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Corona-News vom 13.9.: Long Covid bei Millionen Menschen

| Lesedauer: 19 Minuten
Das ist das Post-Vac-Syndrom

Das ist das Post-Vac-Syndrom

Viele Menschen klagen über Nebenwirkungen der Corona-Impfung. Nun gibt es aber auch immer mehr Betroffene, bei denen es zu Langzeitnebenwirkungen der Impfung kommt.

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Corona-News vom 13.9.: Laut WHO haben 17 Millionen Menschen in Europa Symptome von Long Covid. Frauen sind doppelt so oft betroffen.

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  • Laut WHO haben 17 Millionen Menschen in Europa Long-Covid-Symptome
  • Das RKI meldet am Dienstag 54.930 Corona-Neuinfektionen
  • Die Gesundheitsminister der Länder wollen im Herbst an der Maskenpflicht im ÖPNV festhalten
  • Die Arzneimittelbehörde EMA und die Europäische Kommission lassen einen weiteren Omikron-Booster zu
  • Die Omikron-Unterlinie BJ.1 soll Impfstoffe umgehen können. Forscher warnen vor ihrer Verbreitung

Berlin. Die Corona-Zahlen bewegen sich derzeit auf niedrigerem Niveau als zum Höhepunkt der Sommerwelle. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Dienstagmorgen 54.930 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 49.709) und 90 Todesfälle (Vorwoche: 99) innerhalb eines Tages. Die Inzidenz gab das Institut mit 229,9 an. Am Vortag hatte der Wert der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 216,2 gelegen (Vorwoche: 219,1; Vormonat: 342,2). Allerdings liefern diese Angaben nur ein sehr unvollständiges Bild der Infektionszahlen.

Mit Beginn der kalten Jahreszeit halten Expertinnen und Experten eine Verschlechterung der Infektionslage für möglich. Der Virologe Christian Drosten rechnet mit einer "starken Inzidenzwelle" von Corona-Infektionen "noch vor Dezember". Die Ampel-Koalition will deshalb zusätzliche Eindämmungsmöglichkeiten besiegeln. Der Bundestag hat am Donnerstag ein Gesetzespaket beschlossen, das vom 1. Oktober bis 7. April 2023 weitergehende Regeln zu Masken und Tests vorsieht.

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Corona-News von Dienstag, 13. September: Lauterbach rechnet mit zügigem Start für BA.5-Impfstoff

15.18 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach rechnet mit einem zügigen Start von Corona-Impfungen mit dem zugelassenen neuen Präparat, das an die Virusvariante BA.5 angepasst ist. "Wir werden wahrscheinlich in der nächsten Woche bereits den Impfstoff zur Verfügung stellen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag am Rande eines Israel-Besuchs in Rehovot bei Tel Aviv. Zur genauen Zahl der Dosen könne er erst in ein paar Tagen etwas sagen.

"Ich bin froh, dass dieser Impfstoff jetzt auch erwartungsgemäß zugelassen wurde", sagte Lauterbach. "Somit haben wir zwei sehr gute angepasste Impfstoffe, die wir anbieten können, und werden somit auch in den nächsten Wochen alle impfen können, die geimpft werden wollen."

WHO: 17 Millionen Menschen in Europa mit Long-Covid-Symptomen

13.20 Uhr: Geschätzt mindestens 17 Millionen Menschen in Europa waren einer für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführten Analyse zufolge in den ersten beiden Jahren der Pandemie von Long-Covid-Symptomen betroffen. Für die Modellrechnung hatte die Universität Washington Fälle in den 53 europäischen Mitgliedsstaaten ausgewertet, wie das in Kopenhagen ansässige Europa-Büro der WHO am Dienstag mitteilte. Als Kriterium galt eine Symptomdauer von mindestens drei Monaten in den Jahren 2020 und/oder 2021.

Die Untersuchung deute darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit, an Long Covid zu erkranken, bei Frauen doppelt so hoch ist wie bei Männern, teilte die WHO weiter mit. Außerdem steige das Long-Covid-Risiko nach einer schweren Corona-Infektion, zu deren Behandlung ein Krankenhausaufenthalt erforderlich war, drastisch. Der Modellrechnung zufolge habe eine von drei betroffenen Frauen und einer von fünf betroffenen Männern nach einem so schweren Verlauf mit Symptomen von Long Covid zu kämpfen.

Immunologe: Als Risikopatient nicht auf neuen Omikron-Booster warten

12.29 Uhr: Nach der Zulassung eines weiteren Omikron-Boosters in der EU rät der Immunologe Carsten Watzl Risikogruppen dazu, nicht auf dessen Verfügbarkeit in Deutschland zu warten. "Wer unter die bisherige Empfehlung der Ständigen Impfkommission für eine zweite Auffrischimpfung fällt, sollte jetzt besser den an die Omikron-Sublinie BA.1 angepassten Impfstoff nehmen, der in diesen Tagen bei den Hausärzten ankommt", sagte der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Immunologie am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Diese Menschen, etwa über 60-Jährige und/oder Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen, sollten auch wegen mehrerer offener Fragen besser nicht wochenlang auf das etwas neuere Präparat warten.

Ein Expertenausschuss der EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte am Montag eine Empfehlung zur Zulassung eines Boosters von Biontech/Pfizer ausgesprochen, der an die aktuell zirkulierenden Sublinien BA.4/BA.5 angepasst ist. Die Europäische Kommission erteilte daraufhin sogleich die Zulassung. Anfang September waren an die Variante BA.1 angepasste Vakzine zugelassen worden. BA.1 spielt in Deutschland aber schon länger keine Rolle mehr. Sowohl die an BA.1 als auch die an BA.4/BA.5 angepassten Impfstoffe berücksichtigen auch noch das ursprüngliche Sars-CoV-2. Ziel ist ein breiterer Schutz.

Zu der häufig gestellten Frage, welcher der beiden neuen Impfstoffe besser sei, gebe es keine Daten, sagte Watzl. In Versuchen mit Tieren seien die jeweiligen Ergebnisse ähnlich gewesen, direkte Vergleiche fehlten aber. "Insofern ist für mich offen, wie viel Vorteil der an BA.4./BA.5 angepasste Impfstoff wirklich bringt."

Virologin erwartet keine Überlastung der Krankenhäuser

4.12 Uhr: Die Münchner Virologin Ulrike Protzer erwartet keine Überlastung der Krankenhäuser in einer möglichen Corona-Winterwelle. "Wir haben durch die Impfungen und durch die durchgemachten Infektionen eine sehr gute Immunlage aufgebaut", sagte die Medizinerin der TU München der "Augsburger Allgemeinen" (Dienstag). In einigen Wochen werde man zwar mit einem Anstieg bei Atemwegserkrankungen, darunter auch Corona, rechnen müssen. Aber: "Unser Immunsystem ist viel besser vorbereitet als in den letzten zwei Jahren." Deshalb erwarte sie nicht, dass es zu einem massiven Anstieg der Krankenhausaufnahmen wegen Covid-19 komme.

Die Corona-Impfungen nannte die Medizinerin einen echten "Gamechanger". Vor den Impfungen habe Corona gerade bei älteren Menschen schwere, teils dramatische Verläufe verursacht. "Seit ein Großteil dreifach geimpft ist, ist das komplett anders."

Dagegen müsse man eine verstärkte Grippewelle durchaus befürchten, sagte Protzer. "Da hatten wir durch das konsequente Maskentragen in den vergangenen zwei Jahren sehr wenige Fälle, aber das wird uns dieses Jahr wieder treffen."

Gesundheitsminister wollen an Maskenpflicht im Nahverkehr festhalten

1.12 Uhr: Die Gesundheitsminister der Länder wollen im Herbst an der geltenden Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) festhalten. Das sagte eine Sprecherin des sachsen-anhaltischen Gesundheitsministeriums der Deutschen Presse-Agentur am Montag nach einer Schalte der Ressortchefs der Länder. Sachsen-Anhalt hat derzeit den Vorsitz der Gesundheitsministerkonferenz.

Alle Länder behielten die Maskenpflicht im ÖPNV wohl bei, sagte die Sprecherin. Dies sei ein Ergebnis der Beratungen zum Infektionsschutzgesetz. Die Länder seien an einer einheitlichen Umsetzung interessiert.

Der Bundestag hatte in der vergangenen Woche Neuregelungen im Infektionsschutzgesetz beschlossen. Rechtsgrundlagen für die noch verbliebenen Corona-Maßnahmen wären sonst ausgelaufen. Bundesweit vorgeschrieben sind ab dem 1. Oktober beispielsweise Maskenpflichten in Fernzügen, Kliniken und Arztpraxen. Die Länder können in Eigenregie auch in anderen Innenräumen wieder Masken-Vorgaben ergreifen.

Außerdem haben die Gesundheitsminister am Montag über die Abrechnung von Corona-Tests beraten. Der Bund solle die Testverordnung überarbeiten und klarstellen, wer für die Abrechnungsprüfungen zuständig sei, sagte die Sprecherin.

Corona-News von Montag, 12. September: EU-Kommission lässt an BA.4/BA.5 angepassten Omikron-Impfstoff zu

19.11 Uhr: Die Europäische Kommission hat den an Omikron angepassten Impfstoff auf eine Empfehlung der Arzneimittelbehörde EMA hin zugelassen. Der Booster der Unternehmen Biontech/Pfizer richte sich gegen die aktuellen Corona-Varianten, teilte Präsidentin Ursula von der Leyen am Montag auf Twitter mit.

Zuvor hat ein Expertenausschuss der EU-Arzneimittelbehörde EMA die Zulassung des an die Omikron-Sublinien BA.4/BA.5 angepassten Vakzins empfohlen.

EMA empfiehlt weiteres Omikron-Vakzin zur Zulassung

17.46 Uhr: Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat am Montag einen Corona-Impfstoff zur Zulassung empfohlen, der auch gegen die Omikron-Subvarianten BA.4 und BA.5 wirkt. Die in Amsterdam ansässige EMA erklärte, die Zulassung dieses Impfstoffs von Biontech/Pfizer erweitere noch einmal das Impf-Arsenal, um sich mit Blick auf den nahenden Herbst und Winter vor Covid-19 schützen zu können.

Bei dem neuen Vakzin handelt es sich um einen sogenannten bivalenten Corona-Impfstoffe, der sowohl auf die Abwehr der ursprünglichen Form des Coronavirus ausgerichtet ist als auch auf BA.4 und BA.5, die derzeit dominanten Subtypen der Omikron-Variante des Coronavirus. Endgültig freigegeben wird das Vakzin allerdings erst nach der offiziellen Zulassung durch die Europäische Union.

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) bezeichnete die Entscheidung auf Twitter als "weitere gute Nachricht im Kampf gegen das Corona Virus". Die Ständige Impfkommission arbeite bereits an Empfehlungen.

Videografik: So wirken Impfungen
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Chinas Präsident Xi reist erstmals seit Beginn der Pandemie ins Ausland

16.31 Uhr: Der chinesische Präsident Xi Jinping bricht in dieser Woche zu seiner ersten Reise ins Ausland seit dem Beginn der Corona-Pandemie auf. Wie chinesische Staatsmedien am Montag berichteten, wird Xi Kasachstan und Usbekistan besuchen. Von Mittwoch bis Freitag werde Xi am Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Samarkand in Usbekistan teilnehmen.

Im Zuge des Treffens werde Xi auch Staatsbesuche in Usbekistan und Kasachstan absolvieren, teilte des Außenministerium in Peking mit. Zur SCO gehören China, Russland, die vier Staaten Zentralasiens - Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan - sowie Indien und Pakistan.

Lauterbach verteidigt Corona-Regeln für den Herbst

12.40 Uhr: Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat die für den Herbst und Winter beschlossenen Corona-Regeln verteidigt. "Im Moment werden die Regeln angegriffen, weil sie zu streng sind. Das sind aber genau die Regeln, die wir benötigen, um das rechtzeitig in den Griff zu bekommen", sagte der SPD-Politiker dem "RTL Nachtjournal". "Tatsächlich hat Deutschland im Moment die strengsten Regeln." Er glaube, dass andere europäische Länder bei steigenden Fallzahlen auch strengere Regeln beschließen würden. Lauterbach betonte, dass es lediglich um "Möglichkeiten" und keinen "Automatismus" gehe. Er nannte hier die Maskenpflicht in Innenräumen.

Neuseeland hebt Corona-Maßnahmen auf

8.18 Uhr: Neuseeland hebt in der Nacht zum Dienstag (Ortszeit) fast alle Corona-Maßnahmen auf. Besucher, die in den Pazifikstaat reisen, müssen dann nicht mehr gegen das Virus geimpft sein. Die bisherige Regel für Einreisende, sich gleich nach der Ankunft und am fünften Tag des Aufenthalts aus das Virus zu testen, gilt nur noch auf freiwilliger Basis. Außerdem entfällt die Maskenpflicht überall außer in Krankenhäusern und Seniorenheimen.

"Es ist an der Zeit, die Seite unseres Covid-19-Managements umzublättern und ohne die außergewöhnlichen Maßnahmen zu leben, die wir zuvor ergriffen haben", sagte Ministerpräsidentin Jacinda Ardern am Montag. Das Land hatte seine Grenzen im März 2020 geschlossen und zunächst eine strenge Null-Covid-Strategie verfolgt. Erst in diesem Juli hatte sich das Land wieder vollständig geöffnet.

Keine neuen Corona-Infektionen

5.33 Uhr: Das RKI meldet am Montagmorgen keine neuen Corona-Infektionen und keine neuen Todesfälle. Die Inzidenz sinkt auf 216,2. Allerdings melden viele Bundesländer am Wochenende gar nicht oder nicht vollständig ans RKI. Deshalb sind die am Montag veröffentlichten Zahlen in ihrer Aussagekraft sehr begrenzt.

Corona-News von Sonntag, 11. September: Neue Omikron-Mutation BJ.1 in Europa entdeckt

19.02 Uhr: Das Coronavirus verändert sich und es entstehen immer wieder neue Varianten. Nun verbreitet sich eine erst kürzlich entdeckte Omikron-Sublinie in der Welt und auch in Europa: sie heißt BJ.1. Der Mutationsforscher Ulrich Elling schreibt auf Twitter, dass die Variante in unter anderem in Österreich gefunden wurde.

"Eine weitere besorgniserregende Unterlinie breitet sich in Indien aus und ist auch in den USA und Europa (Österreich) angekommen: BJ.1. Die Zahlen sind immer noch sehr niedrig, aber die neu erworbenen Mutationen sind eine böse Kombination an kritischen Stellen", beschreibt Elling. Der Wissenschaftler arbeitet am Institut für Molekularbiologie in Wien.

Keine neuen Corona-Zahlen gemeldet

8.12 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht sonntags keine neuen Corona-Zahlen.

Corona-News von Samstag, 10. September – Lauterbach: Lockdowns nicht mehr vertretbar

  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer "mittelschweren" Corona-Welle im Herbst. Coronavirus-Varianten wie BA.5 oder BA.2.75 würden für einen "deutlichen Anstieg der Fallzahlen" sorgen, "aber nicht überproportional für mehr Sterblichkeit", sagte der Minister der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post".
  • Der Virologe rechnet mit einer starken "Inzidenzwelle" von Corona-Infektionen "noch vor Dezember". Neue Virusvarianten sorgten immer noch für viele neue Krankheitsfälle, warnte der Direktor der Virologie an der Berliner Charité in einem Interview der "Süddeutschen Zeitung".

Corona-News von Freitag, 9. September – RKI: Einzahlungen der Hundesteuer im Land um 21 Prozent gestiegen

  • Die Gemeinden von Sachsen-Anhalt haben im ersten Halbjahr rund eine halbe Million Euro mehr Hundesteuer eingenommen als im Vorjahreszeitraum. Demnach verbuchten die kommunalen Kassen Einnahmen in Höhe von rund 6,544 Millionen Euro, wie das Statistische Landesamt in Halle am Freitag mitteilte. Noch deutlicher sei der Betrag der Hundesteuer im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019 gestiegen, also vor Corona. Das Plus habe dort bei 21 Prozent gelegen.
  • Aida Cruises schafft für den Großteil seiner Kreuzfahrten den Covid-19-Impfnachweis ab. Ab 17. September müssen ihn Passagiere nach Angaben der Reederei auf Reisen, die bis zu 15 Tage dauern, nicht mehr vorlegen.
  • Einige Kurven zeigen gerade nach unten: In der Corona-Pandemie stellt das Robert Koch-Institut (RKI) bei verschiedenen Indikatoren rückläufige Entwicklungen fest. Neben der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz sank zum Beispiel auch die Zahl der Ausbrüche in Pflegeheimen, wie aus dem Covid-19-Bericht des Instituts hervorgeht. Ebenso wurden weniger schwere Verläufe und weniger Corona-Intensivpatienten erfasst.
  • Die EU-Staaten und das Vereinigte Königreich haben nach Angaben der EU-Kommission im ersten Corona-Jahr 227,97 Milliarden Euro für von der Pandemie gebeutelte Unternehmen ausgegeben. Insgesamt wurde 2020 eine Rekordsumme von 384,33 Milliarden Euro für Beihilfen eingesetzt, wie die Europäische Kommission am Donnerstag mitteilte.

Corona-News von Donnerstag, 8. September – Bundestag beschließt Corona-Regeln für den Herbst

  • Der Bundestag hat die Corona-Regeln für Herbst und Winter beschlossen. Das Gesetzespaket der Ampel-Koalition, das generell wieder schärfere Vorgaben zu Masken und Tests ermöglicht, wurde am Donnerstag angenommen. Der Bundesrat muss noch zustimmen.
  • Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger hat die Bundesländer dazu aufgerufen, von Maskenpflichten in Schulen zunächst keinen Gebrauch zu machen. "Die Schülerinnen und Schüler brauchen im neuen Schuljahr so viel Normalität wie möglich", sagte die FDP-Politikerin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.
  • Kurz vor einer Abstimmung im Bundestag hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach für das neue Corona-Infektionsschutzgesetz der Regierung geworben. "Es ist nach pandemischen Kriterien entschieden worden, entlang der Studienlage", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag im ZDF-"Morgenmagazin".
  • Die Corona-Pandemie und weitere Krisen haben die Entwicklung der Menschheit laut einem UN-Bericht um fünf Jahre zurückgeworfen. Wie das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) am Donnerstag berichtete, ging der alljährlich veröffentlichte Index der menschlichen Entwicklung erstmals seit seiner Einführung vor mehr als drei Jahrzehnten in den Jahren 2020 und 2021 zweimal in Folge zurück.
  • Die Corona-Krise hat die Menschen in Deutschland laut einer Umfrage sozial sensibler gemacht. 74 Prozent der Befragten unterstützten diese Aussage in einer repräsentativen Erhebung des Hamburger Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung. 60 Prozent gaben an, die Pandemie habe ihre Lebenseinstellung nachhaltig verändert. 83 Prozent sagten, sie stünden Freunden und Nachbarn öfter für Hilfsleistungen zur Verfügung.
  • Die an die Omikron-Variante angepassten neuen Covid-19-Impfstoffe sind in Schleswig-Holstein von Donnerstag an einsatzbereit. Die Impfstoffe von Biontech und Moderna sollen ausschließlich für Auffrischimpfungen verwendet werden.

Corona-News von Mittwoch, 7. September – Pandemie-Lücken bei Schuluntersuchungen: Amtsärzte warnen vor Entwicklungsdefiziten

  • Die deutschen Amtsärzte warnen vor Entwicklungsdefiziten bei den diesjährigen Schulanfängern.
  • New York schafft die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln ab.
  • Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen lehnt einen Wegfall der Maskenpflicht für Bahnreisende ab.
  • Indien hat einen Nasenspray-Impfstoff gegen Corona zugelassen.
  • Die Maskenpflicht sollte aus Sicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft auch in Fernzügen abgeschafft werden.
  • Der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbandes, Ulrich Weigeldt, hat in der Debatte um Corona-Maskenpflichten zu mehr Absprache mit den Nachbarländern geraten.
  • Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Mittwochmorgen mit 217,2 angegeben.
  • Die deutschen Amtsärzte halten aktuell eine Wiedereinführung der Maskenpflicht in Schulen nicht für sinnvoll.

Corona-News von Dienstag, 6. September – US-Immunologe Fauci: Covid-Impfungen künftig eher wie Grippe-Vakzin

  • Der bekannte US-Immunologe Anthony Fauci erwartet künftige Corona-Impfstoffe in der Häufigkeit von Grippe-Vakzinen.
  • Die Gesundheitsbehörden der Europäischen Union haben empfohlen, zuerst ältere Menschen und Hochrisikopatienten mit den an die Omikron-Variante des Coronavirus angepassten Corona-Impfstoffen zu impfen.
  • Die Gewerkschaft Verdi hat die von der Ampel-Koalition vorgesehene Aufhebung der Corona-Maskenpflicht in Flugzeugen aus Sicht des Kabinenpersonals begrüßt.
  • Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach hat das geplante vorläufige Aufheben der Corona-Maskenpflicht in Flugzeugen gerechtfertigt, hält für Busse und Bahnen aber weiter daran fest.
  • Forscher aus Greifswald haben in Laborexperimenten erstmalig Coronaviren mit physikalischem Plasma bekämpft.
  • Im zweiten Jahr der Corona-Pandemie sind die Einnahmen der Städte und Gemeinden durch die Hundesteuer erneut deutlich gestiegen.
  • Der Pianist Igor Levit (35) blickt heute mit einer gewissen Dankbarkeit auf die Corona-Zwangspause zurück.
  • Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek hat den Corona-Kurs der Bundesregierung scharf kritisiert.

Corona-News von Montag, 5. September: Keine Corona-Maskenpflicht mehr in Flugzeugen vorgesehen

  • Bei den parlamentarischen Beratungen über die Corona-Regeln für den Herbst zeichnen sich noch Änderungen ab. Die zunächst weiterhin bundesweit im Infektionsschutzgesetz vorgesehene Maskenpflicht in Flugzeugen soll gestrichen werden.
  • Die "Helene Fischer Show" zu Weihnachten fällt auch in diesem Jahr aus.
  • Im Prozess um den tödlichen Schuss auf einen Tankstellen-Mitarbeiter im Streit um die Corona-Maskenpflicht hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert.
  • China hat als erstes Land weltweit einen Corona-Impfstoff zugelassen, der nicht gespritzt, sondern inhaliert wird.
  • Das Bundesgesundheitsministerium rechnet damit, dass die Impfungen mit den neuen an die Omikron-Variante angepassten Vakzinen in dieser Woche beginnen können.

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(fmg/dpa/afp/epd)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de

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