Weihnachten

Deutsche verschenken am liebsten Geld und Gutscheine

Geschenke verschicken: Tipps für Weihnachtspakete

Sie möchten Ihren Lieben, die weiter weg wohnen, gerne etwas zukommen lassen? Dann sollten Sie nicht bis kurz vor knapp damit warten.

Beschreibung anzeigen

Berlin/Düsseldorf.  Risiko Weihnachtsgeschenk: Die Deutschen wollen nicht knausern, aber auch nicht danebenliegen. Darum gehen viele auf Nummer sicher.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Familie ist unter dem Weihnachtsbaum versammelt, jeder packt liebevoll ausgesuchte oder gebastelte Geschenke aus – und alle sind glücklich. So viel zur Theorie. Die Praxis sieht einer Umfrage zufolge ganz anders aus.

Mehr als jeder zweite Verbraucher in Deutschland (56 Prozent) will auch in diesem Jahr Geld und Gutscheine schenken – aus Angst, bei der Geschenkauswahl danebenzugreifen. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) hervor.

Deutsche schenken zu Weihnachten Geld und Gutscheine: Geringes Risiko

Dieser Trend wird sich in Zukunft wohl noch verstärken: „Geldgeschenke erfreuen sich so großer Beliebtheit, weil gerade ältere Menschen immer größere Schwierigkeiten haben, passende Geschenke für die jüngere Generation zu finden – die Interessen jüngerer und älterer Verbraucher gehen inzwischen weit auseinander“, erklärt EY-Handelsexperte Thomas Harms.

Auch der Handel profitiere vom Trend zu Gutscheinen – und zwar gleich zweifach, sagt Harms. Einerseits erhöhen die Gutscheine den Publikumsverkehr „zwischen den Jahren“, und andererseits würden viele Gutscheine erfahrungsgemäß gar nicht eingelöst. Das sei für die Händler besonders lukrativ.

Auf Platz zwei liegen Süßes und Lebensmittel, dann folgen Bücher

Vergleichsweise risikoarm sind auch Lebensmittel und Süßwaren. Sie belegten bei der Umfrage Rang zwei im Geschenke-Ranking. Bücher und E-Books folgten auf dem dritten Platz. Deutlich seltener als im vergangenen Jahr dürften demnach in diesem Jahr Textilien sowie Konzerttickets oder Eventgutscheine verschenkt werden.

Die EY-Experten rechnen trotz der jüngsten Konjunktureintrübung insgesamt mit einem für den Handel erfreulichen Weihnachtsgeschäft. Laut der Umfrage wollen die Verbraucher für Weihnachtsgeschenke durchschnittlich 281 Euro ausgeben – fast genauso viel wie im Rekordjahr 2018 (282 Euro).

Wo kommt das Christkind – und wo der Weihnachtsmann?
Wo kommt das Christkind – und wo der Weihnachtsmann?

Trotz eingetrübter Konjunktur – die Deutschen sind in Kauflaune

„Die Wirtschaftsflaute ist für die meisten Verbraucher noch kaum spürbar, die Löhne sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, und angesichts niedriger Zinsen lohnt sich das Sparen nicht. Also bleiben die Deutschen vorläufig in Kauflaune“, prognostiziert Harms.

Ein weiterer Trend scheint den Händlern in den Innenstädten und Einkaufscentern zupass zu kommen – trotz der großen Online-Konkurrenz. Denn deutlich mehr als jeder zweite Verbraucher (59 Prozent) erklärte, ihm sei das vorweihnachtliche Einkaufserlebnis in der Stadt oder im Shopping-Center wichtig. Vor einem Jahr lag der Anteil noch zehn Prozent niedriger.

Weihnachten ist eine Chance für niedergelassene Händler

Weihnachtsatmosphäre und das festliche Ambiente geschmückter Innenstädte sind eine große Chance für die Städte und Händler“, meint Harms. Mehr als die Hälfte der Befragten (54 Prozent) gab an, die Weihnachtsgeschenke lieber beim Händler vor Ort als im Internet zu kaufen. Nur rund jeder siebte Befragte bevorzugte den Online-Geschenkkauf. Rund ein Drittel hatte keine eindeutige Präferenz.

Auch Inspirationen für Geschenkideen holen sich die Verbraucher der Umfrage zufolge gerne beim Stadtbummel: 44 Prozent der Befragten gaben an, dass ihnen Geschenkideen beim Stöbern im Laden kommen. Nur 37 Prozent ließen sich beim Internetsurfen inspirieren.

Doch nicht nur bei Weihnachtsgeschenken geben die Deutschen viel Geld aus – auch schon vorher. So etwas bei Adventskalendern – das sind die diesjährigen Trends und Ideen.Was man zum 1. Advent und dem neuen Kirchenjahr wissen muss: erklären wir hier. (dpa/max)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben