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Corona: Neue RKI-Zahlen - Erstes Land stoppt Moderna-Impfung

| Lesedauer: 96 Minuten
Gegen Corona und Grippe: Moderna entwickelt Kombi-Impfstoff

Gegen Corona und Grippe: Moderna entwickelt Kombi-Impfstoff

Mit einer Spritze gegen das Coronavirus, das Grippevirus und das Erkältungsvirus (RSV) gleichzeitig geimpft sein. An einer solchen Kombi-Impfung arbeitet der US-Pharmahersteller Moderna.

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Aufgrund eines erhöhten Risikos für Herzmuskelentzündungen stoppt Island die Impfungen mit Moderna. Mehr Infos im Corona-Newsblog.

  • Das RKI meldet am Dienstag 4971 Corona-Neuinfektionen
  • In Island sind Impfungen mit Moderna wegen erhöhtem Risiko für Herzmuskelentzündungen komplett gestoppt
  • Laut Bundesregierung ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen
  • Die EU-Arzneimittelbehörde prüft die Zulassung eines weiteren Corona-Medikaments
  • Merck & Co. beantragt eine US-Notfallzulassung für sein Corona-Mittel
  • Dieser Blog ist geschlossen. Weitere Corona-News finden Sie in unserem aktuellen Newsblog

Berlin. Die Infektionszahlen in Deutschland steigen in der Tendenz wieder leicht an. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zur Vorwoche gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstagmorgen mit 65,8 an. Vor einer Woche lag er bei 63,6. Experten wie und Karl Lauterbach warnen vor einer erneuten Infektionswelle im späten Herbst und Winter.

Corona-Schnelltests müssen seit diesem Montag meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter zwölf Jahren. Das legt eine neue Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums fest. Damit wird ein entsprechender Bund-Länder-Beschluss umgesetzt.

Auch 2G- oder 3G-Regeln sollen weitere Anreize schaffen, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Auf eine einheitliche Testpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt konnten sich die Gesundheitsministerkonferenz am Montag allerdings nicht einigen.

RKI meldet aktuelle Corona-Zahlen

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4971 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.19 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 4799 Ansteckungen gelegen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 88 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 90 Todesfälle gewesen. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Dienstag, 12. Oktober: Corona-Newsblog schließt

18.30 Uhr: Dieser Blog ist nun geschlossen. Weitere Corona-News finden Sie jedoch in unserem aktuellen Newsblog.

Starkes globales Wachstum dank Impfungen – Arme Länder als Verlierer

17.06 Uhr: Die Verfügbarkeit von Corona-Impfstoffen bestimmt die Entwicklung der Weltwirtschaft: Industrieländer können in diesem Jahr nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) weiter mit starkem Wachstum rechnen, ärmere Staaten hingegen stecken in der Corona-Krise fest. „Der Ausblick für die ärmeren Entwicklungsländer hat sich deutlich verdunkelt“, sagte IWF-Chefvolkswirtin Gita Gopinath. „Der Zugang zu Impfstoffen bleibt der wichtigste Antrieb der Verwerfungen bei der globalen Erholung.“ Den ärmeren Staaten fehle zudem der finanzielle Spielraum, die Konjunktur zu stützen.

Der IWF senkte am Dienstag seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft in diesem Jahr marginal um 0,1 Prozentpunkte auf 5,9 Prozent. Für 2022 rechnet der IWF wie in der vorigen Prognose vom Juli weiter mit einem Wachstum von 4,9 Prozent. Die Inflationsrate wird sich demnach erst Mitte 2022 wieder normalisieren.

Bund und Länder unterstützen Messen mit Sonderfonds

16.17 Uhr: Bund und Länder unterstützten die Messewirtschaft in Deutschland angesichts anhaltender Corona-Risiken mit einem neuen Sonderfonds. Wie das Bundeswirtschaftsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, sollen Vorbereitungskosten von Messen und Ausstellungen gegen das Risiko einer Corona-bedingten Veranstaltungsabsage abgesichert werden. Ziel ist es demnach, Anreize zu geben, damit Messen organisiert werden und dann auch stattfinden.

Derzeit würden entsprechende Versicherungslösungen für Pandemierisiken am Markt nicht angeboten, hieß es. "Veranstaltende Unternehmen sind daher aufgrund der langen Vorbereitungszeit und hohen Investitionen von einem enormen Kostenrisiko betroffen." Über das Programm könnten veranstaltungsbezogene Kosten von insgesamt bis zu 600 Millionen Euro abgesichert werden

Curevac zieht Impfstoffkandidaten aus Zulassungsverfahren zurück

15.02 Uhr: Das Biotechunternehmen Curevac zieht seinen ersten Impfstoffkandidaten aus dem Zulassungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) zurück. Wie das Unternehmen am Dienstag in Tübingen mitteilte, war man davon ausgegangen, dass eine Zulassung bei der EMA frühestens im zweiten Quartal 2022 erfolgt wäre. Einen förmlichen Zulassungsantrag für den Impfstoffkandidaten CVnCoV gab es nicht, CVnCoV befand sich noch im sogenannten rollierenden Verfahren für eine Zulassung.

Ende Juni hatte Curevac bekannt gegeben, dass die Wirksamkeit seines Impfstoffkandidaten der ersten Generation niedriger sei als die einiger anderer Impfstoffe. Das Tübinger Biotechunternehmen war Anfang Juli davon ausgegangen, dass die EMA den Impfstoff trotz geringer Wirksamkeit zulassen werde. Das Curevac-Präparat hatte einer finalen Analyse zufolge eine Wirksamkeit von 48 Prozent gegen eine Covid-19-Erkrankung über alle Altersgruppen hinweg gezeigt. Damit ist es insgesamt deutlich weniger wirksam als andere Impfstoffe.

Youtube stellt gelöschtes Video von #allesaufdentisch wieder online

14.17 Uhr: Im Streit um die Löschung zweier Videos der Aktion #allesaufdentisch hat Youtube einen der Beiträge wieder eingestellt. Die Plattform arbeite mit einer "Kombination aus Mensch und Technologie" um Inhalte zu moderieren, sagte ein Youtube-Sprecher dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag in Berlin. Mehrere Videos des Kanals "allesaufdentisch" seien als Verstoß gegen die Community-Richtlinien erkannt worden. Nach einer weiteren Überprüfung sei festgestellt worden, dass eines dieser Videos den Richtlinien doch entspreche.

Bei den zuvor gelöschten Beiträgen geht es um die Videos mit den Titeln "Angst" und "Inzidenz". In "Angst" spricht der Schauspieler und Kabarettist Gernot Haas mit dem Neurobiologen Gerald Hüther. Hüther war mehrere Jahre im Beirat des Onlinemagazins Rubikon, das in der Kritik steht, Verschwörungsideologien zu verbreiten. Im zweiten Video interviewt der Sänger und Liedermacher Jakob Heymann den Mathematiker Stephan Luckhaus, der im Zuge eines abgelehnten kritischen Beitrages zum Lockdown die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina verlassen hatte.

Lebenserwartung in Ostdeutschland während Pandemie gesunken

13.34 Uhr: Die Corona-Pandemie hat die Lebenserwartung in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gedrückt. Deutschlandweit ging die Erwartung nirgendwo so stark zurück wie bei Männern in Sachsen, wie aus am Dienstag veröffentlichten Daten des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hervorgeht. 2019 lag der Wert noch bei 78,2, im vergangenen Jahr nur noch bei 77,5 Jahren. Auch bei den Frauen sank die durchschnittliche Lebenserwartung im selben Zeitraum um 0,5 auf 83,6 Jahre. Ein stärkerer Rückgang war den Angaben nach lediglich in Bremen zu verzeichnen.

In Sachsen-Anhalt schrumpfte die Lebenserwartung bei Männern um 0,4 auf 76,4 Jahre, bei Frauen um 0,2 auf 82,8 Jahre. In Thüringen lebten beide Geschlechter um Schnitt 0,1 Jahre kürzer, Männer demnach 77,7 und Frauen 83,5 Jahre.

"Die Lebenserwartung wird selbstverständlich nicht nur durch Covid-19 beeinflusst", sagt Dr. Pavel Grigoriev vom BiB. "Detaillierte Sterbestatistiken zeigen aber, dass Covid-19 in vielen Ländern 2020 einen erheblichen Einfluss auf die Lebenserwartung hatte." Im Bundesdurchschnitt sank die Lebenserwartung zwischen 2019 und 2020 um rund 0,3 auf 76,6 Jahre bei Männern und um 0,1 auf 83,3 bei Frauen. Vor der Pandemie sei die Lebenserwartung noch durchschnittlich um 0,1 pro Jahr angestiegen.

Spahn fordert weniger Abhängigkeit von China bei Medikamenten

13.02 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat als Lehre aus der Corona-Pandemie weniger Abhängigkeit der EU von China bei Arzneimitteln gefordert. "Die Krise hat gezeigt, dass wir zu abhängig von China und von anderen Drittstaaten in der Welt sind, wenn es zum Beispiel um pharmazeutische oder medizinische Produkte geht", sagte Spahn am Dienstag vor einem Treffen der EU-Gesundheitsminister in Slowenien.

Spahn begrüßte die von der EU-Kommission vorgeschlagene Arzneimittel-Strategie, mit der unter anderem Lieferketten diversifiziert werden sollen. "Stellen Sie sich eine Welt vor, in der Impfstoffe nur in China oder Russland entwickelt worden wären, und die westlichen Demokratien und die Europäische Union wären abhängig von diesen Autokratien für einen Impfstoff. Das wäre keine gute Welt", sagte Spahn. Er plädierte für mehr Herstellung pharmazeutischer Wirkstoffe in Europa.

Bund hat rund fünf Milliarden Euro für Corona-Tests ausgegeben

12.25 Uhr: Mehr als fünf Milliarden Euro hat der Bund bis Mitte September für Leistungen im Zusammenhang mit Corona-Tests ausgegeben. Bis zum 15. September seien rund 5,26 Milliarden Euro für Leistungen im Zuge der Coronavirus-Testverordnung aus dem Gesundheitsfonds ausgezahlt worden, bestätigte das Bundesgesundheitsministerium dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Dienstag auf Anfrage. Zuerst hatte die "Rheinische Post" darüber berichtet.

In der Gesamtsumme seien neben den Ausgaben für die kostenlosen Bürgertests auch andere Tests wie Kontingenttestungen in Einrichtungen und Abstriche bei PCR-Testungen enthalten, erläuterte das Ministerium. Dem BAS zufolge hat der Bund bis zum 15. September für Leistungen der Labordiagnostik 1,12 Milliarden Euro gezahlt. Die Sachkosten für die Antigen-Schnelltests (PoC-Verfahren) lagen demnach bei 1,4 Milliarden Euro, weitere Leistungen wie Abstriche kosteten 2,4 Milliarden Euro. Zusätzlich habe der Bund bis Mitte September rund 92 Millionen Euro für Tests in Einrichtungen der Eingliederungshilfe und in Obdachlosenunterkünften gezahlt.

Untersuchungsbericht stellt London miserables Zeugnis in Pandemie aus

11.14 Uhr: Die britische Regierung und die sie beratenden Wissenschaftler haben dem Bericht einer parlamentarischen Untersuchung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie schwere Fehler gemacht. Tausende Menschen seien in der Folge gestorben, so der am Dienstag veröffentlichte Report der Ausschüsse für Gesundheit und Wissenschaft des britischen Unterhauses. n der Kritik steht unter anderem das mehrfache Zögern der Regierung in London, Lockdowns zu verhängen. Doch auch das schleppende Anlaufen des Test- und Kontaktverfolgungsprogramms und die Verlegung Tausender älterer Menschen aus Krankenhäusern in Pflegeheime ohne vorherige Tests habe sich als verhängnisvoll erwiesen, resümieren die Abgeordneten.

Zu den Fehlentscheidungen habe unter anderem die Annahme geführt, die Ausbreitung des Virus könne nicht aufgehalten werden und eine Durchseuchung der gesamten Bevölkerung sei daher unvermeidlich, so der Bericht weiter. Von den Erfahrungen anderer Länder, besonders in Asien, die durch einen frühen und energischen Lockdown das Virus in Griff bekamen, habe man nicht gelernt. Die Abgeordneten kommen zu dem Schluss, dass die Entscheidungen über Lockdowns und Abstandsregeln während der ersten Pandemiewochen zum "größten Versagen im Gesundheitswesen in der Geschichte des Vereinigten Königreichs" gehören. Gleichzeitig loben sie das erfolgreiche Impfprogramm des Landes als "eine der effektivsten Initiativen", die der britischen Wissenschaft und öffentlichen Verwaltung je gelungen sei.

75,9 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft

10.35 Uhr: In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen liegt bei 75,9 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,6 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,4 Prozent der Erwachsenen. Mehr als 54 Millionen Bürger sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums vollständig geimpft. Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,3 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,2 Prozent sind vollständig geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass unter Erwachsenen vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften ab 18 Jahren bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte. Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI am Dienstag mit 1.044.188 an.

Herzmuskelentzündungen: Erstes Land stoppt Moderna-Einsatz

10.21 Uhr: Mehrere Studien deuten darauf hin, dass das Risiko einer Herzmuskelentzündung vor allem bei männlichen Jugendlichen und jungen Männern höher ist als gedacht. Laut einer im "New England Journal of Medicine" publizierten Arbeit aus Israel, Berichten der kanadischen Gesundheitsbehörde Public Health Ontario und einer noch nicht veröffentlichte "Nordische Studie" aus Skandinavien sei vor allem das Moderna-Vakzin betroffen, in etwas geringerem Maße auch Biontech-Pfizer.

Seit Freitag wird der Moderna-Wirkstoff in Island überhaupt nicht mehr verabreicht, in Schweden und Finnland soll er vorerst nicht mehr bei unter 30-jährige Männer eingesetzt werden, in Norwegen und Dänemark wiederum nicht mehr an unter 18-jährige männliche Jugendliche. Laut einem Bericht der "New York Times" gebe es in Großbritannien, Hongkong und Norwegen zudem Übrlegungen, auch den Biontech-Impfstoff bei Jugendlichen nur eingeschränkt zu verabreichen. Im Klartext soll diese Personengruppe nur eine Einzeldosis und keine Zweifachimpfung verabreicht werden.

Australiens Hauptstadt will Lockdown nach zwei Monaten aufheben

8.36 Uhr: Nach zwei Monaten wird der Lockdown in der Region Australian Capital Territory (ACT) mit der australischen Hauptstadt Canberra am Freitag aufgehoben. Dies sei möglich, weil mittlerweile 72 Prozent der Bürger vollständig geimpft seien, teilte die Regionalregierung am Dienstag mit. Am Montag war bereits der Lockdown im Bundesstaat New South Wales mit der Metropole Sydney beendet worden - nach 106 Tagen. Die Region rund um Canberra liegt an der Ostküste und ist von New South Wales umschlossen.

Im ACT dürften sich ab Ende der Woche wieder Gruppen von bis zu 25 Menschen im Freien und von bis zu fünf Personen in ihren Häusern treffen, hieß es. Restaurants, Friseure und Schwimmbäder sowie viele weitere Einrichtungen können unter Einhaltung strenger Abstandsregeln ebenfalls wieder öffnen.

Gouverneur von Texas erklärt Corona-Impfpflicht für ungültig

8.33 Uhr: Die Auseinandersetzung zwischen der US-Regierung und dem Gouverneur von Texas geht weiter: Am Montag erklärte der texanische Regierungschef Gregg Abbott sämtliche Verpflichtungen zur Corona-Impfung in seinem Bundesstaat für ungültig. "Ich habe eine Durchführungsverordnung erlassen, die verpflichtende Impfungen durch jegliche Einrichtungen in Texas verbietet", schrieb der Gouverneur auf Twitter. Vergangenen Monat hatte US-Präsident Joe Biden eine Impfpflicht für Mitarbeiter von Bundesbehörden und zahlreicher Privatunternehmen erlassen

Viele führende Republikaner hatten die Impfpflicht als Angriff auf die persönlichen Freiheiten der Bürger bezeichnet. Abbotts Regierung erklärte nun, dass "keine Einrichtung in Texas" eine Corona-Impfung von Angestellten oder Kunden verlangen dürfe, wenn diese eine Impfung aus "persönlichen Gewissensgründen, aufgrund einer religiösen Überzeugung oder aus medizinischen Gründen" ablehnen.

Parlamentsbericht wirft Johnson riesige Fehler in der Corona-Pandemie vor

7.59 Uhr: Ein Parlamentsbericht hat dem britischen Premierminister Boris Johnson ein schlechtes Zeugnis für seinen Umgang mit dem Coronavirus ausgestellt. Das Herauszögern eines Lockdowns zu Beginn der Pandemie vergangenes Jahr war demnach "eines der größten Versäumnisse im Bereich der öffentlichen Gesundheit" in der Geschichte des Landes, hieß es in dem am Dienstag veröffentlichten Untersuchungsbericht. Der "falsche" Ansatz der Regierung habe Menschenleben gekostet.

Die Abgeordneten kritisierten nicht nur, dass die Regierung zu spät Ausgangssperren für die eigene Bevölkerung erlassen hatten - sie wiesen auch darauf hin, dass Großbritannien seine Grenzkontrollen erst sehr spät verschärft hatte. Demnach hatte die Regierung das Coronavirus anfangs unterschätzt und mit falschen Modellen gearbeitet. Der Regierungskurs "hätte von allen stärker in Frage gestellt werden müssen", heißt es in dem Bericht.

Thailand öffnet für Geimpfte aus sicheren Ländern - auch Deutschland

7.31 Uhr: Gute Nachrichten für Fernreisende: Thailand öffnet ab dem 1. November seine Grenzen zum quarantänefreien Urlaub für vollständig Geimpfte aus mindestens zehn Staaten - darunter auch Deutschland. Dies kündigte Ministerpräsident Prayut Chan-o-cha in einer Fernsehansprache am Montagabend an. Andere Länder, die wegen ihrer geringen Corona-Inzidenz auf der Liste stehen, sind Singapur, China und die USA. Urlauber müssten lediglich einen PCR-Test vor der Abreise in ihrer Heimat und einen weiteren bei der Ankunft in Thailand machen, sagte Prayut. Danach könnten sie alle Landesteile frei bereisen.

Ab dem 1. Dezember sollen voraussichtlich weitere Länder zur Liste hinzugefügt werden. Dann werde voraussichtlich auch der seit Monaten wegen einer schweren Corona-Welle verbotene Ausschank von Alkohol in Restaurants wieder erlaubt sein.

Moderna will Impfstoff-Formel nicht veröffentlichen

6.15 Uhr: Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna plant keine Offenlegung der Formel für seinen Corona-Impfstoff. Die Konzernführung sei zu dem Schluss gekommen, dass eine Erhöhung der Produktion durch das Unternehmen selbst der beste Weg sei, die weltweite Versorgung zu verbessern, sagte Noubar Afeyan, Mitbegründer und Vorsitzender des Verwaltungsrats von Moderna, in einem Interview der Nachrichtenagentur AP. Die Weltgesundheitsorganisation hat Moderna sowie andere Impfstoffhersteller aufgefordert, die Formel offenzulegen. Afeyan sagte dazu, Moderna habe geprüft, ob ein solcher Schritt besser wäre, sei aber der Ansicht, dass die Produktion gesteigert werden könne und so 2022 Milliarden Dosen zusätzlich ausgeliefert werden könnten.

Apotheker wollen impfen

5.43 Uhr: Der Apothekerverband Nordrhein fordert, dass Corona-Impfungen künftig auch in Apotheken durchgeführt werden können. "Hier an Rhein und Ruhr sind wir dafür gut vorbereitet", sagt der Vorsitzende des Apothekerverbandes, Thomas Preis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Mit etwa 1000 für das Impfen ausgebildeten Apothekerinnen und Apothekern könnten Corona-Impfungen unverzüglich in 500 Apotheken im Rheinland angeboten werden. Das sei jede vierte Apotheke. Zuvor hatte bereits SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärt, Apotheken könnten Corona-Impfungen problemlos übernehmen, da es bei diesen "so gut wie nie" Komplikationen gebe.

Gesundheitsministerium: Mehr geimpfte Covid-Patienten auf Intensivstationen

1.00 Uhr: Nach Angaben der Bundesregierung ist der Anteil der geimpften Corona-Patienten auf Intensivstationen angestiegen. Auf Grundlage der Daten des Robert Koch Instituts (RKI) registriert das Bundesgesundheitsministerium in den Wochen von Mitte August bis Anfang September (Kalenderwoche 33 bis 36) 1186 Corona-Fälle, die "intensivmedizinisch versorgt" werden mussten.

Davon waren den Angaben zufolge 119 Personen geimpft, in 10,03 Prozent der Fälle kam es demnach offenbar zu einem Impfdurchbruch, teilte das Ministerium in einer Antwort auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag mit, die unserer Redaktion vorliegt. In dem längeren Zeitraum von Anfang Februar bis Anfang September (Kalenderwoche 5 bis 36) habe der Anteil der geimpften Intensiv-Corona-Patienten noch bei 1,84 Prozent (210 von 11419 Fälle) gelegen.

Der gestiegene Anteil der geimpften Corona-Patienten auf deutschen Intensivstationen hängt nach Angaben von Behörden und Fachleuten vor allem mit der stark gestiegenen Zahl der Geimpften insgesamt zusammen. Mittlerweile sind in Deutschland mehr als 65 Prozent der Bevölkerung doppelt gegen das Virus geimpft. Das Robert Koch Institut sagte auf Nachfrage unserer Redaktion: "Dass im Laufe der Zeit mehr Impfdurchbrüche verzeichnet werden, ist erwartbar, da generell immer mehr Menschen geimpft sind und sich Sars-CoV-2 derzeit wieder vermehrt ausbreitet. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, als vollständig geimpfte Person mit dem Virus in Kontakt zu kommen."

Corona-News von Montag, 11. Oktober: Lettland erklärt wegen Corona-Infektionen Gesundheitsnotstand

19.14 Uhr: Wegen einer starken Zunahme der Corona-Infektionen hat Lettland am Montag einen dreimonatigen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Nach den neuen Regeln dürfen öffentliche Gebäude nur noch mit Schutzmaske betreten werden, alle Angestellten des öffentlichen Dienstes müssen bis zum 15. November geimpft sein. Zuletzt wurden unter den 1,9 Millionen Einwohnern der Balten-Republik täglich mehr als eintausend Neuinfektionen registriert.

Wer nicht geimpft ist, darf in Lettland künftig keinen Supermarkt mehr betreten. Nur Geschäfte des täglichen Bedarfs dürfen am Wochenende öffnen. Alle Letten sind aufgerufen, im Home Office zu arbeiten. Regierungschef Krisjans Karins schrieb auf Twitter, er fordere seine Landsleute auf, sich "nicht zu versammeln, nicht zu besuchen und Ihre Kontakte zu beschränken".

Nur 48 Prozent der Letten sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das ist eine der niedrigsten Impfquoten in Europa, nur in Bulgarien, Rumänien und Kroatien ist die Impfquote noch niedriger.

Universität Erfurt beklagt Drohungen gegen Forschende

18.22 Uhr: Die Universität Erfurt hat Hass und Hetze gegen ihre Forscherinnen und Forscher in der Corona-Pandemie beklagt. "Einige unserer Kolleg*innen stehen seit der Corona-Pandemie unter Dauerfeuer", hieß es in einem am Montag verbreiteten Statement der Universitätsleitung. Vor allem im Netz gebe es Anfeindungen bis hin zur Androhung von körperlicher Gewalt. Das werde man nicht dulden und entsprechende Bedrohungen anzeigen.

Widerstreitende Positionen und das Hinterfragen gehörten zum Wesen der Wissenschaft, hieß es weiter. Auch manche wissenschaftliche Erkenntnis unterliege "einer gewissen Vorläufigkeit" und könne später wieder revidiert werden. Das sei für den Fortschritt existenziell. Allerdings nur, wenn die Kritik sachlich bleibe und nicht persönlich werde. Andernfalls drohe der Rückzug von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus öffentlichen Debatten.

WHO empfiehlt dritte Corona-Impfdosis für Immungeschwächte

18.06 Uhr: Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollen laut einem internationalen Expertengremium eine dritte Dosis des Corona-Impfstoffs erhalten. Damit könne sichergestellt werden, dass sie vor einer Infektion in etwa so gut geschützt seien wie Menschen mit intaktem Immunsystem, die zwei Dosen erhalten haben, berichteten die Fachleute am Montag in Genf. Sie gehören zum unabhängigen Beirat für Immunisierungsfragen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die dritte Dosis solle zwischen ein und drei Monaten nach der ursprünglichen Impfung erfolgen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) ebenfalls eine Auffrischungsimpfung für Immungeschwächte.

Das SAGE-Team betonte, dass es bei ihrer Empfehlung nicht um eine dritte Impfung für die allgemeine Bevölkerung gehe. Vielmehr hat die WHO Regierungen, die viel Impfstoff haben, aufgerufen, von solchen Angeboten abzusehen. Sie sollten ihre Dosen stattdessen an Länder abgeben, die bislang noch nicht genügend Impfstoff haben, um die Bedürftigsten zu schützen.

Keine einheitliche Testpflicht für Mitarbeiter mit Kundenkontakt

17.20 Uhr: Bund und Länder konnten sich nicht auf ein einheitliches Vorgehen für das Erlassen einer Corona-Testpflicht für Mitarbeiter in Unternehmen mit Publikumsverkehr einigen. Die Gesundheitsministerkonferenz beschloss am Montag in ihrer Schaltkonferenz lediglich, dass Paragraf 28 im Infektionsschutzgesetz als Rechtsgrundlage dafür geeignet sei. "Auf dieser Rechtsgrundlage kann eine Testvorlagepflicht für die Beschäftigten mit direktem Kundenkontakt durch das Landesrecht erlassen werden", heißt es im einstimmig gefassten Beschluss, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Mit einem "grundsätzlich einheitlichen Vorgehen" im ganzen Bundesgebiet sollte eigentlich eine Diskrepanz der Testvorschriften für die Beschäftigten bei beruflichen Tätigkeiten mit direktem Kundenkontakt möglichst vermieden werden, hieß es im Ursprungsentwurf. Dazu sollten alle Länder, die diesbezüglich noch keine Regelungen erlassen haben, diese zeitnah in ihren Corona-Verordnungen umsetzen. Eine solche Aussage findet sich im Beschluss nicht wieder - dem Vernehmen nach betonten aber in der Konferenz einige Länder, entsprechende Pläne umsetzen zu wollen, andere betonten, bereits entsprechende Regelungen umgesetzt zu haben.

EU-Arzneimittelbehörde prüft Zulassung von Corona-Medikament

16.40 Uhr: Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung eines weiteren Corona-Medikaments. Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche habe einen Antrag auf Zulassung seiner Antikörper-Therapie Ronapreve gestellt, teilte die EMA am Montag in Amsterdam mit. Mit dem aus zwei Wirkstoffen (Casirivimab und Imdevimab) bestehenden Mittel, das vom US-amerikanischen Hersteller Regeneron Pharmaceuticals mitproduziert wurde, sollen Menschen ab 12 Jahre behandelt werden, die mit dem Coronavirus infiziert sind und ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben.

Zusätzlich kann das Mittel nach Angaben der Hersteller auch bei Menschen eingesetzt werden, die ein akutes Ansteckungsrisiko haben, etwa weil sie mit einem Infizierten in einem Haushalt leben. Erst kürzlich hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Cocktail aus Casirivimab und Imdevimab zur Vorbeugung einer schweren Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten empfohlen. In Deutschland wird diese Antikörper-Kombination bereits in speziellen Fällen für Corona-Patienten eingesetzt.

Merck & Co. beantragt in den USA Notfallzulassung für Corona-Medikament

15.35 Uhr: Der US-Pharmariese Merck & Co. hat in den USA eine Notfallzulassung für sein Corona-Medikament Molnupiravir beantragt. Angesichts der "Dringlichkeit" im Kampf gegen die Pandemie habe sein Unternehmen bereits zehn Tage nach Erhalt der Daten aus der klinischen Phase-3-Studie einen entsprechenden Antrag bei der Gesundheitsbehörde FDA gestellt, erklärte Merck-Chef Robert Davis am Montag. Er kündigte weitere Anträge in anderen Ländern an.

Der Antrag ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer einfachen Pille zur Behandlung von Covid-19. Anfang Oktober hatten Merck und sein Partner Ridgeback Biotherapeutics mitgeteilt, dass Molnupiravir bei infizierten Patienten das Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufes halbiere.

Demnach wurden während einer klinischen Phase-3-Studie 7,3 Prozent der 385 Patienten mit leichten oder mittleren Covid-19-Symptomen, die das antivirale Medikament erhielten, ins Krankenhaus eingeliefert. Einen Todesfall gab es nicht. In der Versuchsgruppe mit 377 Patienten, die ein Placebo erhielten, kam es in 14,1 Prozent der Fälle zu einer Krankenhauseinlieferung oder einem tödlichen Verlauf. Konkret starben acht Patienten.

Fahrgast ohne Maske bedroht Zugbegleiter mit Messer

14.33 Uhr: Weil er seinen Mund-Nasen-Schutz nicht tragen wollte, hat ein 34-Jähriger in einem Regionalzug im Ruhrgebiet nach Polizeiangaben einen Zugbegleiter mit einem Messer bedroht. Im Zug befindliches Sicherheitspersonal habe eingegriffen und den Mann bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten, teilte diese am Montag über den Vorfall von Freitagabend mit. So habe der Mann das Messer fallen lassen, als der Sicherheitsdienst ihn dazu aufforderte, hieß es in der Mitteilung weiter. Die Beamten der Bundespolizei nahmen ihn am Duisburger Hauptbahnhof vorläufig fest und leiteten ein Strafverfahren wegen Bedrohung ein.

Zwischen dem Fahrgast und dem 46-jährigen Zugbegleiter habe sich im RE6 auf der Strecke zwischen Mülheim und Duisburg ein Streit entwickelt, weil der Fahrgast sich weigerte eine Maske zu tragen und seinen Fuß auf den gegenüberliegenden Sitzpolstern abstellte. Der Zugbegleiter habe daraufhin den Fuß des unkooperativen Fahrgastes vom Polster gestoßen, woraufhin die Situation eskaliert sei.

Astrazeneca: Gute Test-Resultate bei Covid-19-Antikörperbehandlung

14.04 Uhr: Der Pharmakonzern hat nach eigenen Angaben mit einem Antikörper-Präparat gute Resultate bei der Behandlung von Corona-Erkrankten erzielt. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, reduzierte das Mittel AZD7442 die Fälle von schwerer Erkrankung und Tod bei Covid-19-Erkrankten um die Hälfte, wenn es innerhalb von sieben Tagen nach Beginn der Symptome verabreicht wurde. Wurde das Mittel innerhalb von fünf Tagen gespritzt, war die Zahl der schwer Erkrankten oder Gestorbenen sogar um 67 Prozent niedriger als in der Vergleichsgruppe, die ein Placebo-Mittel erhielt.

Durchgeführt wurde die Phase-III-Studie an rund 900 erwachsenen Patienten mit leichten bis mittelschweren Covid-19-Symptomen, die nicht im Krankenhaus waren. Ein großer Teil der Teilnehmer (90 Prozent) gehörte aber zu Risikogruppen mit einem erhöhten Risiko für einen schweren Verlauf, beispielsweise durch Vorerkrankungen wie Krebs, Diabetes oder Herz-Kreislauferkrankungen.

Das Präparat könne sowohl als Profilaxe wie auch als Mittel zur Therapie eingesetzt werden, sagte Mene Pangalos, der bei Astrazeneca für den Bereich der Bio-Pharmazeutika zuständig ist, der Mitteilung zufolge.

65,3 Prozent vollständig geimpft - rund 1 Million Booster-Impfungen

12.55 Uhr: In Deutschland sind 65,3 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Die Quote unter den Erwachsenen lag am Sonntag bei 75,8 Prozent, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) am Montag hervorgeht. Mindestens einmal gegen das Virus geimpft sind demnach 68,5 Prozent aller Bürger und Bürgerinnen, sowie 79,3 Prozent der Erwachsenen. Unter den Kindern und Jugendlichen von 12 bis 17 Jahren haben inzwischen 43,2 Prozent mindestens eine erste Spritze bekommen, 37,0 Prozent sind vollständig geimpft.

Das RKI geht allerdings davon aus, dass vermutlich mehr Menschen geimpft sind als die Daten nahelegen. So hieß es in einem Bericht Anfang Oktober, dass die Quote bei einmal und vollständig Geimpften bis zu 5 Prozentpunkte höher sein dürfte. Eine Auffrischungsimpfung haben inzwischen bereits über eine Million Menschen in Deutschland bekommen. Den Wert gab das RKI am Montag mit 1.021.344 an.

Malaysia lockert Corona-Regeln - 90 Prozent der Erwachsenen geimpft

12 Uhr: Malaysia hat mit seiner Impfkampagne ein wichtiges Etappenziel erreicht: 90 Prozent der erwachsenen Bevölkerung in dem südostasiatischen Land sind mittlerweile zweifach gegen das Coronavirus geimpft. Weil die Infektionszahlen zudem weiter sinken, traten am Montag Lockerungen eines im Mai verhängten strikten Lockdowns in Kraft.

Vollständig Geimpfte dürfen jetzt wieder innerhalb von Malaysia und auch ins Ausland reisen, ohne eine Genehmigung der Behörden zu benötigen. "Wir befinden uns auf dem Abstieg vom Gipfel der Katastrophe und der Verzweiflung", teilte Gesundheitsminister Khairy Jamaluddin am Montag auf Twitter mit. Wann Touristen wieder in das beliebte Urlaubsland dürfen, ist noch unklar. Die Grenzen Malaysias sind seit März 2020 geschlossen.

Studie: Corona-Impfungen senken Risiko schwerer Krankheitsverläufe um 90 Prozent

11.50 Uhr: Corona-Impfungen schützen laut einer neuen französischen Studie sehr effektiv vor schweren Covid-19-Verläufen - auch im Fall der hochansteckenden Delta-Variante. "Geimpfte Menschen haben ein neunmal geringeres Risiko, ins Krankenhaus eingeliefert zu werden oder an Covid-19 zu sterben als ungeimpfte", erklärte der Epidemiologe Mahmoud Zureik, Leiter der Wissenschaftsgruppe Epi-Phare, die am Montag die Ergebnisse ihrer Studie veröffentlichte.

Dafür untersuchten die Wissenschaftler die Daten von 22 Millionen Menschen über 50 Jahren im Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 20. Juli. Dabei zeigte sich, dass Geimpfte zwei Wochen nach ihrer zweiten Dosis ein 90 Prozent niedrigeres Risiko einer Krankenhauseinlieferung oder eines tödlichen Krankheitsverlaufs hatten als Ungeimpfte. Untersucht wurde die Wirkung der Vakzine von Biontech/Pfizer, Moderna und Astrazeneca.

Die neueste Studie bestätigt ähnliche Erkenntnisse aus den USA, Großbritannien und Israel. Laut den französischen Wissenschaftlern ist es jedoch die bislang größte Untersuchung dieser Art. Sie deutet demnach auch darauf hin, dass der Schutz vor schweren Verläufen im Studienzeitraum von fünf Monaten nicht abnahm.

Neuseeland führt Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheits- und Bildungswesen ein

10.30 Uhr: Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die neuseeländische Regierung eine weitgehende Impfpflicht für Mitarbeiter im Gesundheitswesen sowie für Lehrer angekündigt. "Wir können nichts dem Zufall überlassen", sagte Chris Hipkins, der im Kabinett von Premierministerin Jacinda Ardern sowohl Bildungsminister als auch für das Corona-Krisenmanagement zuständig ist, am Montag. Deshalb werde die Impfung für bestimmte Berufsgruppen obligatorisch. "Impfungen bleiben unser stärkstes und effektivstes Instrument, um uns gegen Infektionen und Erkrankungen zu schützen", betonte Hipkins.

Den neuen Regelungen zufolge müssen Ärzte, Krankenpfleger und andere Mitarbeiter im Gesundheitswesen bis zum 1. Dezember zweifach gegen das Coronavirus geimpft sein. Menschen im Bildungssektor mit direktem Kontakt zu Schülern haben bis zum 1. Januar Zeit, um sich vollständig immunisieren zu lassen.

3G-Regeln könnten drastisch verschärft werden

9.38 Uhr: Business Insider" zufolge, sollen die Gesundheitsminister von Bund und Ländern heute über eine Testpflicht von Beschäftigten in Unternehmen mit Publikumsverkehr beraten. Dem Portal soll ein Beschlussentwurf vorliegen, in dem es heißt: "Die Länder sind sich einig, dass die mittlerweile in vielen Bundesländern geregelte 3G-Nachweispflicht als Voraussetzung zum Zugang zu Betrieben, Einrichtungen oder sonstigen Angeboten mit direktem Kundenkontakt nicht nur für Kundinnen und Kunden, Be­sucherinnen und Besucher oder sonstige externen Personen, sondern auch für Be­schäftigte gelten soll."

Dabei könne eine Testpflicht auch an "weitere Parameter wie Inziden­zen geknüpft werden". Und: "Über die Häufigkeit von Testnachweisen sowie die Möglichkeit von gleichwertigen alternativen Maßnahmen kann für jeden Bereich einzeln entschieden werden." Demnach könnte die Testpflicht für Genesene und Geimpfte bei Vorlage eines Nachweis entfallen.

Umfrage: Corona stresst Studenten und Auszubildende stark