Drama in den USA

Football-Star soll fünf Menschen erschossen haben

Lesedauer: 2 Minuten
2013: Phillip Adams als Spieler der Oakland Raiders.

2013: Phillip Adams als Spieler der Oakland Raiders.

Foto: AFP

Washington.  Der frühere Profi-Footballer Phillip Adams wird verdächtigt, fünf Menschen erschossen und anschließend Suizid begangen zu haben.

Ein früherer NFL-Profi-Footballspieler hat im südlichen US-Bundesstaat South Carolina nach Polizeiangaben drei Erwachsene und zwei Kinder erschossen. Die Hintergründe der grausamen Tat sind noch unklar. York County Sheriff Kevin Tolson sagte: „Es gibt derzeit nichts, das für uns einen Sinn ergibt.“ Die Opfer waren ein Arzt, dessen Frau, zwei Enkelkinder und ein Erwachsener, der in dem Haus der Familie arbeitete, wie der Sheriff am Donnerstag erklärte. Eine weitere Person sei mit „schweren Schusswunden“ ins Krankenhaus eingeliefert worden, berichtete Polizeisprecher Trent Faris. Die getöteten Kinder waren laut US-Medien fünf und neun Jahre alt.

Der Verdächtige Phillip Adams sei wenige Stunden nach der Tat im nahen Haus seiner Eltern tot aufgefunden worden, sagte Tolson. Er sei bisherigen Erkenntnissen zufolge aufgrund von selbst zugefügten Schussverletzungen gestorben. Das Motiv für die Tat vom Mittwoch nahe der Ortschaft Rock Hill sei bislang noch völlig unklar.

Bei sechs NFL-Teams in 5 Spielzeiten

Phillip Adams war 32 Jahre alt und hatte von 2010 bis 2015 in der Football-Profiliga NFL für verschiedene Mannschaften gespielt. Die fünf NFL-Spielzeiten verbrachte er bei sechs Teams. 2010 kam er als Rookie (Neuling) zu den San Francisco 49ers, als Cornerback spielte er auch für die New York Jets, die Oakland Raiders und er beendete seine Profikarriere nach insgesamt 78 Einsätzen 2015 bei den Atlanta Falcons. In seiner Karriere erlitt Adams mehrere Verletzungen, unter anderem eine Gehirnerschütterung und einen Sprunggelenksbruch, bei der daraus resultierende Operation wurden ihm mehrere Schrauben ins Bein eingesetzt.

"Ich kann sagen, er ist ein gutes Kind, er war ein gutes Kind, und ich glaube, der Football hat ihn durcheinander gebracht", sagte Adams' Vater Alonzo Adams beim Fernsehsender WCNC-TV. Seinem Sohn habe die Football-Karriere einfach nicht gutgetan. "Er hat nicht viel geredet und niemanden gestört." Auch als Spieler soll Philip Adams sich eher isoliert haben, sagte sein ehemaliger Agent Scott Casterline. (Gold)

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben