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Corona: EMA prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

| Lesedauer: 79 Minuten
Diskussion über Testpflicht für Corona-Geimpfte

Diskussion über Testpflicht für Corona-Geimpfte

Auch Corona-Geimpfte können sich infizieren und weitere anstecken. Einige Experten halten es für sinnvoll, dass Geimpfte sich für Veranstaltungen dennoch testen lassen sollten.

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Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Mehr im Blog.

  • Das RKI meldet aktuelle Zahlen zur Corona-Pandemie - die Inzidenz steigt wieder an
  • Joe Biden erhält eine Corona-Auffrischungsimpfung
  • Pfizer hat eine große klinische Studie mit einem Medikament zur Vorbeugung gegen Covid-19 begonnen
  • Tanzflächen auf Mallorca dürfen unter Auflagen wieder öffnen
  • Studie: Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie der Zweite Weltkrieg
  • Frankreich spendet 60 Millionen weitere Corona-Impfdosen an ärmere Länder
  • Dieser Blog ist geschlossen. Weitere Corona-News finden Sie in unserem aktuellen News-Blog.

Berlin. Die Corona-Fallzahlen schnellen dem RKI zufolge nach einem kurzen Abwärts-Trend erneut in die Höhe. Während die bundesweite Inzidenz wieder steigt, geht es mit der Impfkampagne in Deutschland allerdings nicht voran. Rund 64 Prozent der Deutschen sind geimpft. Im Vergleich zu Ländern wie Spanien ist das nicht viel. Vor allem ist es laut Stiko-Chef Thomas Mertens nicht genug, um unbesorgt auf die vierte Welle der Corona-Pandemie und den kommenden Winter zu blicken.

Beim Robert Koch-Institut hat man sich daher auch schon Gedanken gemacht und eine neue Strategie vorgestellt. Mit ihr soll nicht nur der Impfortschritt beschleunigt werden, sondern auch ein erneuter Lockdown im Winter verhindert werden. Um eine Herdenimmunität zu erreichen, sind auch Boosterimpfungen im Gespräch. Entsprechen prüft die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) einen Antrag des Impfstoffherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis.

Interaktive Grafik: Corona-Inzidenzen nach Alter

Derweil sorgt eine Ankündigung aus dem Verkehrsministerium für Aufregung. In Zukunft müssen in jedem Verbandskasten im Auto zwei Schutzmasken liegen. Nach der Diskussion um ein baldiges Ende aller Corona-Maßnahmen ist nun klar: Mindestens eine Corona-Regel wird auch nach dem Ende der Pandemie bleiben.

RKI meldet neue Infektionszahlen

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist erneut leicht gestiegen. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 61,7 an. Am Vortag hatte der Wert bei 61,6 gelegen, vor einer Woche bei 71,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3022 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden zehn Todesfälle verzeichnet. Lesen Sie dazu: Corona in Deutschland: Fallzahlen und Hospitalisierungsrate

Corona-News von Montag, 27. September: Internationales Filmfest Emden nur für Geimpfte und Genesene

19.50 Uhr: Für das in der kommenden Woche startende 31. Internationale Filmfest Emden-Norderney gilt die 2-G-Regel. An beiden Spielorten dürften nur geimpfte und genesene Festivalgäste in die Kinosäle, teilten die Organisatoren am Montag in Emden mit. Dafür entfielen bei allen Filmen, Events und Rahmenveranstaltungen die bisherigen pandemiebedingten Einschränkungen. In den Kinosälen gebe es weder eine Maskenpflicht noch Abstandsregelungen. Die Grundlage hierfür bilde die in der vergangenen Woche beschlossene Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen, die für Geimpfte und Genesene wieder mehr Freiheit geschaffen habe, hieß es. Allerdings seien die Ausnahmeregelungen der Corona-Verordnung für Kinder und Jugendliche sowie Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, weiterhin gültig.

"Uns ist einerseits schon bewusst, dass wir einige ungeimpfte Personen damit vom Festivalbetrieb ausschließen", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Hans-Dieter Haase. Doch von der 3-G-Regelung - also Zutritt auch für Getestete - wären noch mehr Menschen betroffen, da dann wegen der Abstandsregeln bis zu zwei Drittel aller Plätze frei bleiben müssten.

Biden bekommt Corona-Auffrischungsimpfung vor laufender Kamera

19.24 Uhr: US-Präsident Joe Biden hat seine dritte Corona-Impfung bekommen. "Ich weiß, ich sehe nicht so aus, aber ich bin über 65 Jahre alt", scherzte der 78-Jährige am Montag im Weißen Haus, während er sich vor laufender Kamera impfen ließ. Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen in der vergangenen Woche genehmigt. Die zweite Impfung muss mindestens sechs Monate her sein.

Biden ließ sich auch die ersten beiden Impfungen öffentlich verabreichen. Auch seine 70 Jahre alte Ehefrau Jill werde die dritte Spritze bekommen, sagte Biden. "Ich möchte klarstellen, dass Auffrischungsimpfungen wichtig sind, aber das Wichtigste ist, dass mehr Menschen geimpft werden", sagte Biden weiter. Die Impfkampagne in den USA hat in den vergangenen Monaten deutlich an Fahrt verloren. Bislang sind dort 55,3 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

EMA prüft dritte Dosis von Moderna-Impfstoff

18.06 Uhr: Die europäische Arzneimittelagentur EMA prüft einen Antrag des Impfstoffherstellers Moderna auf Zulassung einer dritten Dosis. Die vorgelegten Daten sollten nach einem beschleunigten Verfahren bewertet werden, teilte die EMA in Amsterdam mit. Der sogenannte Booster könnte Menschen ab zwölf Jahren mindestens sechs Monate nach der zweiten Impfdosis gespritzt werden, um den Schutz vor einer Corona-Infektion zu erhöhen. Bisher werden diese Booster in einigen Ländern bereits Menschen mit einem geschwächten Immunsystem angeboten.

Pfizer treibt Entwicklung von Anti-Corona-Pille voran

17.37 Uhr: Der US-Pharmakonzern Pfizer hat eine große klinische Studie mit einem Medikament zur Vorbeugung gegen Covid-19 begonnen. In dieser soll das Mittel an bis zu 2660 gesunden Erwachsenen getestet werden, die im selben Haushalt wie eine mit Corona infizierte Person leben. Die Arznei wird in der Studie der Phase 2/3 zusammen mit einer niedrigen Dosis des HIV-Medikaments von Pfizer oral eingenommen. In den USA ist Remdesivir von Gilead, das intravenös verabreicht wird, das bislang einzige zugelassene antivirale Medikament zur Behandlung von Covid-19.

Niedrige Inzidenz: Leipzig darf Stadion zu mehr als 50 Prozent füllen

16.55 Uhr: Aufgrund der niedrigen Corona-Inzidenz in der Stadt darf RB Leipzig schon beim kommenden Heimspiel der Fußball-Bundesliga gegen den VfL Bochum am Samstag wieder mehr Zuschauer ins Stadion lassen. Das ergab sich nach dpa-Informationen am Montag aus Gesprächen zwischen Club und Gesundheitsamt und ist zudem durch die aktuelle Corona-Verordnung Sachsens gedeckt. In Leipzig liegt die Inzidenz seit mehreren Tagen unter 35, so dass der Club nicht mehr an die Kapazitätsgrenze von 50 Prozent Auslastung bzw. maximal 25.000 Zuschauern gebunden ist.

Am vergangenen Samstag durfte RB nur 23.500 Fans ins Stadion lassen, dessen Fassungsvermögen nach dem Umbau 47.000 Zuschauer beträgt. Wie viele es gegen Bochum sein dürfen, ist aktuell noch unklar. Leipzig könnte die Grenze von 23.5000 Zuschauern bereits beim Champions-League-Spiel am Dienstag gegen den FC Brügge überschreiten, sieht aufgrund der Kurzfristigkeit davon jedoch ab.

"Maskenball" in Mallorcas Discos: Tanzflächen dürfen wieder öffnen

16.02 Uhr: Erstmals seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie vor eineinhalb Jahren dürfen Clubs, Discos und Nachtlokale auf Mallorca und den anderen Baleareninseln ab dem 8. Oktober wieder ihre Tanzflächen öffnen. Das kündigte der regionale Tourismusminister Iago Negueruela am Montag angesichts niedriger Corona-Zahlen an. "Die Balearen kehren praktisch zur Normalität zurück", sagte er. So ganz normal wird es aber dann doch noch nicht zugehen, denn wer tanzen will, muss dabei eine Maske tragen. Wer nicht tanzt, sondern am Getränk nippt, muss sitzen. Um 05.00 Uhr morgens ist Schluss.

Bars und Kneipen durften zwar auch während der Pandemie unter wechselnden Auflagen Kunden bedienen, die Tanzflächen waren jedoch tabu. Die Justiz muss den Plänen der Politiker noch zustimmen. Diese sehen vor, dass beim Einlass per Covid-Pass nachgewiesen werden muss, dass man geimpft, genesen oder getestet ist. Voraussichtlich werden die Lokale auch nur 75 Prozent ihrer eigentlich zulässigen Gästezahl einlassen dürfen.

Thailand lockert Lockdown-Regeln - kürzere Quarantäne für Reisende

15.40 Uhr: Vollständig Geimpfte müssen bei der Einreise nach Thailand ab dem 1. Oktober nur noch sieben statt wie bisher 14 Tage in Hotel-Quarantäne. Für nicht-geimpfte Besucher gilt eine zehntägige Quarantänepflicht. Die neuen Regeln sind Teil der Lockdown-Lockerungen, die die Regierung in Bangkok am Montag bekanntgegeben hat. Die Corona-Zahlen in dem südostasiatischen Urlaubsland sind zuletzt langsam aber stetig gesunken.

Deshalb werden nun auch in den 29 sogenannten dunkelroten Zonen, die besonders von der jüngsten Corona-Welle betroffen waren und zu denen die Hauptstadt Bangkok und der beliebte Ort Pattaya gehören, die nächtlichen Ausgangsbeschränkungen um eine Stunde verkürzt. Sie gelten ab Freitag von 22 bis 4 Uhr statt wie bisher ab 21 Uhr. Damit können auch Geschäfte, Einkaufszentren und Restaurants wieder länger öffnen. Zudem dürfen Schönheitssalons, Spas, Kinos und Fitnessstudios aufmachen.

Corona-Lockdown in Sydney wird Mitte Oktober für geimpfte Bürger aufgehoben

12 Uhr: Nach einem wochenlangen Lockdown in Sydney sollen die Corona-Beschränkungen für geimpften Einwohner der Metropole Mitte Oktober gelockert werden. Ein "Plan für die Freiheit" werde in Kraft treten, sobald 70 Prozent der Menschen mit zwei Impfdosen vollständig immunisiert seien, kündigte die Regierungschefin des Bundesstaates New South Wales, Gladys Berejiklian, am Montag an. Sie sei "ziemlich zuversichtlich", dass diese Zielmarke am 11. Oktober erreicht werde. Die Anordnung, nur in dringenden Fällen die Wohnung zu verlassen, soll dann in Sydney und New South Wales aufgehoben werden. Bars, Restaurants und Geschäfte dürfen dann wieder für geimpfte Gäste öffnen. Für Ungeimpfte bleiben die Beschränkungen hingegen noch bis Anfang Dezember bestehen. Bis dahin rechnen die Behörden mit einer 90-prozentigen Impfquote.

Auch in Australiens Hauptstadt Canberra wird der Corona-Lockdown Mitte Oktober gelockert, wie die Behörden mitteilten. Einrichtungen wie Bars, Schönheitssalons und Fitnessstudios werden dann wieder geöffnet.

Lauterbach: Direktwahl "Votum für unsere Corona-Politik"

8.24 Uhr: Der SPD-Politiker Karl Lauterbach sieht sein erneut errungenes Direktmandat bei der Bundestagswahl als "ein Votum für unsere Corona-Politik". Die Wähler hätten diese Arbeit honoriert, schrieb Lauterbach auf Twitter. Der durch die Pandemie bundesweit bekanntgewordene Gesundheitsexperte hatte seinen Wahlkreis Leverkusen - Köln IV mit 45,6 Prozent der Erststimmen zum fünften Mal gewonnen, er bleibt im Bundestag. Lauterbach hatte vor der Wahl Interesse am Posten des Bundesgesundheitsministers geäußert.

Studie: Corona drückt Lebenserwartung ähnlich wie Zweiter Weltkrieg

5.02 Uhr: Im Zuge der Corona-Pandemie ist die Lebenserwartung in vielen Ländern einer Studie zufolge so stark gesunken wie seit dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa nicht mehr. In einigen Ländern sei der Fortschritt der vergangenen Jahre in kurzer Zeit zunichtegemacht worden, berichten Forscher des Leverhulme Centre for Demographic Science an der Universität Oxford im "International Journal of Epidemiology". Bei Männern war der Rückgang demnach größer als bei Frauen.

Für die Studie untersuchten die Wissenschaftler Daten aus 29 Staaten, die meisten aus Europa, darunter Deutschland, sowie Chile und die USA. In 27 dieser Staaten sank demnach 2020 die Lebenserwartung, in 22 Ländern um mindestens ein halbes Jahr. "In westeuropäischen Ländern wie Spanien, England und Wales, Italien, Belgien wurde ein solcher Rückgang der Lebenserwartung in einem einzigen Jahr zum Zeitpunkt der Geburt zuletzt während des Zweiten Weltkriegs beobachtet", sagte Co-Autor José Manuel Aburto.

Bolsonaro nach Rückkehr aus New York negativ auf Corona getestet

0.16 Uhr: Nach mehreren Corona-Fällen im Umfeld des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro ist der Staatschef selbst negativ auf das Coronavirus getestet worden. Bolsonaro werde seine Amtsgeschäfte am Montag wieder aufnehmen, kündigte die Regierung an. Der rechtsextreme Staatschef, der nicht gegen das Coronavirus geimpft ist, hatte sich nach seiner Rückkehr von der UN-Generaldebatte in New York am Mittwoch in Isolation begeben. Vier Mitglieder der Delegation, die ihn bei der mehrtägigen Reise in die USA begleitet hatten, wurden inzwischen positiv auf Corona getestet.

Neben Gesundheitsminister Marcelo Queiroga infizierte sich auch ein Sohn des Präsidenten, der Abgeordnete Eduardo Bolsonaro. Am Sonntag erklärte auch der Bank Caixa Economica Federal, Pedro Guimaraes, er sei positiv getestet worden. Zuvor war bereits bei einem Diplomaten, der einen Tag vor Präsident Bolsonaro in New York eingetroffen war, eine Infektion festgestellt worden. Rund 50 Mitglieder der brasilianischen Delegation wurden nach ihrer Rückkehr aus New York vorsorglich unter Quarantäne gestellt.

Sonntag, 26. September: Ende der Corona-Regeln - Partys in Norwegen

22.26 Uhr: Mit zahlreichen Partys haben die Menschen in Norwegen das Ende der Corona-Regeln gefeiert. Nachtclubs und Kneipen waren voll, vielerorts herrschte ausgelassene Stimmung. In Warteschlangen vor Discos und Bars wurden Lieder gesungen. In der Stadt Trondheim mussten mehrere Menschen versorgt werden, die beim langen Anstehen ohnmächtig wurden.

Aus mehreren Städten wurden allerdings auch Schlägereien, Verletzte und Festnahmen gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Sender NRK berichtete. "Es gab viele Ordnungswidrigkeiten, Gewaltausbrüche und Kämpfe", sagte Rune Hekkelstrand von der Polizei in Oslo. Norwegen hatte zuvor die allermeisten Corona-Maßnahmen aufgehoben. Unter anderem gilt nun nicht mehr die Ein-Meter-Abstandsregel, auch die Teilnehmerbeschränkungen bei Veranstaltungen und Zusammenkünften fallen weg.

Russland-Präsident Putin beendet Quarantäne

21.25 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat seine Corona-Quarantäne mit einem mehrtägigen Angelausflug nach Sibirien beendet, wie der Kreml mitteilte. Putin hatte sich Mitte September vorsorglich selbst isoliert, nachdem Dutzende Personen aus seinem Umfeld an Covid-19 erkrankt waren.

In größeren NRW-Städten keine Probleme mit Corona-Verstößen bei Wahl

18.28 Uhr: In Nordrhein-Westfalen haben mehrere große Städte bei der Bundestagswahl zunächst keine Probleme bei der Einhaltung der Corona-Regeln festgestellt. Es habe diesbezüglich keine besonderen Vorkommnisse gegeben, hieß es am Sonntag aus Köln, Münster, Essen, Bonn und Düsseldorf. Es seien Masken getragen und Abstände eingehalten worden. In den Wahllokalen galten aufgrund der Corona-Pandemie besondere Hygieneregeln.

Corona-Impfskeptiker sorgen bei Wahl in Oberösterreich für Überraschung

17.13 Uhr: Bei den Landtagswahlen am Sonntag in Oberösterreich gab es eine Überraschung: Die Corona-Impfskeptiker der Liste Menschen-Freiheit-Grundrechte (MFG) schaffen es bei ihrem ersten Antreten problemlos in den Landtag. Ersten Hochrechnungen zufolge kommen sie auf rund sieben Prozent der Stimmen. Die Hürde liegt dort bei vier Prozent.

Zur Stimmabgabe waren 1,1 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen. Ein Endergebnis wird gegen 22 Uhr erwartet.

Frankreich spendet 60 Millionen weitere Corona-Impfdosen an ärmere Länder

15.59 Uhr: Frankreich will doppelt so viele Corona-Impfdosen an ärmere Länder spenden wie bisher geplant. Insgesamt werde sein Land 120 Millionen Dosen zur Verfügung stellen, kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron am Samstag bei dem weltweiten Musikfestival Global Citizen Live an. Er bezeichnete es als "Ungerechtigkeit", dass die Impfkampagne auf anderen Kontinenten deutlich langsamer laufe als in Europa. "Wir müssen schneller und entschlossener vorgehen", betonte Macron in seiner Videobotschaft.

Am Mittwoch hatten bereits die USA angekündigt, weitere 500 Millionen Impfdosen für ärmere Länder bereitzustellen. Damit erhöhte die US-Regierung ihre Zusagen für Impfstoff-Spenden auf insgesamt 1,1 Milliarden Dosen. Weltweit gibt es massive Unterschiede beim Fortschritt der Impfkampagnen. Während in Westeuropa im Schnitt mehr als 60 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, liegt die Impfquote bei den in Afrika in Frage kommenden Altersgruppen gerade einmal bei 3,6 Prozent.

Kinderimpfungen ohne Zulassung: Was sind Off-Label-Impfungen?

15.15 Uhr: Corona-Impfungen für Kinder unter 12 Jahren sind aktuell noch nicht zugelassen. Der Wunsch nach einer Impfung für seine Kinder ist bei einigen Eltern allerdings groß, vor allem, wenn diese vorerkrankt sind. Unter bestimmten Voraussetzungen führen Ärztinnen und Ärzte in diesen Fällen auch Impfungen durch - "Spiegel" berichtete zuerst über einen solchen Fall des Off-Label-Use.

Dabei handelt es sich um den Gebrauch von Arzneimitteln, die entweder noch keine Zulassung erhalten haben oder bislang nur für eine bestimmte Altersgruppe zugelassen sind. Medizinerinnen und Mediziner dürfen diese Wirkstoffe in Ausnahmefällen allerdings einsetzen. Fest steht aber, dass sich Ärzte beim Abwägen der Situation nicht auf abgeschlossene Studien, sondern nur auf unvollständige Daten berufen können. Demzufolge haften sie unter Umständen für mögliche Nebenwirkungen.

Studie: Corona-Pandemie schadet Popularität des Fußballs

14.30 Uhr: Die Corona-Pandemie hat dem Stellenwert des Fußballs geschadet. Das ist das Ergebnis einer vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studie in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Universität. Einer Umfrage unter 28 000 BVB-Fans zufolge hatten knapp über 80 Prozent der Befragten den Stellenwert des Fußballs in ihrem Leben vor der Pandemie mit "hoch" bewertet. Bezogen auf den Stellenwert des BVB in ihrem Leben waren es sogar 90 Prozent. Unter dem Eindruck der Pandemie lagen diese beiden Werte im Frühjahr allerdings nur noch bei 50 und 60 Prozent.

Computer-Software in allen bayerischen Impfzentren ausgefallen

14.09 Uhr: In allen bayerischen Impfzentren ist am Sonntagmorgen das Computersystem ausgefallen. Das bestätigte eine Sprecherin des Landesgesundheitsministeriums in München. Ein Netzwerkproblem im Rechenzentrum sei die Ursache gewesen, sagte sie. "Es konnte vorübergehend nicht auf das System zugegriffen werden." Am Sonntagmittag seien das Programm und damit auch die Impfzentren wieder im Normalbetrieb gelaufen.

Zuvor hatte die Stadt Rosenheim von der Panne berichtet. Demnach galt zeitweise: "Alles muss händisch vorgenommen werden. Das bedeutet, dass im Impfablauf mit Wartezeiten zu rechnen ist."

2G-Hamburg lässt die Masken fallen

13.39 Uhr: Nach langen Einschränkungen in der Corona-Pandemie hat Hamburg die Masken fallen lassen: In Clubs, Bars, Restaurants, Kultur- und Sporteinrichtungen, die am sogenannten 2G-Modell teilnehmen, gibt es seit Samstag auch keine Beschränkungen mehr bei der Zahl der Besucher oder Teilnehmer einer Veranstaltung. Wo also nur Geimpfte und Genesene hinein dürfen, kann abstandslos und ohne Maske bis auf den letzten Platz gefeiert, getanzt, können Filme und Theater geschaut oder bei sportlichen Wettkämpfen mitgefiebert werden. Allerdings müssen weiter Kontaktdaten erhoben und Hygienekonzepte eingehalten werden. Eine entsprechende Eindämmungsverordnung des Senats war am Freitag erlassen worden.

Auf Wochenmärkten entfällt zudem die Maskenpflicht für Verkäufer. Für Kunden gilt sie aber wie in Supermärkten weiter. Außerdem können negative Corona-Test-Bescheinigungen vom Arbeitgeber von Ungeimpften nur noch für berufliche Zwecke verwendet werden, also beispielsweise nicht mehr für einen Besuch im Kino. Bei Sportveranstaltungen müssen die Besucherströme an den Ein- und Ausgängen entzerrt werden. Finden die Veranstaltungen in Innenräumen statt, müssen Luftfilteranlagen vorhanden sein.

Angriffe auf Impfzentren vor allem in Bayern und Sachsen

12.30 Uhr: In nahezu allen Bundesländern hat es seit Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus Angriffe auf Impfzentren oder teils schwere Störungen von Impfaktionen gegeben. Wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) unter den Ministerien, Landeskriminalämtern und einer Kassenärztlichen Vereinigung ergab, handelte es sich dabei meist um Sachbeschädigungen, vor allem Schmierereien. Es gab aber auch Drohungen, Beleidigungen, Diebstähle, körperliche Angriffe und in Sachsen eine Brandstiftung. Der Umfrage zufolge gab es bundesweit mindestens 190 polizeilich relevante Fälle, die im Zusammenhang mit Corona-Schutzimpfungen stehen. Die meisten wurden in Bayern und Sachsen registriert.

Hackerangriffe behindern Start von Corona-Pass in den Niederlanden

11.50 Uhr: Der Start des Corona-Passes in den Niederlanden zum Nachweis einer Impfung, Genesung oder eines negativen Tests ist durch Hackerangriffe behindert worden. Dadurch war es am Samstagabend zeitweise nur schwer oder mit Verzögerungen möglich, den erforderlichen QR-Code herunterzuladen. Das teilte das Gesundheitsministerium in Den Haag am Sonntag mit. Die Angriffe, die Serverkapazitäten blockieren, seien aber abgewehrt worden.

Der Corona-Pass muss in den Niederlanden seit Samstag von Menschen ab 13 Jahren vor dem Besuch von Gaststätten, Kultur oder Sport vorgezeigt werden. Er ist umstritten; am Samstag gab es mehrere Demonstrationen gegen die Einführung des Passes.

Ausschreitungen bei Corona-Demo in Mailand - Dritte Impfdosis für Ü80

10.28 Uhr: Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen ist es am Samstag in Mailand zu Ausschreitungen gekommen. Von den mehreren Tausend Protestierenden, die gegen Impfungen und gegen den umfangreich vorgeschriebenen "Grünen Pass" auf die Straße gingen, gerieten mehrere mit Polizisten und Carabinieri aneinander. Die Ordnungskräfte schafften es - durch den Einsatz von Schlagstöcken - die Teilnehmer der nicht offiziell angemeldeten Demo vom Domplatz fernzuhalten, bis sich dort eine Wahlkampfveranstaltung der Partei Fratelli d'Italia mit der Spitzenkandidatin Giorgia Meloni auflöste. Nach Medienberichten wurden einige Demonstranten leicht verletzt.

In anderen Städten wie Rom oder Triest wurde ebenfalls gegen die Maßnahmen der Regierung protestiert. Auch in der Hauptstadt wurden Polizisten attackiert; wie in Mailand wurden Anzeigen ausgestellt. Ministerpräsident Mario Draghi hatte zuletzt den "Grünen Pass" umfangreich ausgeweitet: Ab 15. Oktober muss jeder Beschäftigte im öffentlichen Bereich und der privaten Wirtschaft einen Nachweis vorlegen, dass er geimpft, genesen oder getestet ist; Tests sind nicht mehr kostenlos. Ohne den "Green Pass" darf dann niemand zur Arbeit gehen.

Ende der Corona-Regeln in Norwegen: Viele Partys und Schlägereien

10.25 Uhr: Mit zahlreichen Partys haben die Menschen in Norwegen das Ende der Corona-Regeln gefeiert. Nachtclubs und Kneipen waren voll, vielerorts herrschte ausgelassene Stimmung. In Warteschlangen vor Discos und Bars wurden Lieder gesungen. In der Stadt Trondheim mussten mehrere Menschen versorgt werden, die beim langen Anstehen ohnmächtig wurden. Aus mehreren Städten wurden allerdings auch Schlägereien, Verletzte und Festnahmen gemeldet, wie der öffentlich-rechtliche Sender NRK am Sonntag berichtete.

"Es gab viele Ordnungswidrigkeiten, Gewaltausbrüche und Kämpfe", sagte Rune Hekkelstrand von der Polizei in Oslo. Mehrere Menschen seien wegen Waffenbesitzes festgenommen worden, einige wurden zum Teil schwer verletzt. In der Stadt Tønsberg südlich der Hauptstadt kam es an der Hafenmole zu einer Massenschlägerei, in der südwestlichen Region Agder wurden insgesamt zwölf Menschen wegen Krawallen festgenommen. Norwegen hat am Samstagnachmittag die allermeisten Corona-Maßnahmen aufgehoben.

Berghain kündigt erste Klubnacht nach Corona-Schließung an

9.37 Uhr: Das Berliner Nachtleben bekommt eines seiner international gefeierten Highlights zurück. Das Berghain will seine Türen wieder öffnen. Auf seiner Homepage kündigte der in einem ehemaligen Fernheizwerk residierende Club mit der dazu gehörenden Panorama Bar eine erste "Klubnacht" für den Samstag des kommenden Wochenendes (2. Oktober) an. Auch an den folgenden Samstagen will der Technoclub seinen regelmäßig von langen Schlangen belagerten Eingang aufsperren. Wer rein will, muss allerdings nicht nur an den Bewachern der "härtesten Tür der Welt" vorbei, sondern auch gegen Corona geimpft oder von Covid-19 genesen sein (2G).

Streit über Hygienekonzept: Oliver Pocher von Polizei abgeführt

9.01 Uhr: Oliver Pocher ist bei einem Konzert im schleswig-holsteinischen Hartenholm von der Polizei vom Gelände begleitet worden, weil er gegen das Hygienekonzept des Veranstalters verstoßen haben soll. Der Moderator und Komiker war am Freitagabend bei einem Strandkorb Open Air Konzert von Pietro Lombardi zunächst als Gast dabei, kam dann allerdings selbst auf die Bühne, wie der 43-Jährige in seiner Instagram-Story berichtete. Von dort sei er ins Publikum gegangen, habe aber alle Anwesenden wegen der Corona-Regeln darauf hingewiesen, auf ihren Plätzen zu bleiben.

Bundespolizei: Rund 230.000 Maskenpflicht-Verstöße im Bahnverkehr

8.29 Uhr: Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut "Welt am Sonntag" bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung. In rund 11.300 Fällen wurden demnach zur Einleitung von Bußgeldverfahren die zuständigen Behörden vor Ort informiert. 745 Mal wurden dem Bericht zufolge sogenannte Beförderungsausschlüsse verhängt - die Verweigerer mussten also den Zug verlassen. Im Januar wurden demnach mehr als 42.300 Ermahnungen ausgesprochen, seitdem ging die Zahl zurück und lag im August noch bei knapp 23.000.

Die Einführung der Maskenpflicht in Zügen und anderer Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben laut Betriebsrat der Deutschen Bahn zu vermehrten Übergriffen auf Mitarbeiter des Konzerns geführt. Zugenommen hat Bahn-Konzernbetriebsrat Jens Schwarz zufolge seit dem Beginn der Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung die Zahl der Attacken auf Bahnmitarbeiter - neben Beleidigungen und anderen verbalen Angriffen häufig auch körperliche Angriffe.

Inzwischen gebe es bei vielen Bahn-Mitarbeitern große Verunsicherung, sagte Schwarz der "Welt am Sonntag". "Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass manche Beschäftigte ihre Schicht mittlerweile mit steten Sorgen im Hinterkopf absolvieren." Das betreffe nicht nur das Zugpersonal, sondern auch Mitarbeiter an den Bahnhöfen. Man fordere deshalb den Einsatz zusätzlicher Sicherheitsleute und verbindliche Sicherheitsstandards, die schon bei der Ausschreibung von Regionalverkehrsverbindungen festgelegt werden müssten, so Schwarz.

Meghan und Harry werben bei Konzert für Impfgerechtigkeit

8.14 Uhr: Herzogin Meghan (40) und Prinz Harry (37) haben beim Global-Citizen-Konzert im New Yorker Central Park für Impfgerechtigkeit geworben. Die gegenwärtige Situation der Bevorzugung wohlhabender Länder bei Corona-Vakzinen sei eine "Menschenrechtskrise", sagte Harry am Samstag vor Zehntausenden Zuschauern. "Meine Frau und ich glauben, dass die Art und Weise, wie man geboren wurde, nicht darüber entscheiden darf, dass man überlebt". Harry kritisierte dabei vor allem die geltenden Patentrechte, die Produzenten in ärmeren Ländern davon abhalten, erfolgreiche Impfstoffe selbst herzustellen.

"Und wenn wir dies zurecht als humanitäre Krise betrachten, sollte die Kontrolle über einen Impfstoff, der Leben retten kann, nicht nur in den Händen der wenigen Glücklichen liegen", fügte Meghan bei dem herzlichen Empfang vor der Menge in New York hinzu. Während in den reichsten Ländern der Welt Vakzine gegen Corona mittlerweile reichlich vorhanden sind, sind in Afrika bislang erst etwa drei Prozent der Menschen geimpft.

Seehofer warnt vor Radikalisierung der "Querdenker"-Szene

7.44 Uhr: Nach der Tötung eines Tankstellenmitarbeiters in Idar-Oberstein wegen eines Streits um die Maskenpflicht hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) vor einer Radikalisierung der "Querdenker-" Szene gewarnt. "Die politisch motivierte Gewalt in Deutschland durch Querdenker ist gefährlich für unser Land", sagte Seehofer der "Bild am Sonntag".

"Die Gruppe der Querdenker wird zwar immer kleiner, aber leider auch immer radikaler und brutaler", fügte der CSU-Politiker hinzu. "Sie können unser Land zersetzen, wenn der Rechtsstaat sie nicht mit allen Mitteln bekämpft." Seehofer forderte harte Strafen für Täter und auch für deren Unterstützer: "Die Täter und diejenigen, die Verbrechen wie in Idar-Oberstein unterstützen, müssen hart bestraft werden", sagte er.

Corona-News von Samstag, 25. September: Innenministerien der Bundesländer besorgt über radikale Corona-Gegner

  • Die Sicherheitsbehörden mehrerer Bundesländer haben sich besorgt gezeigt über das Gefahrenpotenzial, das von sogenannten Corona-Leugnern und der "Querdenker"-Szene ausgeht. Das hat eine Anfrage unserer Redaktion an alle 16 Innenministerien ergeben.
  • Entwicklungsminister Gerd Müller hat vor einer zunehmenden Benachteiligung armer Länder bei Corona-Impfstoffen gewarnt. "Reiche Länder haben zusätzliche Impfstoffe vom Weltmarkt weggekauft, um Drittimpfungen zu ermöglichen, während über 90 Prozent der Afrikaner noch nicht einmal die erste Impfung hatten", sagte der CSU-Politiker unserer Redaktion.
  • Der Berliner Club Berghain will seine Türen wieder öffnen. Auf seiner Homepage kündigte der in einem ehemaligen Fernheizwerk residierende Club mit der dazu gehörenden Panorama Bar eine erste "Klubnacht" für den Samstag des kommenden Wochenendes (2. Oktober) an.
  • Studentinnen und Studenten und Personal der Leibniz-Universität Hannover können einem Medienbericht zufolge künftig bunte Armbänder als Impf- und Genesenen-Nachweise nutzen. Dies sei freiwillig, Ziel sei, die Einlasskontrollen zu beschleunigen, teilte die Universität einem Bericht der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" zufolge mit.
  • In nahezu allen Bundesländern hat es seit Beginn der Impfkampagne gegen das Coronavirus Angriffe auf Impfzentren oder teils schwere Störungen von Impfaktionen gegeben.
  • Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden. Das bestätigte das Bundesverkehrsministerium am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.
  • Rund 230.000 Verstöße gegen die Maskenpflicht in Zügen hat die Bundespolizei dieses Jahr laut „Welt am Sonntag“ bisher erfasst. In den allermeisten Fällen hätten es die Beamten bei einer Belehrung belassen können, berichtete die Zeitung.
  • Der frühere Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier, hat sich dagegen ausgesprochen, an einem bestimmten Stichtag sämtliche Corona-Schutzmaßnahmen zu beenden.

Corona-News von Freitag, 24. September: Wegen Corona-Maskenpflicht: Mann greift Busfahrer an

  • Ein Busfahrer ist am Freitagmorgen in Königs Wusterhausen in Brandenburg von einem Mann angegriffen worden, den er zuvor zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aufgefordert hatte. Als der 30-Jährige das ablehnte, habe der Busfahrer ihn des Busses verwiesen, teilte die Polizeidirektion Süd mit. Der Fahrgast verweigerte auch das und schlug dem 41-jährigen Fahrer ins Gesicht. Polizeibeamte konnten den Angreifer vor Ort in Gewahrsam nehmen.
  • Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen. Biden appellierte am Freitag bei einer Ansprache im Weißen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Es sei eine Tragödie, dass noch immer Menschen sterben müssten, weil sie ungeimpft seien. "Bitte lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden", mahnte der Präsident.
  • Flutgeschädigte Unternehmen bekommen leichteren Zugang zur Überbrückungshilfe, dem zentralen Kriseninstrument der Regierung in der Corona-Pandemie. Das gilt für Firmen, die im Juni noch unter coronabedingten Umsatzeinbrüchen gelitten hatten und dann auch von der Hochwasserkatastrophe im Juli getroffen worden sind, wie das Wirtschaftsministerium in Berlin mitteilte.
  • Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.
  • Nur weil Fitnessstudios während der Corona-Pandemie länger geschlossen bleiben mussten, dürfen Laufzeitverträge nicht einfach um diese Zeit verlängert werden. Das Landgericht Würzburg hat nun einem Betreiber untersagt, anderslautende Informationen unter den Mitgliedern zu streuen.
  • Der derzeitige Rückgang der Corona-Infektionszahlen ist nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Ein Grund sei der Rückgang des Sommerreiseverkehrs, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin. Auch eine Abnahme der zum Schulanfang festgestellten Infektionen sei zu verzeichnen. Zudem trügen die erreichte Impfquote sowie die vielerorts eingeführten 2G- beziehungsweise 3G-Regelungen wahrscheinlich zu einer Abnahme der Infektionen bei.
  • Frankreich wird ab Sonntag mit Ausnahme einiger Überseegebiete von der Bundesregierung nicht mehr als Corona-Hochrisikogebiet geführt. Als letzte französische Region in Europa wird dann das bei Touristen beliebte Gebiet Provence-Alpes-Côte d'Azur von der Risikoliste gestrichen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Freitag mitteilte. Damit entfallen alle Quarantäneregeln für Einreisende aus dieser Region.
  • Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat auf Twitter eine Auswertung von Daten zu Corona-Impfungen kommentiert. Der Datensatz aus den USA bezieht sich auf fünf Millionen Geimpfte. "Nach diesen Daten schützt Moderna nicht besser als Biontech", schreibt der SPD-Politiker. Nach sechs Monaten liege der Schutz vor einer Krankenhauseinweisung nur noch bei 62 Prozent. Das Risiko steige mit dem Alter. Der Mediziner leitet daraus ab, dass die Daten stark für eine dritte Impfung ab 65 Jahren sprechen.
  • Amnesty International wirft reichen Ländern und Pharmafirmen im Zusammenhang mit der Impfstoffbeschaffung Menschenrechtsverletzungen vor. Dass reiche Länder Corona-Impfstoffe auf Lager hielten, während Millionen Menschen in ärmeren Ländern dringend auf eine Impfchance warteten, sei inakzeptabel, sagte Generalsekretärin Agnes Callamard am Freitag bei einem Briefing der Journalistenvereinigung ACANU in Genf.
  • In Deutschland sind nun rund 53 Millionen Bürger vollständig gegen Corona geimpft. Das entspricht nach Daten des Bundesgesundheitsministeriums von Freitag 63,7 Prozent aller Einwohner. Zumindest eine erste Impfung bekommen haben inzwischen 56,2 Millionen Menschen oder 67,6 Prozent der Gesamtbevölkerung.
  • Corona-Quarantäne mit anderen Spitzenkandidaten? Wenn es dazu gekommen wäre, hätte Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet seine Kontrahenten Christian Lindner (FDP) und Annalena Baerbock (Grüne) als Begleiter ausgewählt. Das sagte der CDU-Chef am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin".
  • Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt erstmals ein Medikament als Vorbeugung gegen eine schwere Covid-19-Erkrankung bei infizierten Risikopatienten. Sie verweist auf Studien, wonach die Antikörper-Kombination aus Casirivimab und Imdevimab von der US-Firma Regeneron und dem Schweizer Unternehmen Roche deren Überlebenschancen verbessern kann. Die WHO veröffentlichte ihre neue Empfehlung am Freitag im "British Medical Journal".
  • Die meisten Deutschen sind gegen ein rasches Ende aller Corona-Auflagen. Bei einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wandten sich 61 Prozent der Befragten gegen eine sofortige Aufhebung aller Beschränkungen. 33 Prozent wären hingegen dafür.
  • Trotz fortschreitender Impfkampagne planen die Menschen in Deutschland weniger Geschäftsreisen als vor der Pandemie. Das zeigt eine YouGov-Umfrage im Auftrag der NUMA Group, einem Technologie-Anbieter im Bereich der Kurzzeitvermietung, die dem "RedaktionsNetzwerk Deutschland" vorliegt.Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, während der Pandemie auf Geschäftsreise gewesen zu sein. Gerade einmal fünf Prozent gaben an, nach der Pandemie wieder erheblich öfter verreisen zu wollen. Dagegen wollen 55 Prozent der Umfrageteilnehmer ihr geschäftliches Reiseverhalten auch nach der Pandemie nicht ändern.
  • Wahlhelfer bei der Bundestagswahl am Sonntag sind nach Worten von Bundeswahlleiter Georg Thiel nicht grundsätzlich verpflichtet, vor ihrer Tätigkeit im Wahllokal einen negativen Corona-Test vorzulegen oder eine Impfung oder Genesung nachzuweisen. Die Helfer müssten die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten und in den allermeisten Bundeslä