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Corona-News vom 4. April: RKI-Zahlen sinken weiter

| Lesedauer: 47 Minuten
Allgemeine Impfpflicht ist vorerst vom Tisch

Allgemeine Impfpflicht ist vorerst vom Tisch

Der Vorstoß für eine Corona-Impfung für alle Erwachsenen in Deutschland ist vom Tisch. Die parlamentarischen Befürworter einer allgemeinen Impfpflicht ab 18 Jahren legten das Vorhaben mangels Erfolgsaussichten auf Eis.

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Das RKI meldet am Dienstag sinkende Corona-Zahlen. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter. Mehr Infos im Newsblog.

  • Das RKI meldet am Dienstag erneut sinkende Corona-Zahlen
  • Auch die Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter
  • Die Quarantäne-Pflicht in Deutschland soll aufgehoben werden
  • Die Hälfte der Deutschen fühlt sich nicht gut über Corona-Regeln informiert
  • Der Vorstoß im Bundestag für eine Impfpflicht ab 18 Jahren ist vorerst vom Tisch
  • Dieser Blog schließt, aktuelle Nachrichten zur Pandemie lesen Sie in unserem neuen Corona-Newsblog

Berlin. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag 180.397 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Vor einer Woche waren es noch 237.352 neue Fälle. Auch die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter. Sie gab das Institut pro 100.000 Einwohner und Woche mit einem Wert von 1394,0 an. Am Vortag hatte der Wert bei 1424,6 gelegen. Bei den Werten ist jedoch zu berücksichtigen, dass einzelne Länder nicht an jedem Wochentag Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen und Brandenburg nicht oder nicht vollständig.

Auch wenn die Corona-Zahlen in Deutschland noch immer auf einem hohen Niveau sind, haben die meisten Bundesländer den Großteil der Corona-Maßnahmen bereits aufgehoben. Weitergehende Auflagen gelten nur noch in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg. Beide Länder nutzen als vorerst einzige die sogenannte Hotspot-Regel. Laut einer aktuellen Umfrage hält die Mehrheit der Deutschen den Wegfall der meisten Corona-Regeln für falsch.

Mehr dazu: Corona in Deutschland – Die aktuellen Zahlen des RKI im Überblick

Corona-News von Dienstag, 5. April: Dieser Blog ist geschlossen

10.59 Uhr: Dieser Blog ist geschlossen. Aktuelle Nachrichten zur Pandemie lesen Sie in unserem neuen Corona-Newsblog.

Corona-Lockdown in Shanghai auf unbestimmte Zeit verlängert

8.01 Uhr: Die chinesische Hafenmetropole Shanghai hat den weiträumigen Corona-Lockdown für seine 26 Millionen Einwohner auf unbestimmte Zeit verlängert. Unter Hinweis auf die hohe Zahl von Infektionen teilte die Stadtregierung mit, dass erst die Ergebnisse des Massentests vom Montag, die Überprüfung sowie der Transport der Infizierten in Quarantäne abgeschlossen werden müssten, bevor über die weitere Richtung der Kontrollmaßnahmen entschieden werde.

Die Gesundheitskommission in Peking meldete am Dienstag mit mehr als 16 000 neuen Infektionen die höchste Zahl in der laufenden, bisher schlimmsten Corona-Welle in China seit zwei Jahren. Mit mehr als 15.000 sind die meisten Fälle asymptomatisch. Allein in Shanghai wurden nach den Tests der vergangenen Tage mehr als 13.000 Ansteckungen ohne Symptome und 268 neue Erkrankungen gemeldet. Schwer betroffen ist auch die nordostchinesische Provinz Jilin.

RKI registriert 180.397 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 1394,0

6.33 Uhr: Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist weiter gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Dienstagmorgen mit 1394,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1424,6 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 1703,3 (Vormonat: 1220,8).

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 180.397 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche waren es 237.352 Ansteckungen.

Kritik an Wegfall von Isolationspflicht von Corona-Infizierten

2.17 Uhr: Das zum 1. Mai geplante Ende der Isolations- und Quarantänepflicht für Corona-Infizierte und Kontaktpersonen stößt auf Widerspruch von Experten und Patientenschützer. Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, sieht dadurch große Gefahren für besonders gefährdete Menschen. "Für die Hochrisikogruppe wird es immer gefährlicher. Diese Menschen leben mitten unter uns", sagte Brysch dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag). "Gleich den Corona-Leugnern wird die Infektion verharmlost", kritisierte der Patientenschützer.

Der Epidemiologe Hajo Zeeb forderte eine Beibehaltung der Pflicht zur Isolation von Infizierten. "Wenn eine Person Symptome aufweist, dann sollte sie zu Hause die Corona-Infektion aussitzen, anstatt noch mehr Menschen anzustecken", sagte Zeeb dem RND. Gerade bei der Omikron-Variante bestehe die Gefahr einer sehr schnellen Weitergabe des Virus. Eine Isolationspflicht von fünf Tagen sollte daher unbedingt eingehalten werden. Dagegen hält Zeeb eine Quarantäne für Kontaktpersonen nicht mehr für notwendig.

Corona-News von Montag, 4. April: Philologenverband und Eltern warnen vor nachlassendem Corona-Schutz

22.16 Uhr: Der Philologenverband und der hessischen Landeselternbeirat warnen vor nachlassender Vorsicht beim Schutz vor einer Corona-Ansteckung in den hessischen Schulen. Die Politik dürfe nach dem Wegfall von vielen Schutzmaßnahmen nun nicht das Signal senden, dass die Corona-Welle vorbei sei, erklärte der Verbandsvorsitzende Reinhard Schwab am Montag in Wiesbaden. Im Gegenteil sei weiterhin Vorsicht angebracht und eine dringende Empfehlung für das Maskentragen in schulischen Innenräumen erforderlich.

Der Landeselternbeirat nannte die Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen - Maskenpflicht und Testpflicht - kontraproduktiv im Sinne der Bekämpfung der Pandemie. „Wir fahren mit voller Kraft in den dichten Nebel hinein“, sagte der Landesvorsitzende Volkmar Heitmann laut Mitteilung.

Corona –Reformierte bitten weiterhin um Vorsicht

20:31 Uhr: Die Evangelisch-reformierte Kirche empfiehlt ihren Kirchengemeinden weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit dem Corona-Virus. Zwar sehe das Infektionsschutzgesetz nur noch sehr eingeschränkte Schutzmaßnahmen vor, von denen Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen nicht betroffen seien, sagte Vizepräsident Helge Johr am Montag in Leer. Dennoch bitte er die Kirchengemeinden, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Hygiene- und Abstandsregeln sowie das Tragen von Masken einzufordern.

Quarantäne-Pflicht soll abgeschafft werden

18.03 Uhr: Corona-Infizierte müssen sich ab dem 1. Mai nicht mehr verpflichtend in Isolation begeben. Die neuen Quarantäne- und Isolationsregeln sollten ab diesem Termin auf "Freiwilligkeit" beruhen, sagte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) am Montag in Berlin nach Beratungen mit seinen Kolleginnen und Kollegen aus den Ländern.

Ausgenommen seien Beschäftigte im medizinischen Bereich – für alle anderen gelte dann nur noch "die dringende Empfehlung", sich im Fall einer Infektion in Isolation zu begeben und nach Ablauf von fünf Tagen freizutesten.

Nach zwei Pandemiejahren fühlt sich nur jeder Zweite gut über Regeln informiert

17.21 Uhr: Auch nach zwei Pandemiejahren fühlt sich nur die Hälfte der Bevölkerung gut über die geltenden Corona-Maßnahmen informiert. 28 Prozent stufen sich hingegen als nicht gut informiert ein, wie aus dem am Montag in Berlin veröffentlichten aktuellen Corona-Monitor des Bundesinstituts für Risikobewertung hervorgeht. Besser sieht es bei den Impfempfehlungen aus: Hier geben mit 64 Prozent fast zwei Drittel an, gut darüber informiert zu sein.

Zum eigenen Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus setzen die Befragten weiterhin auf bewährte Empfehlungen. So geben 94 Prozent an, dass sie in den vergangenen zwei Wochen Masken trugen, 71 Prozent wuschen sich gründlicher die Hände, und 54 Prozent nutzten häufiger Desinfektionsmittel. In ihrem Freizeitverhalten schränken sich die Befragten dagegen weniger ein – nur 37 Prozent reduzierten ihre Aktivitäten außer Haus innerhalb der letzten 14 Tage.

Ärger in Shanghai über Trennung positiv getesteter Kinder von ihren Eltern

15.54 Uhr: In Shanghai wächst der Ärger über die strengen Corona-Maßnahmen: Nach massiver Kritik und Empörung räumten die Gesundheitsbehörden am Montag ein, dass in der chinesischen Wirtschaftsmetropole positiv getestete Babys und Kleinkinder von ihren Eltern getrennt werden.

Infizierte Kinder unter sieben Jahren werden in staatlichen Gesundheitszentren behandelt, wie Wu Qianyu von der städtischen Gesundheitskommission sagte. Ältere Kinder oder Teenager müssen sich demnach in – weniger komfortablen – Quarantänezentren isolieren.