Urteil

Unfall bei Aachen: Mehr als drei Jahre Haft für Angeklagten

Im Dezember 2018 kollidierten zwei Autos frontal auf einer Landstraße bei Aachen. Fünf Menschen starben dabei.

Im Dezember 2018 kollidierten zwei Autos frontal auf einer Landstraße bei Aachen. Fünf Menschen starben dabei.

Foto: Ralf Roeger/dpa

Aachen.  2018 kollidierte ein 22-Jähriger auf einer Landstraße bei Aachen mit einem Auto auf der Gegenspur. Die Folge: fünf Tote. Nun gab es das Urteil.

Nach einem schweren Frontalzusammenstoß mit fünf Toten in Stolberg bei Aachen ist ein 22-Jähriger zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Amtsgericht sprach den Angeklagten am Mittwoch unter anderem wegen fahrlässiger Tötung von fünf Menschen und verbotenem Kraftfahrzeugrennen schuldig, wie ein Gerichtssprecher erklärte. Demnach stellten die Richter auch eine Schwere der Schuld fest. Der Prozess war nicht öffentlich.

Der damals 20-Jährige sei im Dezember 2018 mit mindestens 120 Stundenkilometern über die Tempo-70-Straße gerast. An der Unfallstelle sei er auf die Gegenspur gefahren, um einer Radaranlage auszuweichen. Nach damaligen Angaben der Polizei krachte er dabei in ein entgegenkommendes Auto, in dem eine Mutter mit ihren 16 und 17 Jahre alten Kindern saß. Der Wagen ging in Flammen auf, alle Insassen starben. Auch zwei 21- und 22-Jährige, die in dem Auto des Angeklagten gesessen hatten, überlebten nicht. (dpa)

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