

In England ist es bereits Usus, nun scheint der Trend auch nach Deutschland zu schwappen: Diebstahlschutz für Butter. Weil die 250-Gramm-Packung mittlerweile über drei Euro kostet, fürchten viele Supermarktbetreiber, dass sich Langfinger an ihren Molkeprodukten zu schaffen machen. Mit elektronischen Sicherheits-Chips wollen sie dem Mundraub zuvorkommen.

Auf Twitter wurde die erste Sichtung von diebstahlgesicherten Butterpackungen bereits im Juli dokumentiert. "Ich glaube es hackt #Lidl", schrieb der User zum geposteten Bild eines Kartons der Marke Kerrygold, bei der jede Einzelpackung mit einem schwarzen Chip bestückt ist. Elektronisch gesichert sind in den meisten Filialen von Rewe, Edeka, Aldi und Co. normalerweise nur teure Spirituosen.

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Diebstahlschutz für Butter? Noch sind Deutschlands Supermärkte frei von Detektoren

Flächendeckend wie in Großbritannien gibt es die Sicherungen hierzulande noch nicht. Während die britischen Supermarkt-Ketten Tesco, Sainsbury's und Coop bereits in großer Zahl Milchprodukte elektronisch oder mit Attrappen schützen, halten sich Rewe, Edeka und Kaufland bisher zurück.

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Ob deutsche Supermärkte noch lange auf Diebstahldetektoren verzichten, darf angesichts der erwarteten Preisspirale bezweifelt werden. Da die Einzelhandelsketten in Deutschland noch auf gültige Verträge pochen können, sind die Extrakosten der Inflation bei den Kunden hierzulande noch nicht vollends angekommen. Laufen die Abmachungen aus, müssen Molkerei-Industrie und Supermarktketten neue Tarife aushandeln.

Björn Bögermann, Geschäftsführer des Milchindustrie-Verbands, sprach gegenüber der "Neuen Osnabrücker Zeitung" von möglichen "Steigerungsraten von 20 Prozent". (sk)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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