Staatsanwaltschaft

Hochwasser: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung?

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Mit dem Hochwasser kommen die Umweltgifte

Mit dem Hochwasser kommen die Umweltgifte

Durch das Hochwasser sind in NRW auch Umweltgifte in die Umgebung gelangt. Öl lief in Keller, Gegenstände gelangten auf die Straßen. Menschen in Eschweiler berichten von stinkendem Schlamm auf dem Boden.

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Koblenz  Mehrere Staatsanwaltschaften prüfen nach der Flut ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung – es bestehe ein Anfangsverdacht.

  • Laut mehrerer Medienberichte sollen die Menschen in Teilen der Hochwassergebiete zu spät gewarnt worden sein
  • Nun prüfen mehrere Staatsanwaltschaften die Eröffnung von Ermittlungsverfahren
  • Unter anderem geht es um den Vorwurf der fahrlässigen Tötung

Die Staatsanwaltschaft Koblenz prüft nach dem verheerenden Hochwasser im Ahrtal, ob ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässigen Tötung und der fahrlässigen Körperverletzung eingeleitet wird. Laut der Behörde bestehe ein Anfangsverdacht. Dabei gehe es um möglicherweise unterlassene oder verspätete Warnungen oder Evakuierungen der Bevölkerung, hieß es seitens der Behörde am Montag.

In die Prüfung sollen neben der „umfangreichen Presseberichterstattung“ auch Feststellungen aus Todesermittlungsverfahren sowie allgemeine polizeiliche Hinweise aus der Katastrophennacht vom 14./15. Juli einbezogen werden. Nicht aus der Mitteilung hervor ging, gegen wen sich der Anfangsverdacht richtet.

Auch die Staatsanwaltschaft Köln prüft ob ein Ermittlungsverfahren in Zusammenhang mit dem Hochwasser im Rhein-Erft-Kreis eröffnet wird. Mit der Staatsanwaltschaft Koblenz befinde man sich deswegen im engen Austausch. Gegenstand der Prüfung seien alle in Betracht kommenden Delikte. Dazu gehört nach Informationen des WDR auch fahrlässige Tötung

Hochwasser in Ahrtal: Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung werden geprüft

Am Wochenende waren erneut Fragen im Zusammenhang mit dem Krisenmanagement in der Nacht des Unwetters laut geworden. Nach einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ soll trotz präziser Warnungen erst spät der Katastrophenfall ausgerufen worden.

Die Kreisverwaltung habe neben online veröffentlichten Informationen im Laufe des Abends mehrere automatisierte E-Mails des zuständigen Landesamts für Umwelt erhalten, in denen auch der prognostizierte enorme Pegelstand von fast sieben Metern mitgeteilt worden sei, heißt es in dem Bericht.

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Flutkatastrophe: Zahl der Todesopfer auf 139 gestiegen

Die Kreisverwaltung wollte diesen Bericht am Sonntag nicht kommentieren und verwies auf einen späteren Zeitpunkt. Für Landrat Jürgen Pföhler (CDU) habe die Wiederherstellung der Versorgung der Menschen im Flutgebiet derzeit oberste Priorität, hieß es. Innenminister Roger Lewentz (SPD) hatte mehrfach erklärt, dass die Abläufe rund um die Warnungen und Einleitung von Rettungsmaßnahmen im Ahrtal aufgearbeitet werden sollen.

Die Zahl der Menschen, die in der Flutkatastrophe im Ahrtal ihr Leben verloren haben, ist am Montag auf 139 gestiegen. Weiterhin vermisst werden 26 Bewohner, wie Florian Stadtfeld vom Polizeipräsidium Koblenz mitteilte.

Bis zum Wochenende waren 135 Menschen tot geborgen worden. Identifiziert seien bislang 106 Menschen, sagte Thomas Linnertz vom Polizeipräsidium Koblenz. Keine Angaben macht die Polizei bislang zur Frage, wie viele Menschen in den einzelnen Orten ums Leben kamen. Die Flut offenbarte indes auch erstaunliche Mängel im Katastrophenschutz. (dpa/les)

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