Unglück

Zehnjähriger stirbt bei Schulausflug - Polizei ermittelt

Ein Krankenwagen auf einer Einsatzfahrt. Im Kreis Diepholz konnten die Retter nach einem Unfall auf einem Schulausflug nicht mehr helfen. (Symbolbild)

Ein Krankenwagen auf einer Einsatzfahrt. Im Kreis Diepholz konnten die Retter nach einem Unfall auf einem Schulausflug nicht mehr helfen. (Symbolbild)

Foto: 54° / Felix Koenig / imago/Agentur 54 Grad

Diepholz  Beim Schulausflug einer fünften Klasse aus Wolfsburg ist ein Zehnjähriger gestorben. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

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Bei einem Unfall auf einer Klassenfahrt ist ein zehnjähriger Junge am Dienstag im Kreis Diepholz (bei Osnabrück) tödlich verunglückt. Wie die „Kreiszeitung“ berichtet, sei der Junge beim Unfall mit einer Lok ums Leben gekommen. Inzwischen hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. „Fest steht, es haben viele Kinder an, um und auf der Lore gespielt“, sagte am Mittwoch Polizeisprecher Thomas Gissing.

Die Ermittler wollen deshalb überprüfen, ob es möglicherweise zur Verletzung der Auskunftspflicht kam. „Bei den Ermittlungen wird alles in irgendeiner Form in Betracht gezogen“, sagte Gissing. So werde sicherlich geprüft, ob es seitens der Lehrer oder anderer Personen Aufsichtspflichtverletzungen gegeben habe. Noch nicht klar war zunächst, ob auch die Leiche des Zehnjährigen obduziert werden soll. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden.

Junge stirbt auf Klassenfahrt – Das Wichtigste in Kürze:

  • Bei einem Ausflug mit seiner Klasse ist ein Zehnjähriger ums Leben gekommen
  • Die Schülergruppe ruhte sich auf einer Lok in einem Wald aus
  • Plötzlich bewegte sich die Lock und überrollte den Jungen
  • Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen
  • Noch ist unklar, ob die Leiche obduziert wird

Demnach habe der Fünftklässler mit seiner Schule gerade das Waldpädagogikzentrum in Schwaförden besucht, als es zu dem Unglück kam.

Die Lok, die auch als Lore bezeichnet wird, habe sich plötzlich bewegt – offenbar ausgelöst durch die vielen Kinder, die darauf gerade eine Pause gemacht hatten, wie ein Sprecher der Polizei zum Blatt sagte. Normalerweise sei das Transportmittel nicht so einfach zubewegen. „Mit vielen Kindern ist sie dann trotzdem in Bewegung geraten.“

Der Junge gehörte zu einer Schulklasse aus Wolfsburg, sagte ein Polizeisprecher. Er sei trotz schneller Reanimationsmaßnahmen noch an der Unglücksstelle gestorben. Eine Lore ist ein Transportwaggon. Wie genau es zu dem Unglück kommen konnte, müsse aber noch ermittelt werden, sagte der Sprecher.

Tod bei Schulausflug – Mitschüler und Lehrer unter Schock

Bei den etwa 25 Kindern handelt es sich seinen Angaben zufolge um Schüler einer fünften Klasse, die am Montag angereist war. Mitschüler, Lehrer und Mitarbeiter des Zentrums standen nach dem Unglück unter Schock und mussten von Sanitätern und Notfallseelsorgern betreut werden.

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Die Klasse reiste noch am Dienstag zurück nach Wolfsburg und wurde dort von der Schule, Eltern und Betreuern empfangen. „Erst als die Schüler zurück in Wolfsburg waren, wurde ihnen in der Aula mitgeteilt, dass ihr Klassenkamerad verstorben ist“, sagte Polizeisprecher Thomas Gissing der „Braunschweiger Zeitung“.

Die Niedersächsischen Landforsten, die für das Waldpädagogikzentrum zuständig sind, kündigten für Mittwoch eine Erklärung an.

(dpa/ba)

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