Unglück

Nach Unfall auf Haaner Kirmes: Defekt an Gondel festgestellt

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Auf der Haaner Kirmes hat es einen tragischen Unfall gegeben: Eine Zwölfjährige wurde aus einem Fahrgeschäft geschleudert und fiel auf ein Mädchen, das am Rand stand. (Symbolfoto)

Auf der Haaner Kirmes hat es einen tragischen Unfall gegeben: Eine Zwölfjährige wurde aus einem Fahrgeschäft geschleudert und fiel auf ein Mädchen, das am Rand stand. (Symbolfoto)

Foto: Kai Kitschenberg / FFS

Haan.  Auf der „Haaner Kirmes“ ist ein zwölf Jahre altes Mädchen aus einem Fahrgeschäft geschleudert worden. Ein Schließbügel war offenbar defekt.

In Haan kam es am Samstagnachmittag zu einem Unfall an einem Fahrgeschäft auf der dortigen „Haaner Kirmes“. Hierbei waren zwei Mädchen (vier und zwölf Jahre alt) verletzt worden. Nach dem ersten Stand der Ermittlungen war gegen 16.40 Uhr war ein zwölf Jahre altes Mädchen bei voller Fahrt aus einem Fahrgeschäft (“Krake“) herausgeschleudert worden. Hierbei fiel es auf ein vierjähriges Mädchen, welches am Rand des Fahrgeschäfts gestanden hatte.

Unfallermittlungen: Schließbügel offenbar defekt

Da zunächst nicht klar war, wie schwer die Mädchen bei dem Unfall verletzt worden waren, wurde ein Rettungshubschrauber angefordert. Dieser wurde jedoch nicht zum Transport der Mädchen genutzt. Stattdessen wurden die beiden jeweils mit einem Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Dort wurden die Mädchen stationär aufgenommen, das 12-jährige Mädchen konnte bereits am Sonntag wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Am Montag haben die Polizei, die Stadt Haan sowie ein externer TÜV-Gutachter noch einmal das Fahrgeschäft aufgesucht, um die Ermittlungen zur Unfallursache fortzuführen. Dabei wurde festgestellt, dass am Schließbügel der Gondel ein technischer Defekt vorlag und sich der Bügel nicht korrekt schließen ließ.

Ermittlungsverfahren eingeleitet

Die Polizei hat zudem ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung gegen vier Gastarbeiter eingeleitet, die als Mitarbeiter des Fahrgeschäfts dafür verantwortlich gewesen sein sollen, die korrekte Schließung der Sicherungsbügel vor Fahrtantritt zu überprüfen. Die Vernehmungen der Beschuldigten sowie die weiteren Ermittlungen dauern noch an.

Außerdem hat die Bauaufsichtsbehörde der Stadt Haan angeordnet, dass das Fahrgeschäft (“Krake“) für den Rest der Haaner Kirmes stillgelegt bleibt.

Nach neuesten Erkenntnissen hatte sich das vierjährige Mädchen zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Arm seiner Mutter befunden und war somit nicht direkt von dem zwölfjährigen Mädchen getroffen worden. Die Mutter des Kleinkindes, eine 33-jährige Haanerin, war bei dem Unfall leicht verletzt worden. Ihr Kind verbleibt zwar aktuell noch weiter zur Beobachtung im Krankenhaus - es hat bei dem Unfall jedoch wohl keine schwereren Verletzungen davongetragen.

(red)

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