Europa

Verreisen trotz Corona-Pandemie: Das müssen Reisende wissen

Trotz Corona - 2021 wieder ganz normal in den Urlaub fliegen?

Diese Sachen sollten beachtet werden wenn man eine Reise für 2021 bucht.

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Trotz Corona in den Urlaub? Für einige Länder hat das Auswärtige Amt Reisewarnungen ausgesprochen. Das muss man als Reisender wissen.

  • Die Urlaubssaison 2020 läuft in der Pandemie deutlich anders ab als sonst
  • Wer in Europa oder anderswo im Ausland seinen Urlaub verbringen will, muss sich über Regeln und Infektionsgeschehen informieren
  • Je nach Land und Region gelten unterschiedliche Vorschriften
  • Unser Überblick zeigt verschiedenen Regeln in beliebten Urlaubsländern wie Italien, Griechenland und Kroatien
  • Reisewarnungen für viele Länder wurden aufgehoben, zum Beispiel für Teile der Türkei

Berlin. Die Haupturlaubszeit ist gestartet. Noch vor wenigen Monaten war mit größter Unsicherheit behaftet, ob Reisen im Sommer 2020 überhaupt möglich sein würden. Nun ist klar: Mit den Lockerungen wächst auch die Möglichkeit, im Ausland zu urlauben.

Zwar gilt die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes generell noch bis zum 31. August, für die EU-Staaten, Schengen-assoziierte Staaten und andere Länder – etwa Großbritannien – hatte die Bundesregierung die verhängten Reisewarnungen aber bereits zurückgenommen und durch individuelle Hinweise ersetzt.

Allerdings: Wo das Infektionsgeschehen wieder steigt, drohen neue Einschränkungen. Wir geben einen Überblick, was aktuell möglich ist – und wo Urlauber lieber Vorsicht walten lassen sollten. Lesen Sie dazu auch: Auswärtiges Amt warnt – Diese Länder sind Corona-Risikogebiete.

Reisen ins Ausland – was Urlauber jetzt wissen müssen

Im Corona-Jahr 2020 sind spontane Reisen schwieriger als ohnehin während der Sommerzeit. Wer eine Auslandsreise machen will, sollte daher frühzeitig planen, sich vor Reiseantritt über die Situation im jeweiligen Land informieren und sich auch während des Auslandsaufenthalts über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Eine gute Quelle für Informationen rund um die Reise ist das Auswärtige Amt (AA). Um deutsche Touristen entsprechend zu informieren, gibt das AA unter dem Stichwort „Sicher Reisen“ tagesaktuelle Hinweise zu den jeweiligen Reiseländern auf seiner Internetseite. Die Hinweise richten sich nach dem Infektionsgeschehen vor Ort.

Das Auswärtige Amt verweist zudem auf den Twitter-Account des Krisenreaktionszentrums des AA und auf seine Reise-App. Die App bietet unter anderem Checklisten für die Reisevorbereitung, die Adressen der Vertretungen des Reiselandes in Deutschland, Infos für Notfälle vor Ort, die Adressen der deutschen Vertretungen im Reiseland sowie Reise- und Sicherheitshinweise per Push-Nachricht.

Wichtige Hinweise kann auch der jeweilige Reiseanbieter liefern. Zudem lohnt es sich immer, aktuelle Nachrichten zu verfolgen. Hier finden Sie unsere aktuellen Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker.

Urlaub auf Mallorca – Auszeit in Spanien mit Einschränkungen möglich

Bei Spanien-Freunden und -Freundinnen herrschte lange Ungewissheit. Das Land war von COVID-19 stark betroffen. Nachdem die Zahlen zwischenzeitlich sanken, gibt es nun wieder neue regionale Infektionsherde – vor allem in Aragón, Katalonien und Navarra.

Das Robert-Koch-Institut hat diese Gebiete deshalb zu Risikogebieten erklärt. Daraus resultiert eine Quarantäneverpflichtung für Reiserückkehrende aus den Regionen, die man nur durch einen negativen COVID-19-Test vermeiden kann. Das Auswärtige Amt warnt ausdrücklich vor Reisen nach Aragón, Katalonien und Navarra.

Lesen Sie hier: Barcelona betroffen – Reisewarnung für Teile Spaniens

In den übrigen Regionen Spaniens – auch auf Mallorca und den Balearen – liegt die Zahl der Neuinfektionen unterhalb von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnende auf sieben Tage. Daher gilt dort keine Reisewarnung.

Doch auch dort steigen die Infektionszahlen wieder. Zuletzt sorgte eine Skandal-Party auf Mallorca für Entsetzen. Die Behörden haben deshalb wieder eine strenge Maskenpflicht eingeführt. Lesen Sie hier, wo und für wen die neue Regel gilt. Zudem wurden die Lokale und Geschäfte in Touristenzentren – unter anderem am Ballermann – vorerst bis zum 15. September geschlossen. Bis auf weiteres bleiben dort die Zapfhähne trocken.

Urlauber und Urlauberinnen aus Deutschland durften bereits am 15. Juni zu Testzwecken nach Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen und den Ernstfall für den Sommerurlaub in Corona-Zeiten üben. Wie die ersten deutschen Reisenden empfangen wurden, lesen Sie hier: Erste Deutsche auf Mallorca gelandet – und mit Applaus begrüßt. Unser Reporter wagte zudem den Selbstversuch: Test-Tourist im Urlaub – So war es im ersten Mallorca-Flieger

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Für die autonomen Gemeinschaften Aragón, Katalonien und Navarra gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts
  • In allen Regionen kann es Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen bei der Einreise geben. Personen mit einer Temperatur von über 37.5 °C oder anderen Auffälligkeiten können einer eingehenderen Untersuchung unterzogen werden.
  • Touristen und Touristinnen müssen vor der Anreise auf einem Fragebogen Angaben unter anderem zur Gesundheit sowie zu persönlichen Kontaktdaten machen. Danach erhalten sie einen QR-Code, der bei der Einreise vorgezeigt werden muss
  • Landesweit gilt eine Maskenpflicht: An allen öffentlichen Orten innerhalb und außerhalb geschlossener Räume und in öffentlichen Verkehrsmitteln muss man eine Schutzmaske tragen. Bei Verstoß können Geldstrafen von etwa 100 Euro verhängt werden, Ausnahmen gelten nur am Strand, am Pool, beim Sport und beim Essen und Trinken, etwa in Bars und Restaurants
  • Je nach Infektionslage können lokale Behörden jederzeit Mobilitätsbeschränkungen und Sperrstunden einführen. Einschränkungen gibt es unter anderem in den Regionen Katalonien – zu der auch Barcelona gehört –, Aragón und Madrid sowie auf den Balearen

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Nachdem Dänemark als eines der ersten Länder Europas am 14. März ihre Grenzen für Ausländer und Ausländerinnen ohne konkreten Einreisegrund dichtgemacht hatte, können viele Reisende aus Europa mittlerweile wieder einreisen. Sie müssen allerdings aus einem epidemiologisch sicheren Land kommen, einen wichtigen Grund haben oder mindestens sechs Übernachtungen in Dänemark gebucht haben.

Wichtige Gründe gelten etwa für Deutsche, die ein dänisches Sommerhaus besitzen oder ihre Partner und Partnerinnen im Land besuchen wollen. Einwohnende Schleswig-Holsteins dürfen seit dem 15. Juni auch ohne wichtigen Grund einreisen, solange Dänemark die Region als „offen“ klassifiziert hat. In Dänemark ist die Infektionslage derweil sehr positiv, die Zahl der Neuinfektionen gering. Regionaler Schwerpunkt war bisher die Hauptstadt Kopenhagen. Restaurants, Cafés und Geschäfte sind seit Mai wieder offen, eine Maskenpflicht besteht an Flughäfen. Seit dem 1. August gibt es zudem die Empfehlung, in öffentlichen Verkehrsmitteln Maske zu tragen.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Wer aus Deutschland einreisen möchte, muss nachweisen, dass er mindestens sechs Übernachtungen in einem Hotel, einem Ferienhaus oder auf einem Campingplatz gebucht hat oder einen wichtigen Grund für die Einreise hat. Einwohnende Schleswig-Holsteins sind von dieser Regelung ausgenommen
  • Es kommt zu verstärkten Einreisekontrollen sowie Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen; bei Krankheitssymptomen wird die Einreise verwehrt
  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit mehr als 100 Personen sind untersagt
  • In Dänemark gibt es keine generelle Maskenpflicht, aber eine Abstandsregelung von mindestens einem Meter
  • Restaurants, Café, Geschäfte, kulturelle Einrichtungen und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind wieder geöffnet
  • Diskotheken und Nachtclubs sollen ab dem 1. September wieder öffnen dürfen
  • Durchreisen durch Dänemark für den Urlaub in Schweden oder Sylt aber auch für die Heimreise sind erlaubt. Die Durchreise muss aber auf direktem Weg ohne Verzögerung erfolgen

Griechenland: Welche Regeln gelten hier?

Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland
Das sind die schönsten Reiseziele in Griechenland

Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie den meisten EU-Staaten können frei in Griechenland einreisen – ohne Quarantänepflicht. Alle müssen sich aber spätestens 24 Stunden vor der Abreise nach Griechenland elektronisch anmelden und bekommen einen QR-Code, den sie bei der Einreise vorweisen müssen. Ein Algorithmus errechnet dann, ob und welche Reisende nach ihrer Ankunft einen Corona-Test machen müssen. Bei Nichteinhaltung dieser Bestimmung könnte eine Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verhängt werden. Mehr dazu hier: Griechenland: Touristen positiv getestet – Land reagiert

Wer positiv getestet wird, muss 14 Tage in eigens eingerichtete Isolier-Unterkünfte in Hotels gehen. Die Kosten übernimmt Griechenland. Maskenpflicht gilt in allen öffentlichen und geschlossenen Räumen, aber auch bei kulturellen Veranstaltungen im Freien. In einigen Regionen gilt bis zum 23. August eine Sperrstunde für Bars und Restaurants. Außerdem müssen Einreisende aus Belgien, den Niederlanden, Schweden oder Tschechien einen negativen Coronatest vorlegen. Lesen Sie auch: Urlaub in Griechenland: Welche Regeln für Touristen gelten.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Für alle Einreisenden gilt eine Online-Anmeldepflicht, bei dem spätestens 24 Stunden vor Einreise ein Formular ausgefüllt werden muss. Die Touristen erhalten dann einen QR-Code, der bei Einreise vorgezeigt werden muss. Manche Flug- und auch Fährgesellschaften verlangen den QR-Code bereits beim Check-In
  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, etwa eine Maskenpflicht, Kapazitätsbegrenzungen in öffentlichen Verkehrsmitteln, Taxis und Fähren
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Bars und Diskotheken sind geöffnet und Open-Air-Veranstaltungen ebenfalls erlaubt – allerdings nur unter Auflagen. So gelten für Restaurants Abstandsregeln zwischen den Tischen sowie eine Beschränkung der Personenzahl pro Tisch. Buffets sind verboten.
  • Alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin, Mykonos und anderen bekannten Urlaubsregionen müssen täglich spätestens um Mitternacht schließen. Die Regelung gilt bis 23. August
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten haben wieder geöffnet
  • Indoor-Pools dürfen nicht betrieben werden

Wie ist die Situation in Italien?

Reisende aus der EU oder aus dem Schengenraum dürfen ohne Beschränkungen nach Italien einreisen, obwohl der Notstand noch bis zum 15. Oktober gilt. Die meisten müssen – anders als Besucher und Besucherinnen aus Nicht-EU-Ländern – auch nicht in Quarantäne. Lediglich für Einreisende aus Rumänien und Bulgarien gilt wieder eine Quarantänepflicht. Für 16 Länder außerhalb der EU hat Italien sogar Einreiseverbote erlassen, darunter Bosnien und Herzegowina und Serbien. Innerhalb des Landes darf man sich ungehindert fortbewegen.

Die Infektionszahlen waren zuletzt leicht angestiegen, was neue Unruhe ausgelöst hatte. Allerdings beschränkt sich das auf lokale, kleinere Brandherde. In Geschäften, in Zügen oder in anderen geschlossenen Räumen gilt Maskenpflicht. Diese wurde kürzlich zunächst bis zum 7. September verlängert. An Stränden müssen Distanzregeln eingehalten werden – was teils aber nicht richtig gelingt.

Deutschlands bekanntester Virologe, Christian Drosten, hatte im Mai die bedenklich hohe Zahl von Sterbefällen in dem Mittelmeerland thematisiert. Die mit Abstand allermeisten Fälle hatte die Lombardei.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist bereits seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • Einreisende aus Drittstaaten müssen ihre Temperatur beim Einstieg in ein Transportmittel messen lassen und eine Einreiseerklärung abgeben
  • Es dürfen nur eine begrenzte Anzahl von Menschen aus unterschiedlichen Haushalten im selben Auto fahren. Nähere Infos dazu gibt es beim ADAC
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels, Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet
  • In vielen Geschäften ist das Tragen von Mundschutz und Einweghandschuhen vorgeschrieben
  • Es gilt ein Mindestabstand von ein bis zwei Metern
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden. Größere Ansammlungen von Menschen sind allerdings verboten
  • Die italienische Tracing-App „Immuni“ soll die Verbreitung der Infektion eindämmen. Sie kann in allen gängigen App-Stores heruntergeladen werden.

Portugal: Kann der Urlaub klappen?

Portugal galt lange als einer der Musterbeispiele innerhalb der EU. Doch ausgerechnet zum Start der Urlaubssaison machte das Land mit steigenden Infektionszahlen Negativschlagzeilen. In dem besonders betroffenen Raum um Lissabon wurden einige Lockerungen deshalb zurückbehalten. Restaurants, Cafés, Supermärkte und Diskotheken müssen beispielsweise früher schließen als im Rest des Landes. Lesen Sie hier: Corona: Aus Portugal kommen immer mehr Hiobsbotschaften

Des Weiteren gelten unterschiedliche Regeln für das portugiesische Festland, Madeira und die Azoren. Auf Madeira gilt seit dem 1. August eine Maskenpflicht im Freien.

Diese Regeln gelten aktuell in Portugal:

  • Für Reisende aus Deutschland, die über den Luftweg einreisen, gelten momentan keine Beschränkungen für die Einreise auf dem portugiesischen Festland. Wer hingegen nach Madeira oder auf die Azoren reisen will, muss ein Online-Formular ausfüllen und teilweise einen Covid-19-Test durchführen beziehungsweise ein negatives Ergebnis vorlegen
  • Einreisende müssen persönliche Angaben zum Zielort und zum Reisegrund machen und ihre Temperatur messen lassen
  • Portugiesische Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe weiterhin gesperrt
  • Das öffentliche Leben in Portugal wurde in nahezu allen Bereichen wieder aufgenommen, allerdings unter Auflagen
  • In Geschäften und im ÖPNV gilt Maskenpflicht und ein Mindestabstand von mindestens zwei Metern. Bei Verstößen können Geldstrafen verhängt werden – gegen Gruppen können diese bis zu 5000 Euro hoch sein
  • Hotel- und Campingbetriebe müssen mit Einschränkungen rechnen
  • Restaurants sind geöffnet, Bars und Diskotheken bis 1 Uhr
  • Spontane Versammlungen sind in ganz Portugal auf 20 Personen begrenzt
  • Öffentliche Verkehrsmittel fahren zwar, die Nutzung zu Stoßzeiten soll aber vermieden werden
  • Der Strandbetrieb läuft unter Auflagen, ein Ampel-System und eine Onlineplattform sollen bei der Einhaltung der Hygiene-Regeln helfen
  • Für den Großraum Lissabon gelten strengere Maßnahmen
Fünf Städtetrips in Portugal
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Ist ein Urlaub in Frankreich möglich?

Reisende aus Deutschland können ohne Probleme nach Frankreich einreisen. Eine Quarantäne oder spezielle Unterlagen sind nicht notwendig. Zur Übersicht hat Frankreich für sein Staatsgebiet ein Warnstufensystem eingerichtet.

In öffentlichen Verkehrsmitteln und Einrichtungen gilt Maskenpflicht. In Paris haben Museen und Sehenswürdigkeiten wieder geöffnet – Tickets müssen in der Regel vorher online gebucht werden. Die Strände im Land sind wieder geöffnet. Viele Restaurants etwa in Paris haben ihre Terrassen vergrößert, damit die Menschen genug Abstand halten können.

Seit dem 15. Juli empfangen Mickey Mouse und Co. sogar wieder Besucher und Besucherinnen im Disneyland Paris. Tickets müssen jedoch vorerst im Internet gebucht werden, die Zahl der Besucher und Besucherinnen ist beschränkt. Außerdem werden aufgrund der vorgeschriebenen Abstandsregel von mindestens einem Meter nicht alle Attraktionen zur Verfügung stehen. Unser Reporter hat dem erfolgreichsten Freizeitpark Europas mit Maske und Mindestabstand einen Besuch abgestattet.

Von touristischen Reisen in die französischen Überseegebiete Französisch-Guyana, Mayotte, Neu-Kaledonien sowie Wallis und Futuna wird laut dem Auswärtigen Amt dringend abgeraten.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • In Frankreich regelt eine Corona-Ampel, welche regionalen Beschränkungen Bestand haben
  • Generell gilt eine Maskenpflicht in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen, in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahn- und Flughäfen und Bushaltestellen. In manchen Regionen kann die Maskenpflicht auch auf belebte Orte im Freien erweitert werden
  • Parks und Strände sind landesweit grundsätzlich wieder zugänglich, es gelten Abstandsregeln
  • Museen sind ebenfalls zum Teil wieder geöffnet, gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden
  • Da, wo die französische Corona-Ampel auf „grün“ steht, dürfen Gastronomie und Campingplätze – unter Auflagen – öffnen
  • Ungeordnete Versammlungen von mehr als zehn Personen sind in der Öffentlichkeit untersagt
  • Großveranstaltungen mit über 5000 Teilnehmenden bleiben bis September verboten
  • Für die Überseegebiete gelten gesonderte Regeln

Urlaub in Kroatien: Was ist zu beachten?

Kroatien erlaubt deutschen Bundesbürgern und -bürgerinnen – wie allen anderen Staatsangehörigen von EU-Mitgliedsstaaten auch – die Einreise ohne Angabe von Gründen und ohne Einschränkungen.

Allerdings: Galt das Infektionsaufkommen in Kroatien über Wochen als niedrig und die Pandemie sogar als eingedämmt, nehmen die Fallzahlen aktuell rasant zu. Am stärksten betroffen sind die Hauptstadt Zagreb, Slawonien und die Gespanschaft Split-Dalmatien. An den Stränden gelten Abstandsregeln, eine Überbelegung soll verhindert werden. In Geschäften und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt seit dem 13. Juli wieder Maskenpflicht. Lesen Sie dazu: Südafrika, Israel, Kroatien: Die neuen Hotspots der Pandemie

Bei der Einreise nach Kroatien werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Wer längere Wartezeiten vermeiden möchte, kann vor der Einreise ein Formblatt auf der Webseite „entercroatia.mup.hr“ ausfüllen. Nach der Registrierung wird ein Text mit einer Benutzer-ID-Nummer angezeigt. Diese Nummer sollte man sich notieren und den Text vorsichtshalber ausdrucken, damit man ihn bei der Einreise vorzeigen kann.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Das müssen deutsche Urlauber wissen

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Fernverkehr und Inlandsflüge sind eingeschränkt wieder möglich
  • Die touristische Infrastruktur steht noch nicht in gewohntem Umfang zur Verfügung
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Soziale Kontakte sind „auf ein Mindestmaß zu reduzieren“
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Krankenhäusern gilt die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Das kroatische Gesundheitsministerium empfiehlt zudem das Tragen einer Maske im gesamten öffentlichen Raum
  • Sollte das Infektionsgeschehen auf den kroatischen Inseln ansteigen, müssen Reisende damit rechnen, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden und ein Verlassen beziehungsweise Betreten der Inseln nicht mehr möglich ist

Ist ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich?

Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die Türkei am 4. August teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt teilte am Dienstag in seinen Reisehinweisen im Internet mit, dass die formelle Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Muğla entfällt.

Bei allen vier Provinzen handelt es sich um Urlaubsregionen an der Westküste. Bisher zählte die Türkei zu den etwa 160 Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums, für die die Reisewarnung eigentlich bis zum 31. August galt. Mit dem jetzigen Schritt macht die Bundesregierung erstmals eine Ausnahme.

Das Auswärtige Amt betonte, dass sie die Reisewarnung „unter der Voraussetzung der strikten Einhaltung des von der türkischen Regierung verfügten umfassenden Tourismus- und Hygienekonzepts“ aufgehoben habe. „Dieses beinhaltet unter anderem eine verpflichtende PCR-Testung für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor Rückreise nach Deutschland.“

Die Kosten von umgerechnet 15 Euro in einem zertifizierten Labor beziehungsweise 30 Euro am Flughafen müssten die Reisenden selbst tragen. Positiv Getestete müssen sich in der Türkei in Quarantäne beziehungsweise in ärztliche Behandlung begeben.

Die Türkei hatte viele Wochen auf diesen Schritt gedrungen. Die deutschen Urlauber gehören zu den größten Touristengruppen in der Türkei.

Lesen Sie hier: Urlaub in der Türkei: Muss man in Quarantäne?

Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei
Das sind die schönsten Reiseziele in der Türkei

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Die allgemeine Reisewarnung für die Türkei ist teilweise aufgehoben. Die Warnung vor touristischen Reisen in die Provinzen Antalya, Izmir, Aydin und Muğla entfällt
  • Vor der Einreise werden unter anderem Temperaturmessungen durchgeführt und gegebenenfalls auch zusätzliche Gesundheitsuntersuchungen vorgenommen. Bei positivem Testergebnis wird eine medizinische Behandlung angeordnet, auch Quarantänemaßnahmen sind möglich
  • Die Einhaltung des türkischen Tourismus- und Hygienekonzeptes ist Pflicht
  • Dazu gehört ein PCR-Test für alle Reisenden in der Türkei innerhalb von 48 Stunden vor der Rückreise nach Deutschland
  • Auf Marktplätzen, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen von Schutzmasken Pflicht; in vielen Städten gilt diese Regel sogar überall im öffentlichen Raum
  • Es gilt ein Mindestabstand von drei Schritten, Zuwiderhandlungen werden geahndet.

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Alle Deutschen haben wieder freie Fahrt nach und durch Österreich. Die Behörden haben allerdings stichprobenartige Kontrollen im Grenzgebiet angekündigt. Mit einigen Ausnahmen – etwa für Reisende aus Bulgarien, Rumänien, Portugal und Teile Spaniens – ist die Einreise für die meisten EU-Länder und EU assoziierten Länder möglich.

Wegen der zuletzt deutlich gestiegenen Zahl an Corona-Neuinfektionen gilt in Österreich wieder eine verschärfte Maskenpflicht. In Supermärkten und anderen Lebensmittelgeschäften muss nun wieder eine Maske getragen werden. Gleiches gilt an Tankstellen, in Bank- und Postfilialen sowie beim Besuch von Krankenhäusern, Pflegeheimen und Arztpraxen.

Ansonsten gibt es kaum mehr coronabedingte Beschränkungen. Auf einen Mindestabstand von einem Meter nicht zuletzt beim Baden und Wandern muss aber geachtet werden. Insgesamt ist die Corona-Lage unter Kontrolle, zuletzt stiegen die Zahlen allerdings wieder etwas an.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Einreise aus Deutschland ist generell ohne Einschränkung möglich
  • In Grenznähe werden stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, auch wenn die Grenzkontrollen an der Grenze zu Deutschland aufgehoben wurden
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Mundschutzpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Supermärkten, Bank- und Post-Filialen, in Apotheken und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ohne feste Sitzplatzzuweisung
  • In Oberösterreich gilt aufgrund regional steigender Zahlen erneut eine Mundschutzpflicht beim Betreten öffentlicher Orte in geschlossenen Räumen, dazu zählen insbesondere Einkaufszentren, Markthallen und Gaststätten

Niederlande – Reisen mit Einschränkungen möglich

Einer Reise in die Niederlande steht für deutsche Touristen und Touristinnen generell nichts im Wege. „Touristen aus Ländern mit vergleichbaren niedrigen Gesundheitsrisiken wie in unserem Land sind in diesem Sommer willkommen in den Niederlanden“, schreibt die Regierung. Und das gilt sicher für die deutschen Nachbarn und Nachbarinnen. Urlaubsunterkünfte müssen aber unbedingt vorab reserviert werden, mahnen die Behörden. Das gilt auch für Restaurants, Museen und viele andere Sehenswürdigkeiten.

Im öffentlichen Leben sollte zudem nach wie vor ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. In öffentlichen Verkehrsmitteln und am Flughafen in Amsterdam Schiphol gilt eine Maskenpflicht. Touristen und Touristinnen sollten Bus, Bahn oder Metro möglichst nicht zu den Stoßzeiten nutzen.

Regionale Schwerpunkte in den Niederlanden waren bisher in Noord-Brabant, Zuid-Holland und Noord-Holland. Seit dem 5. August gilt in Amsterdam und Rotterdam zudem auch teilweise eine Maskenpflicht im Freien.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Wie er 2020 möglich ist

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden keine Grenzkontrollen statt
  • Flugreisende aus allen Ländern müssen ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen
  • Laut Informationen der niederländischen Polizei dürfen zusammen in einem Auto nur maximal zwei Personen, die aus unterschiedlichen Haushalten stammen, sitzen, sofern sie dabei den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten
  • Museen sind geöffnet, die Besucherzahl wird aber über vorherige Online-Buchungspflicht reguliert
  • Strände sind geöffnet, es besteht jedoch die Möglichkeit von regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten
  • Mögliche Einschränkungen bei Unterkünften sollten direkt dort erfragt werden
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Für alle Personen ab 13 Jahren besteht Maskenpflicht im ÖPNV und auf Fähren auf Flügen der KLM und am Flughafen Schiphol
  • An besonders belebten Orten gilt in Amsterdam und Rotterdam seit dem 5. August eine Maskenpflicht im Freien

Belgien – Das müssen Reisende beachten

Insgesamt war Belgien im europäischen Vergleich eher stark von der Corona-Pandemie betroffen. Aufgrund hoher Infektionszahlen hat das Auswärtige Amt aktuell eine Reisewarnung für die Region Antwerpen ausgesprochen. Rückkehrende aus dieser Region müssen in Deutschland unter Quarantäne oder sich einem Corona-Test unterziehen.

Der Rest des Königreichs steht Touristen und Touristinnen aus Deutschland wieder offen. Für Reisende aus besonders schwer betroffenen Regionen hat Belgien mittlerweile Quarantäneregeln und Test-Pflichten eingeführt. Dazu zählen derzeit etwa einige Gegenden in Bulgarien und Spanien.

Quarantäneregeln gelten für deutsche Reisende nicht – im Alltag gibt es aber grundlegende Hygienebestimmungen wie das Abstandsgebot. Im öffentlichen Nahverkehr, in öffentlichen, geschlossen Räumen und auf Märkten und Einkaufsstraßen muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Restaurants, Cafés, Hotels und auch Museen sind mittlerweile wieder geöffnet.

An den Nordseeküsten gelten zum Teil zusätzliche Regeln: Für Strandbesuche an bestimmten Abschnitten wie in dem beliebten Oostende müssen Reisende und Einheimische sich anmelden.

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Einreisen aus dem europäischen Ausland, aus Schengen-assoziierten Staaten, aus Großbritannien und Nordirland sind mittlerweile erlaubt
  • Die Quarantäne-Pflicht und Grenzkontrollen wurden aufgehoben, es sei denn, die Reisenden kommen aus Regionen, die Belgien als Risikogebiete deklariert hat
  • Am Brüsseler Flughafen werden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt, bei Körpertemperatur über 38°C wird die Einreise verweigert
  • Geschäfte, Hotels, Restaurant sind unter Beachtung von Hygieneregeln geöffnet, Bars und Diskotheken bleiben geschlossen
  • Die maximale Gruppengröße für private Treffen oder Restaurantbesuche ist auf zehn Personen beschränkt, Kinder unter zwölf Jahren sind davon ausgenommen
  • Im öffentlichen Raum sind Versammlungen mit 100 (in geschlossene Räumen) beziehungsweise 200 Personen (im Freien) erlaubt
  • Großveranstaltungen bleiben verboten
  • Es gilt ein Mindestabstand von 1,5 Metern
  • Maskenpflicht besteht vor allem in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie an Bahnhöfen und Flughäfen, darüber hinaus auch in manchen Geschäften und in manchen Haupteinkaufsstraßen
  • In Antwerpen gilt eine nächtliche Ausgangssperre und eine Sperrstunde für die Gastronomie, sowie eine allgemeine Maskenpflicht in der Öffentlichkeit

Weitere Länder – Das sollten Urlauber und Urlauberinnen wissen

USA: Mit mehr als fünf Millionen nachgewiesenen Corona-Fällen haben die USA eine traurige Spitzenposition in der Corona-Statistik. Das Auswärtige Amt warnt seit dem 3. Juli vor Reisen in das gesamte Land. Zugleich haben die USA im März für Europäer und Europäerinnen und alle, die sich in den 14 Tagen vor ihrer Einreise in die USA in einem Schengen-Staat aufgehalten haben, eine Einreisesperre verhängt. Ausnahmen gibt es unter anderem für US-Bürger und -Bürgerinnen und Menschen mit Wohnrecht im Land. Wann die Sperre aufgehoben wird, ist noch nicht klar.

In mehreren Bundesstaaten gibt es Einschränkungen des öffentlichen Leben. Diese können sich unterscheiden, weshalbd das Auswärtige Amt empfiehlt, sich vor der Einreise bei den lokalen Behörden zu erkundigen.

Großbritannien: Reisende aus Deutschland können inzwischen ohne Einschränkungen einreisen. Es muss aber ein Formular mit Kontaktdaten und Informationen zu früheren Reisezielen ausgefüllt werden. Für Reisende aus einigen anderen Staaten, etwa den USA, gilt weiter die Pflicht zur zweiwöchigen Quarantäne. Kurz vor Reiseantritt lohnt ein Blick ins Internet, denn die Liste der von der Quarantänepflicht ausgenommenen Staaten kann sich ständig ändern, wie das Beispiel Spanien oder auch Belgien zeigt. Für beide wurde kürzlich die Quarantänepflicht wieder eingeführt.

Jeder britische Landesteil bestimmt über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. So gibt es auch unterschiedliche Regelungen zur Maskenpflicht. In mehreren Gebieten, wie im Raum Leicester, Manchester und Aberdeen gibt es derzeit lokal begrenzte Kontaktbeschränkungen.

Schweden: Die Schweden haben trotz insgesamt sinkender Todes- und Infektionszahlen noch vergleichsweise hohe Corona-Werte zu verkraften. Dies sorgt unter anderem dafür, dass sie innerhalb Skandinaviens und Europas nicht so freizügig reisen können wie manch andere. Die schwedischen Grenzen sind für EU-Bürger dagegen offen - die Anreise per Flugzeug, Fähre oder Auto über die Öresundbrücke ist möglich, und auch innerhalb des Landes gibt es keine Beschränkungen. Angesichts der sinkenden Infektionszahlen hob das AA Mitte Juli seine Reisewarnung für das skandinavische Land auf.

Luxemburg: Wegen einer erhöhten Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen in Luxemburg hat das Auswärtige Amt am 14. Juli eine Reisewarnung für das Nachbarland ausgesprochen. „Vor nicht notwendigen, insbesondere touristischen Reisen nach Luxemburg wird derzeit gewarnt“, erklärte das Ministerium.

In dem Land sei die Zahl der Neuinfektionen von 50 Fällen pro 100.000 Einwohnende zuletzt überschritten worden. Das Robert Koch-Institut hatte Luxemburg zuvor als Risikogebiet eingestuft. Grenzkontrollen zwischen Luxemburg und Deutschland finden nach Angaben des Auswärtigen Amts jedoch nicht statt.

Maskenpflicht gibt es unter anderem im öffentlichen Nahverkehr. In Geschäften und öffentlichen Einrichtungen muss zudem ein Mindestabstand von zwei Metern eingehalten werden. In manchen Bereichen gelten unter Umständen noch strengere Bestimmungen.

Norwegen: Seit dem 15. Juli 2020 ist die Einreise in Norwegen für Personen mit Hauptwohnsitz in Deutschland für alle Zwecke und ohne Quarantäne wieder erlaubt. Die Einreise ist quarantänefrei entweder direkt oder über Dänemark beziehungsweise Finnland möglich, über Schweden nur in direktem Transit – also ohne Zwischenübernachtung.

Das Auswärtige Amt weist auf seiner Norwegen-Seite im Internet darauf hin, dass in dem skandinavischen Land Abstands- und Hygieneregeln gelten. Es bestehe keine Maskenpflicht, jedoch werde dringend dazu geraten, Hand- und Hustenhygiene strikt zu befolgen und bei Krankheitssymptomen zu Hause zu bleiben.

Die touristische Infrastruktur sei größtenteils zugänglich, teilweise wegen der Abstands- und Hygieneregeln aber mit stark reduzierten Kapazitäten. Es könne zu Einschränkungen kommen.

Thailand: Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gilt für Thailand noch immer. Das südasiatische Land verbietet zudem bis auf Ausnahmen nach wie vor die Einreise für ausländische Reisende. Die thailändische Regierung hat bereits Ende März den Corona-Notstand ausgerufen. Es müsse daher mit Einschränkungen der Bewegungs-, Versammlungs- und der Meinungsfreiheit gerechnet werden, warnt das Auswärtige Amt.

Polen: Das Land hat seit Juni seine Grenzen zu allen EU-Nachbarn geöffnet. Einreisende EU-Ausländer und Polen müssen nicht in Quarantäne. Hotels, Einkaufszentren sowie Restaurants und Cafés sind geöffnet. Das gleiche gilt für Friseursalons und Kosmetikstudios. Auch Schwimmbäder und Fitnessstudios sind in den meisten Regionen in Betrieb. Angesichts eines wieder wachsenden Infektionsgeschehens, besonders im Süden und Südosten des Landes, können Fitnessstudios allerdings regional geschlossen werden, wenn das Gesundheitsamt dies empfiehlt. Es gilt eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Ägypten: Das Land ist vom Coronavirus stark betroffen, weshalb die Bundesregierung vor Reisen in das Land warnt. Die ägyptischen Flughäfen haben ihren Betrieb dennoch am 1. Juli wieder aufgenommen. Wer einreist, muss mit verstärkten Kontrollen rechnen. Zudem muss ab dem 15. August ein negatives Testergebnis vorgelegt werden können, das nicht älter als 72 Stunden ist. Ausnahmen stellen die Gebiete Südsinai, Rotes Meer und Matrouh dar, hier wird kein negativer Corona-Test benötigt.

Südafrika: Weder Ein- noch Ausreisen sind derzeit möglich. Alle Landesgrenzen und Flughäfen sind geschlossen. Das Auswärtige Amt warnt außerdem vor Reisen nach Südafrika.

Mexiko: EU-Bürgerinnen und -Bürger können zwar ungehindert einreisen und sich bei Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln im Land bewegen. Auch gibt es keine Zwangsquarantäne oder Verpflichtung, einen Gesundheitsnachweis zu erbringen. Allerdings ist die Infektionslage kritisch, weshalb Reisende derzeit nach der Rückkehr in Selbstisolation müssen. Die Bundesregierung warnt vor Reisen nach Mexiko.

Kreuzfahrten in Corona-Zeiten: Bundesregierung rät dringend ab

Kreuzfahrten: Weil sich unter vielen Menschen auf engem Raum das Virus besonders schnell verbreiten kann, galten Kreuzfahrtschiffe zu Anfang der Pandemie als Hotspots. Im März hatten mehrere Schiffe mit infizierten Menschen an Bord Pro­bleme, einen Hafen zu finden, in den sie einlaufen konnten. Die Bundesregierung riet von Kreuzfahrten ab, viele Reedereien sagten alle Reisen ab.

Viele Staaten verbieten Kreuzfahrtschiffen, die unter ausländischer Flagge unterwegs sind, weiterhin die Einfahrt in ihre Häfen.

Am 9. Juli wurde ein Corona-Hygienekonzept, das die Kreuzfahrtindustrie gemeinsam mit den deutschen Behörden und Hafenverwaltungen erarbeitet hat, vorgestellt. Die Wiederaufnahme der Kreuzfahrten sollte demzufolge in drei Phasen eingeteilt werden, wie die Cruise Lines International Association (Clia), der größte Verband der Kreuzfahrtindustrie, in Frankfurt am Main mitteilten. Für die Fahrgäste bedeutet das: Nur Seetage, dafür mehr Platz und Service an Bord.

In der ersten Phase sollten die ersten Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven aus mit Gästen aus dem deutschsprachigen Raum an Bord starten können. Ohne einen anderen Hafen anlaufen zu dürfen, würden die Schiffe bereits nach maximal sieben Tagen wieder im Starthafen ankommen. Zudem würden deutlich weniger Passagiere mitfahren dürfen als üblich.

Anfang August ging in Kiel so das erste Kreuzfahrtschiff der Saison an den Start. Verbunden sind diese ersten Reisen mit umfangreichen Abstands- und Hygieneregeln an Bord. Außerdem sollen die Schiffe unter anderem mit Covid-19-Schnelltests ausgestattet sein.

Die Reederei Aida musste den geplanten Neustart in der ersten Augusthälfte allerdings schon wieder absagen und verschieben, weil eine Freigabe nicht rechtzeitig erteilt worden war. Für den Neustart hatte Aida 750 Besatzungsmitglieder aus Asien am 22. Juli mit drei Flugzeugen eingeflogen. Corona-Tests nach der Landung ergaben elf Infizierte, die in der Folge isoliert wurden. Nun will man am 6. September einen neuen Anlauf nehmen, um in die Saison zu starten.

Das ein Sicherheitsrisiko auch weiterhin auf Kreuzfahrtschiffen besteht, zeigt ein aktueller Fall der norwegischen Reederei Hurtigruten. Auf dem Schiff „Roald Amundsen“ wurden vergangene Woche auf zwei Kreuzfahrten 62 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Darunter waren laut nationalem Gesundheitsinstitut FHI 41 Crew-Mitglieder und 21 Passagiere.

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(amw/yah/jkali/les/lhel/jas/bef/dpa/AFP/reb)

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