Mobilität

Bahncard kündigen: Diese Frist müssen Kunden beachten

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Deutsche Bahn: Dieses internationale Unternehmen macht bei Nachtzügen Konkurrenz

Deutsche Bahn: Dieses internationale Unternehmen macht bei Nachtzügen Konkurrenz

Die Fahrt mit Nachtzügen liegt im Trend. Die Deutsche Bahn bietet solche jedoch überwiegend über ihre Partnerunternehmen an.

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Berlin  Wie kündigt man eine Bahncard? Wer bei der Deutschen Bahn das Abo für die Rabattkarte stornieren will, sollte diese Punkte beachten.

Bei Pendlern und Fernfahrern ist die Bahncard sehr beliebt. Ob Bahncard25, 50 oder 100, das Rabattsystem der Deutschen Bahn spart 4,5 Millionen Kundinnen und Kunden viel Geld im Fernverkehr. Bei den Kündigungsfristen ist die Bahn streng. Wer das Abonnement kündigen will, darf sich keine Verspätung erlauben.

"Eine Kündigung innerhalb eines laufenden Vertragsjahres ist nicht möglich", heißt es von Seiten der Bahn. Das Abo gilt für ein Jahr ab Vertragsschluss und verlängert sich automatisch für ein weiteres Jahr, wenn sechs Wochen vor Ablauf des Vertrags keine schriftliche Kündigung eingereicht wird.

Es lohnt sich also, gleich nach Kauf einer Bahncard das Datum zur Kündigung im Kalender vorzumerken.

Bahncard online kündigen: So schnell geht's

Am einfachsten erfolgt die Kündigung der Bahncard online im Service-Center der . Es genügt, den Betreff "Kündigung Ihrer Bahncard25" beziehungsweise "Kündigung Ihrer Bahncard50" im entsprechenden Reiter auszuwählen, die persönlichen Daten, inklusive Bahncard-Nummer einzugeben, und die Kündigung zu erklären. Hier finden Sie das Formular zur Kündigung.

Im beistehenden Textfeld reicht eine allgemeine Formulierung wie: "Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit kündige ich meine Bahncard fristgerecht. Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung der Kündigung zu."

So kündigen Sie das Bahncard-Abo per Mail

Genauso funktioniert das Kündigen der Bahncard per Mail. An bahncard-service@bahn.de senden Kunden eine Erklärung der Kündigung und bitten um eine Bestätigung. "Wichtig dabei: Die Angabe der Bahncard-Nummer und der Kontaktdaten dürfen dabei nicht vergessen werden", so die Pressesprecherin.


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Bahncard künigen per Brief: Wohin das Schreiben adressiert werden muss

Auch postalisch kann die Bahncard gekündigt werden. Adressiert an die DB Fernverkehr AG Bahncard Service in 60643 Frankfurt lösen Sie das Abonnement mit einer ähnlichen Formulierung wie in der Mail unter Angabe der persönlichen Daten und der Bahncard-Nummer.

Wer sich für den postalischen Weg entscheidet, kann mit einem Einwurf-Einschreiben sicher gehen, dass der Brief ankommt. Da der Postweg ein bis zwei Tage in Anspruch nehmen kann, sollten Sie das Schreiben rechtzeitig absenden.

Vorsicht mit der Kündigungsfrist: Keine Chance auf Rückerstattung

Geht die Kündigung zu spät ein, reagiert die Deutsche Bahn meist rigoros und besteht auf die Verlängerung des Bahncard-Abos um ein weiteres Jahr. Da die Gebühr bereits bei Vertragsabschluss fällig wird, schließt die Bahn eine Rückerstattung kategorisch aus - selbst wenn der Kunde noch am selben Tag stornieren will.

Anders liegt der Fall bei der Bahncard100. Diese erwerben Kunden entweder im Abo oder per Einmalzahlung. In letzterem Fall läuft die Bahncard automatisch nach einem Jahr aus. Wer den aktuell 4.144 Euro teuren "Freifahrtschein" im Abonnement gekauft hat, muss zwingend per Brief mit detaillieren Vertragsdaten und Unterschrift kündigen.

Hier endet die Frist jedoch erst vier Wochen vor Vertragsende. Nach der einjährigen Mindestlaufzeit "ist das Abonnement jederzeit mit einer Frist von 4 Wochen kündbar", erklärt eine Bahnsprecherin.

Upgrade der Bahncard ist der schnellste Weg aus dem Abonnement

Ansonsten gilt, dass eine Bahncard nur dann nicht mehr bezahlt werden muss, wenn sie durch eine teurere Alternative ersetzt wird. "Dazu müssen unsere Kund:innen ihren bestehenden Vertrag kündigen und gleichzeitiger eine neue Karte bestellen", heißt es aus der Pressestelle.

"In diesem Fall wird der Restwert der aktuellen Karte erstattet." Der schnellste Weg zum Upgrade führt laut Homepage "unkompliziert" über das Reisezentrum in großen Bahnhöfen. Ein Upgrade ist sowohl für eine höhere Rabattstufe als auch von der zweiten auf die erste Klasse möglich.

Ende 1992 brachte die Deutsche Bahn erstmals die Bahncard als Rabattmodell für den Fernverkehr auf den Markt. Zum 30. Jubiläum besaßen 4,5 Millionen Menschen ein Abo, das in anderen Preismodellen auch für Kinder und Jugendliche, Senioren sowie für die 1. Klasse, als Flexticket beziehungsweise in diversen Aktionsangeboten auftreten. Das teuerste Ticket, die Bahncard100 für die 1. Klasse, kostet aktuell 7.010 Euro.

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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