Justiz

Messerangriff bei Ebay-Kauf in Köln – Mann muss in Haft

Ein Richter hält in einem Gerichtssaal des Kölner Landgerichts das Strafgesetzbuch (StGB) in der Hand. (Symbolbild)

Ein Richter hält in einem Gerichtssaal des Kölner Landgerichts das Strafgesetzbuch (StGB) in der Hand. (Symbolbild)

Foto: Oliver Berg / dpa

Köln  Ein 59-Jähriger muss für eine Messerattacke auf eine 41-Jährige in Haft. Der Mann hatte angeblich einen Ebay-Artikel abholen wollen.

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Erst meldet er sich auf eine Ebay-Kleinanzeige, dann überfällt er die Anbieterin bei der angeblichen Übergabe: Ein 59 Jahre alter Angeklagter ist vom Kölner Landgericht jetzt zu viereinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Urteil erging am Mittwoch wegen versuchter besonders schwerer sexueller Nötigung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung.

Nach Überzeugung des Gerichts hatte sich der 59-jährige im vergangenen August auf eine Verkaufsanzeige im Internet hin bei dem Opfer gemeldet und Interesse an einem Kinderbett bekundet. Beim vereinbarten Übergabetermin in der Wohnung der Frau in Köln-Deutz attackierte er sie dann hinterrücks. Es folgte „eine von der Geschädigten als Kampf auf Leben und Tod empfundene Auseinandersetzung“, wie der Richter sagte.

Nachbarn überwältigten den Mann

Die 41-Jährige wurde durch einen Messerstich lebensgefährlich verletzt und konnte laut Urteil nur durch massive Gegenwehr verhindern, von dem Angreifer gefesselt und geknebelt zu werden. Erst als es ihr gelang, die Wohnungstür zu öffnen, ließ der Angeklagte von ihr ab und versuchte zu fliehen. Nachbarn konnten ihn überwältigen.

Ursprünglich war der Mann wegen versuchten besonders schweren Raubes angeklagt. Doch im Laufe des Verfahrens stellte sich heraus, dass der mutmaßliche Täter früher bereits Frauen angerufen, sexuell beleidigt und bedroht hatte. Auf seinem Laptop fanden die Ermittler zudem Vergewaltigungspornos.

Angeklagter gesteht sexuelle Motive

Der Angeklagte korrigierte daraufhin sein zunächst abgelegtes Geständnis, er habe Geld bei einem Überfall erbeuten wollen, und gab zu, dass der Tat sexuelle Motive zugrunde lagen. (dpa/jb)

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