Schadenersatz

Mehr als 300.000 VW-Fahrer schließen sich Sammelklage an

Ein VW-Logo an einem Golf vor dem Unternehmenssitz in Wolfsburg.

Ein VW-Logo an einem Golf vor dem Unternehmenssitz in Wolfsburg.

Foto: Hauke-Christian Dittrich / dpa

Berlin  Mehr als 300.000 Diesel-Besitzer hoffen darauf, dass ihnen Deutschlands erste Musterfeststellungsklage Schadenersatz von VW einbringt.

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Mehr als 300.000 Besitzer von manipulierten VW-Autos sollen sich der Musterfeststellungsklage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen (vzbv) angeschlossen haben.

Bis zum 28. Dezember hätten sich 294.000 VW-Besitzer in die Liste für die Klage eingetragen, sagte ein Sprecher des Bundesamtes für Justiz am Mittwoch. In den drei Tagen bis zum 31. Dezember hätten sich dann noch viele weitere Menschen bei der vom Bundesamt geführten Liste angemeldet.

Die Schadenersatzansprüche gegen Volkswagen verjährten am 31. Dezember. Mit dem Eintrag in die Liste wird die Verjährung unterbrochen. Am 1. November hatte der Bundesverband der Verbraucherzentralen die Klage gegen VW eingereicht.

VW-Besitzer müssten ihre Ansprüche individuell durchsetzen

Die Verbraucherschützer wollen damit feststellen lassen, dass der Autobauer wegen manipulierter Abgassteuerung für den Schaden von VW-Besitzern mit bestimmten Dieselmotoren geradestehen muss.

In dem Verfahren wird zunächst aber nur geklärt, ob Schadensersatzansprüche bestehen. Sollte das Oberlandesgericht Braunschweig zu dem Schluss kommen, dass VW Schadenersatz leisten muss, müssen die VW-Besitzer ihre Ansprüche allerdings noch auf eigene Rechnung durchsetzen. Die Teilnahme an der Musterklage kostet die Verbraucher allerdings nichts.

Es ist die erste Musterfeststellungsklage überhaupt. Die große Koalition hatte diese Abwandlung einer Sammelklage mit einem neuen Gesetz erst in diesem Jahr möglich gemacht. Die Klage wird unter anderem vom ADAC unterstützt. (ba/rtr)

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