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Nena: „Ich übernehme jetzt“ – Video löst Shitstorm aus

„Ich übernehme jetzt.“ – Nena unterbricht Danksagung

Nena hat bei einem Konzert in Stuttgart Moderatorin Nadja Gontermann unterbrochen. Warum sie das tat, wurde erst später klar.

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Stuttgart.  Nena hat bei einem Konzert in Stuttgart Moderatorin Nadja Gontermann unterbrochen. Die wollte sich gerade bei den Helfern bedanken.

  • Nach einem Auftritt in einem Autokino muss sich Nena viel Kritik anhören
  • Kollegen bezeichnen die Sängerin unter anderem als „selbstgefällig, arrogant und überheblich“
  • Der Grund für die Kritik: Bei dem Auftritt fiel Nena einer Moderatorin ins Wort – mit den Worten: „Vielen Dank, ich übernehme jetzt.“
  • Später entschuldigte sich die Sängerin bei der Moderatorin auf Facebook

Sängerin Nena hat mit einem Auftritt in Stuttgart für Kopfschütteln gesorgt. Moderatorin Nadja Gontermann wollte während der Ankündigung von Nena noch den Helfern des Konzerts im Autokino danken, als sie von der Ikone der Neuen Deutschen Welle rüde unterbrochen wurde. Ein Video des Vorfalls machte daraufhin im Internet die Runde.

Darin ist zu sehen, wie Gontermann zu ihrer Danksagung ansetzt: „Ich möchte an dieser Stelle eines nicht vergessen, weil: In dieser ganzen Corona-Zeit haben wir alle viel entbehrt. Aber die, die ganz viel entbehrt haben, sind die, die solche Sachen möglich machen, die, die hinter den Kulissen arbeiten …”

Nena muss sich Kritik gefallen lassen – Sängerin entschuldigt sich

Weiter kommt Gontermann jedoch nicht, bevor ihr Nena auf die Schulter tippt und mit bestimmten Ton sagt: „Vielen Dank ich übernehme jetzt.“ Nachdem die Sängerin den Satz noch einmal deutlich wiederholt, verlässt die perplex wirkende Gontermann die Bühne.

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Im Netz muss sich Nena nun einige Kritik gefallen lassen. Radiomoderator Andy Dangel postete das Video auf Facebook und schrieb dazu: „Ich bin immer noch fassungslos wie respektlos eine so erfahrene und große Künstlerin wie Nena sein kann.“ Ihre Aktion sei an Dreistigkeit nicht zu überbieten.

„Nena weiß nicht, was sich gehört“, schreibt Radiolegende Rainer Nitschke laut „Stuttgarter Nachrichten“. „Ich hab sie mal aus einer Live-Sendung geworfen, weil sie einem Kollegen sagte ‘Hol mal meine Jacke, du Penner’. Ich hab’ dem Publikum dann erklärt, warum ich auf die Mitwirkung einer solchen Person verzichtet habe und die Hörer haben das genau so gesehen“, schildert der ehemalige SDR-Moderator ein Erlebnis mit ihr.

SWR-1-Moderator Patrick Neelmeier springt ihm demnach bei: „Nena backstage war schon immer das Übelste, was man mitmachen konnte. Selbstgefällig, arrogant und überheblich.“

Nenas Aktion sorgt bei Gontermann für Unverständnis

Gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) äußerte sich nun Radiomoderatorin Gontermann zu dem Vorfall vom vergangenen Samstag. „Ich kann mir wirklich nicht erklären, was das sollte“, sagt Gontermann. Die Moderation sei sowohl zeitlich als auch inhaltlich mit dem Management von Nena abgesprochen gewesen.

An einen Irrtum der Sängerin will Gontermann nicht so recht glauben. „Eigentlich hätte während meiner Moderation erst Nenas Band die Bühne betreten sollen. Die waren noch nicht mal da”, sagte sie gegenüber dem RND.

Nena entschuldigt sich bei Gontermann – Die nimmt es mit Humor

Nenas Management äußerte sich zu dem Vorfall gegenüber der „Bild“-Zeitung, wie folgt: „Die Moderatorin war uns und Nena angekündigt als kurze Ansage und nachdem sie dann bereits länger gesprochen hatte, Nena mit Band seitlich schon mehrere Minuten gestanden hatte, wollte Nena einfach nur endlich Musik machen.“

Mit dem Inhalt der Danksagung hätte das nichts zu tun gehabt. Im Gegenteil würde Nena gerade solche Shows spielen, um die Menschen hinter den Kulissen zu unterstützen.

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Nena selbst entschuldigte sich schließlich über Facebook bei Gontermann: „Ich stand hinter der Bühne, hab meinen Namen gehört, und das war mein Signal.“ Gontermann nahm die Entschuldigung dankend und mit Humor an. „Vielen Dank für deine Entschuldigung. Ich denke meine Dankesworte auf der Bühne, wären eigentlich auch in deinem Sinne gewesen. Tun wir mal so, als hätte ich das alles ,nur geträumt’.“

(jas)

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