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Corona: Berliner Behörde ermittelt gegen Karl Lauterbach

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Das sind die neuen Corona-Regeln ab Herbst

Das sind die neuen Corona-Regeln ab Herbst

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einer baldigen Rückkehr zu regional begrenzten Maskenpflichten im öffentlichen Leben. Im Oktober dürfte es "Schwierigkeiten" geben, sagte er nach dem Kabinettsbeschluss zum neuen Infektionsschutzgesetz.

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Berlin  Verstieß Lauterbach gegen Corona-Regeln? Gegen den Gesundheitsminister sind fünf Anzeigen beim Berliner Gesundheitsamt eingegangen.

Das Gesundheitsamt des Berliner Bezirks Mitte ermittelt gegen Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Isolationsvorschriften des Landes. Ein Sprecher des Bezirks sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, dass insgesamt fünf Anzeigen gegen Lauterbach beim Amtsarzt oder Gesundheitsamt eingegangen seien. Diesen werde nun nachgegangen. Zuerst hatte darüber die „Welt“ online berichtet.

Das Gesundheitsamt habe sich kürzlich an das Büro des Gesundheitsministers gewandt und um eine Stellungnahme zu den Vorwürfen gebeten, sagte der Sprecher weiter. Eine Antwort sei jedoch noch nicht eingegangen. Lauterbach war am 4. August positiv auf das Coronavirus getestet worden, seine Amtsgeschäfte nahm er deshalb vorübergehend aus der häuslichen Isolation wahr. Auf Twitter schrieb der vierfach Geimpfte zuerst von „leichten“, später von „stärkeren Symptomen als erwartet“. Auch interessant: Bundesrat beschließt Corona-Regeln für den Herbst

Karl Lauterbach nahm an Kabinettssitzung an: Verstoß gegen Berliner Corona-Verordnung?

Nach sechs Tagen, am 10. August, nahm Lauterbach wieder an einer Kabinettssitzung teil. Einen Tag zuvor hatte er getwittert, dass es langsam aufwärts gehe - und weiter geschrieben: „Hoffe, die Genesung ist bald komplett.“ Der ARD sagte er am selben Tag, dass er zwar wieder negativ sei, sich aber nicht ganz fit fühle. Die Corona-Verordnung des Landes Berlin sieht eine vorzeitige Beendigung der zehntägigen Isolationspflicht erst dann vor, wenn der Infizierte seit mindestens 48 Stunden symptomlos ist. Lesen Sie auch:

Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums teilte auf Anfrage mit, dass das Gesundheitsamt das Ministerium schon vor Wochen einmal kontaktiert habe. Es seien dem Amt damals dieselben Auskünfte wie der Öffentlichkeit zu Isolationszeit und Testergebnissen des Ministers gegeben worden. Lauterbach habe sich fünf Werktage nach Feststellung seiner Infektion PCR-testen lassen. Der CT-Wert des Tests habe dabei deutlich über 30 gelegen und somit angezeigt, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr infektiös gewesen sei.

Vor dem Verlassen der Isolation am 10. August seien drei Schnelltests negativ und Lauterbach seit mehr als 48 Stunden symptomfrei gewesen. „Da der Minister sicher sein wollte, nicht mehr ansteckend zu sein“, habe er die Schnelltests zudem mit einem PCR-Nachweis bestätigt. „Nach unseren Informationen ist der Fall für das Gesundheitsamt erledigt“, teilte das BMG weiter mit. (afp/fmg)

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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