Preisverleihung

Oscars 2019: Alles Wichtige zur Verleihung der Awards

Oscars 2019: Diesmal gab es schon im Vorfeld der Verleihung jede Menge Drama

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Berlin  Am 24. Februar werden zum 91. Mal die Oscars verliehen. Ohne Moderator – aber mit vielen hoffnungsvollen Nominierten. Das ist anders.

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Heute Nacht werden mit den Oscars die wichtigsten Filmpreise verliehen. Doch wie lange geht die Verleihung? Wer ist nominiert? Und wo kann man die Verleihung im Stream und im Fernsehen anschauen? Wir klären die wichtigsten Fragen.

Oscars 2019: Auf dem roten Teppich wird Karl Lagerfeld gedacht

Viele Stars bei den Oscars gedachten mit ihrer Kleidung dem verstorbenen Karl Lagerfeld. Kleider, Anzüge und Schmuck von Chanel oder Fendi waren eine Hommage an den Modeschöpfer: Karl Lagerfeld eingeäschert – Stars würdigen ihn bei Oscars.

Oscars 2019 – Wie lange geht die Verleihung?

Oscar-Fans aus Deutschland müssen ziemlich gute Nerven haben, wenn sie die Oscar-Verleihung bis zum Ende durchhalten wollen. Oder zumindest guten Kaffee: Bis 5.20 Uhr soll die Live-Übertragung bei ProSieben gehen.

Wo läuft die Oscar-Verleihung im deutschen Fernsehen und im Stream?

ProSieben beginnt um 23.55 Uhr mit der Berichterstattung vom Roten Teppich in Los Angeles. Dann um 2 Uhr beginnt offiziell die Veranstaltung. ProSieben bietet auch einen Livestream auf seiner Internetseite an.

Zum Einstimmen auf die Oscars zeigt ProSieben ein passendes Programm:

  • 20.15 Uhr: „La La Land“, sechsfacher Oscargewinner von 2017, Free-TV-Premiere
  • 22.55 Uhr: „red. Der Oscar-Countdown“
  • 23.55 Uhr: Live-Berichterstattung vom roten Teppich
  • 2 Uhr: Live-Übertragung der 91. Academy Awards aus L.A.

Wann beginnt die Oscar-Verleihung?

Die Oscars werden ab 2 Uhr deutscher Zeit verliehen. In Hollywood ist es da erst 17 Uhr.

Was ändert sich alles bei den Oscars?

Es wird eine Oscar-Verleihung ohne Moderator. Und vielleicht gewinnt ein Werk den Oscar für den besten Film, der nicht fürs Kino produziert wurde. Bei den Oscars 2019 wird einiges anders sein als üblicherweise in der glamourösesten Nacht Hollywoods.

Geplant hatte die Oscar-Akademie auch, die Show zu straffen, in dem nicht alle Preise live verliehen werden sollten. Doch die Filmschaffenden gingen auf die Barrikaden – und hatten Erfolg. Bei der Gala am 24. Februar werden die Trophäen in allen 24 Sparten während der Live-Übertragung ausgehändigt, teilte die Akademie mit, man werde das traditionelle Format beibehalten.

Die Oscars für die beste Kamera, den besten Schnitt, den besten Live Action-Kurzfilm und für das beste Make-up und Haarstyling hatten den Planungen zufolge in den Werbepausen ausgehändigt werden sollen. Regisseure wie Alfonso Cuarón, Martin Scorsese, Quentin Tarantino und Spike Lee, aber auch zahlreiche Kameraleute und Schauspieler wie Bradley Cooper, George Clooney, Robert De Niro, Glenn Close und Emma Stone hatten das scharf kritisiert.

Komiker Kevin Hart steigt aus – Oscar-Verleihung ohne Moderator

Eigentlich sollte Komiker Kevin Hart durch Hollywoods Nacht der Nächte führen. Doch dann tauchten Tweets auf, in denen Hart vor einigen Jahren schwulenfeindliche Witze gemacht hatte.

Später bat Hart die LGBTQ-Community allerdings doch um Verzeihung.

„Aufregende Eröffnung“ auch ohne Moderator

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences, die die Oscars vergibt, bestätigte, dass die Show ohne Moderator laufen werde. Karey Burke, Entertainment-Chefin des Senders ABC, versprach, dass es dennoch eine aufregende Eröffnung für die Gala geben werde.

Oscar-Experten erinnern sich mit Grausen an die letzte Gastgeber-lose Gala 1989, in der ein sehr junger Rob Lowe mit einem quietschenden Disney-Schneewittchen sang und tanzte.

Wird es wieder herzzerreißend? Lady Gaga und Bradly Cooper werden ihren Oscar-nominierten Song „Shallow“ aus dem Blockbuster „A Star Is Born“ bei der Gala singen.

Außerdem sind diese Live-Songs geplant: Jennifer Hudson singt „I’ll Fight“ aus der Doku „RBG“, Gillian Welch und David Rawlings präsentieren ihren Song „When A Cowboy Trades His Spurs For Wings“ aus der Netflix-Produktion „The Ballad Of Buster Scruggs“, und ein Überraschungs-Künstler soll „The Place Where Lost Things Go“ aus „Mary Poppins’ Rückkehr“ präsentieren.

Academy Awards 2019: Wer sind die Nominierten?

Ob mit oder ohne Moderator: Viele warten mit Spannung auf die 91. Verleihung der Academy Awards am 24. Februar im Dolby Theatre in Los Angeles – vor allem natürlich die Nominierten.

Nominiert für den Oscar 2019 in der Kategorie „Bester Film“

  • „Black Panther“: Es ist der erste Superhelden-Film mit fast ausschließlich schwarzen Akteuren – vor und hinter der Kamera: T’Challa ist König des afrikanischen High-Tech-Staates Wakanda und verwandelt sich, wenn nötig, in den

  • „BlacKkKlansman“: Der schwarzer Polizist Ron Stallworth gibt sich am Telefon als weißer Rassist aus, dann gibt sich ein weißer Kollege als Stallworth aus – und wird in den Ku-Klux-Klan aufgenommen. Spike Lee machte die wahre zur Filmgeschichte.
  • „Bohemian Rhapsody“: Ein 135-minütiges Filmdenkmal für Rocksänger-Ikone Freddy Mercury, der Stimme von Queen.
  • „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“: Historien-Groteske über Intrigen am Hof der britischen Queen Anne Stuart in schrillen Farben und mit schrägen Charakteren.
  • „Green Book – Eine besondere Freundschaft“: In den USA der 60er Jahre fährt ein weißer Chauffeur einen schwarzen Musiker durch die Südstaaten – und beide lernen viel voneinander.
  • „Roma“: Ein leises, schwarz-weißes Drama über eine Familie und ihr Dienstmädchen im Mexiko der 70er Jahre; die Netflix-Produktion ist schon hochdekoriert, unter anderem mit einem Golden Globen und dem Goldenen Löwen des Filmfestivals in Venedig.
  • „A Star Is Born“: Hollywood-Star Bradley Cooper erzählt die Geschichte eines Starmusikers, der einer talentierten jungen Frau auf die große Bühne hilft.
  • „Vice – Der zweite Mann“: Eine Politsatire über Dick Cheney, der neben US-Präsident George W. Bush zum mächtigsten Vizepräsidenten der amerikanischen Geschichte wurde.

Nominiert für den Oscar 2019 in der Kategorie „Beste Hauptdarstellerin“

  • Lady Gaga alias Stefani Germanotta: Sechs Grammys hat sie schon, für die Rolle als aufstrebende Sängerin Ally in „A Star Is Born“ könnte Lady Gaga einen Oscar bekommen
  • Yalitza Aparicio ist für ihre Rolle als Hausmädchen Cleo in der Netflix-Produktion „Roma“ nominiert
  • Glenn Close ist für ihre Rolle in „Die Frau des Nobelpreisträgers“ nominiert, für ihre Leistung bekam die 71-Jährige auch schon den „Golden Globe“
  • Olivia Colman für ihre Rolle als Queen Anne in „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Melissa McCarthy für die Rolle der Lee Israel in der Filmbiographie „Can You Ever Forgive Me?“

Nominiert für den Oscar in der Kategorie „Bester Hauptdarsteller“

  • Bradley Cooper für seine Rolle als Rockstar Jackson Maine in „A Star Is Born“, in dem Cooper auch Regie führte
  • Viggo Mortensen als Chauffeur Tony Lip im Rassismus-Drama „Green Book – Eine besondere Freundschaft“
  • Rami Malek ist für seine Darstellung von Rock-Superstar Freddy Mercury in „Bohemian Rapsody“ nominiert
  • Christian Bale – der britische Charakterdarsteller ist für seine Verkörperung des ehemaligen US-Vize-Präsidenten Dick Cheney in „Vice – Der zweite Mann“ nominiert
  • Willem Dafoe ist für seine Darstellung von Kunst-Genie Vincent van Gogh in „At Eternity’s Gate“ nominiert

Nominiert für den Oscar 2019 in der Kategorie „Beste Nebendarstellerin“

  • Emma Stone für ihre Rolle als Herzogin Abigail in „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Rachel Weisz als Herzogin Sarah in „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Amy Adams für ihre Rolle als Vize-Präsidentengattin Lynne Cheney in „Vice – Der zweite Mann“
  • Maria de Tavira für ihre Darstellung der vom Mann verlassenen Hausherrin in „Roma“
  • Regina King für ihre Rolle als Sharon Rivers in der Literaturverfilmung „If Beale Street Could Talk“

In der Kategorie „Bester Nebendarsteller“ sind diese Künstler nominiert

  • Mahershala Ali für seine Rolle als Jazz-Pianist Don Shirley in „Green Book – Eine besondere Freundschaft“; den Golden Globe hat er für diese Rolle schon bekommen
  • Adam Driver für seine Darstellung eines Undercover-Polizisten in Spike Lees „BlacKkKlansman“
  • Sam Elliott für seine Rolle als Rockstar-Bruder Bobby Maine in „A Star Is Born“
  • Sam Rockwell für seine Darstellung von US-Präsident George W. Bush in „Vice – Der zweite Mann“
  • Richard E. Grant als Krimineller Jack in „Can You Ever Forgive Me?“

Oscar 2019: Das sind die Nominierten in der Kategorie „Beste Regie“

  • Alfonso Cuarón für „Roma“: Zwei Oscars hat er schon (Beste Regie und Bester Schnitt für „Gravity“), dazu den Golden Globe für die beste Regiearbeit für „Roma“
  • Spike Lee für „BlacKkKlansman“: Spike Lee, einer der profiliertesten US-Filmemacher der vergangenen Jahrzehnte, hat bisher nur einen Ehren-Oscar bekommen
  • Giorgos Lanthimos für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Adam McKay für die Filmbiographie des früheren US-Vizepräsidenten Dick Cheney „Vice – Der zweite Mann“
  • Pawel Pawlikowski für das Schwarz-Weiß-Liebesdrama „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“

Nominiert in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bei den Oscars 2019

  • Deutschland: „Werk ohne Autor“, Regie: Florian Henckel von Donnersmarck
  • Mexiko: „Roma“, Regie Alfonso Cuarón
  • Polen: „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“, Regie: Pawel Pawlikowski
  • Japan: „Shoplifters – Familienbande“, Regie: Hirokazu Koreeda
  • Libanon: „Capernaum – Stadt der Hoffnung“, Regie: Nadine Labaki

In der Kategorie Beste Kamera sind nominiert:

  • Alfonso Cuarón für „Roma“
  • Caleb Deschanel für „Werk ohne Autor“
  • Matthew Libatique für „A Star Is Born“
  • Robbie Ryan für „The Favourite – Intrigen und Irrsinn“
  • Łukasz Żal für „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“

Den Link zum Livestream finden Sie hier.

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