Polizeichef für Drogenhandel verurteilt

Helsinki.   Ein drogenschmuggelnder Polizeichef im überaus gesetzestreuen Finnland: Das klingt absurd, ist aber wahr. Der ehemalige Chef des Drogendezernates in Helsinki, Jari Aarnio, ist wegen grober Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und umfangreicher Dienstvergehen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zudem soll er 1,3 Millionen Euro an den Staat bezahlen. Das entspricht seinem geschätzten Gewinn aus den Drogengeschäften.

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Ein drogenschmuggelnder Polizeichef im überaus gesetzestreuen Finnland: Das klingt absurd, ist aber wahr. Der ehemalige Chef des Drogendezernates in Helsinki, Jari Aarnio, ist wegen grober Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz und umfangreicher Dienstvergehen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Zudem soll er 1,3 Millionen Euro an den Staat bezahlen. Das entspricht seinem geschätzten Gewinn aus den Drogengeschäften.

Der inzwischen 58-jährige Jari Aarnio leitete die Anti-Drogen-Einheit der Polizei in Helsinki von 1999 bis 2013 und war insgesamt 30 Jahre Polizist. Wann er kriminell wurde, ist unklar. Das Gericht legte für seinen Urteilsspruch lediglich fest, dass er zwischen 2011 und 2012 tatkräftig dabei geholfen hat, 791 Kilo Hasch in Tonnen aus den Niederlanden nach Finnland zu schmuggeln.

Aufgeflogen ist er, weil seine Kollegen misstrauisch wurden. 2011 waren mehrere Drogenschmuggler festgenommen worden. Doch die Ermittler waren sich sicher, dass der Kopf der Bande noch frei rumlief. Durch Handyortungen kamen sie einem Mann auf die Spur, der sich stets in der Nähe der Drogenumschlagsplätze aufhielt: Jari Aarnio. Er hat angekündigt in Berufung zu gehen.

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