Karussell

Hakenkreuz-Karussell eines Freizeitparks sorgt für Wirbel

Das Karussell „Adlerflug“ im Freizeitpark Tatzmania im Schwarzwald.

Das Karussell „Adlerflug“ im Freizeitpark Tatzmania im Schwarzwald.

Foto: reddit.com/user/u/Lukiz0n / Screenshot

Löffingen.  Wegen Armen, die aussehen wie Hakenkreuze, schließt ein Schwarzwälder Freizeitpark ein Karussell. Auch der Name ist merkwürdig gewählt.

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Die Arme des Karussells sehen aus wie Hakenkreuze, der Name lautet „Adlerflug“: Wegen scharfer Kritik hat der Freizeitpark Tatzmania im Schwarzwald ein erst vor wenigen Wochen eröffnetes Fahrgeschäft wieder stillgelegt.

Auslöser war ein Video des Karussells, das auf der Online-Plattform Reddit hochgeladen und kritisch diskutiert wurde. Die ausfahrbaren Arme ähnelten in der Tat drehenden Hakenkreuzen, sagte ein Sprecher des Parks in Löffingen (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) am Montag.

Hakenkreuz-Karussell sorgt für Wirbel - darum geht es:

  • Auf Reddit wurde ein Video eines Karussells gepostet, das an Hakenkreuze erinnert
  • Das sorgte für große Irritationen und negative Kommentare
  • Deshalb nimmt der Freizeitpark Tatzmania das Karussell aus dem Betrieb

Der Park habe daher entschieden, das Karussell mit sofortiger Wirkung außer Betrieb zu nehmen. Es solle nun, gemeinsam mit dem italienischen Hersteller, überarbeitet werden. Der Sprecher bestätigte damit Medienberichte.

Hakenkreuz-Optik des „Adlerflugs“ sei vor dem Video nicht aufgefallen

Vor dem Video sei die umstrittene Optik nicht aufgefallen. Der Park, der vor allem Familien mit Kindern anspreche, wolle mögliche Irritationen vermeiden. Ein Weiterbetrieb des Fahrgeschäfts sowie das Beibehalten der bestehenden Optik hätten nicht zur Diskussion gestanden.

Das Video vom Hakenkreuz-Karussell wurde tausendfach auf Reddit angeschaut.

Mit anderen Attraktionen und einem Zoo bleibe der Freizeitpark geöffnet. Was das neue Fahrgeschäft gekostet hat, wollte der Sprecher nicht sagen.

Im Oktober hatte die Modekette C&A scharfe Kritik auf sich gezogen. Das Unternehmen hatte Pullover angeboten, die an Neonazi-Kleidung erinnern. (mbr/dpa)

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