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Prinz Philip kurz nach Unfall offenbar wieder am Steuer

Prinz Philip fährt offenbar gern selbst Auto – wie hier im Mai 2018.

Prinz Philip fährt offenbar gern selbst Auto – wie hier im Mai 2018.

Foto: Steve Parsons / dpa

London  Nur Tage nach seinem spektakulären Unfall sitzt Prinz Philip (97) offenbar wieder am Steuer. Der Crash hatte eine Debatte ausgelöst.

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Seinen Schock hat Prinz Philip nach seinem spektakulären Unfall vor einigen Tagen offenbar schnell überwunden. Medienberichten zufolge sitzt der 97 Jahre alte Mann von Königin Elizabeth II. wieder am Steuer.

Mehrere britische Boulevard-Blätter haben Fotos veröffentlicht, die zeigen sollen, wie der greise Duke von Edinburgh einen SUV fährt. Ein Foto, das die „Daily Mail“ veröffentlichte, zeigt den Prinzen ohne Anschnallgurt und ohne Beifahrer.

Neues Auto kurz nach dem Unfall geliefert

Zuvor waren Fotos öffentlich geworden, auf denen zu sehen ist, wie ein neuer Land Rover zum Landsitz der Queen (92) im ostenglischen Sandringham geliefert wird. Der Palast wollte die Berichte und Fotos nicht kommentieren.

Mit einem ähnlichen Fahrzeug wie dem neu glieferten

Er war selbst gefahren. Sein Wagen soll sich einem Augenzeugen zufolge mehrfach überschlagen haben. Der Prinz blieb unverletzt.

Die 28 Jahre alte Fahrerin des anderen Unfallautos erlitt Schnittwunden an den Knien. Ihre Beifahrerin (45) brach sich bei dem Unfall das Handgelenk. Beide Frauen sind inzwischen wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. Dem neun Monate alten Baby, das auch in ihrem Fahrzeug saß, soll es gut gehen.

Debatte über autofahrende Senioren

Prinz Philips Unfall löste eine Debatte über autofahrende Senioren aus – zu denen auch die Queen gehört. So legte der prominente britische Auto-Journalist Jeremy Clarkson dem 97-Jährigen einen Verzicht auf seinen Führerschein nahe. Seine erste Reaktion auf dessen Unfall sei gewesen: „Was zum Teufel macht ein Mann in diesem Alter hinter dem Steuer eines Wagens?“, schreibt Clarkson in der Boulevard-Zeitung „The Sun“.

Interessengruppen behaupteten immer, dass ältere Fahrer sicherer auf der Straße seien als junge Rowdys, „aber ich bin mir nicht so sicher“, sagte der Moderator der Amazon-Autoshow „The Grand Tour“. In Großbritannien müssen sich Führerscheinbesitzer über 70 einem medizinischen Test unterziehen, um ihre Fahrtauglichkeit nachzuweisen. Anders dagegen in Deutschland: Hier ist die einmal erworbene Fahrerlaubnis unbegrenzt.

Philip hatte sich 2017 in den Ruhestand verabschiedet. In den vergangenen Jahren litt er unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam ein neues Hüftgelenk. Das hielt ihn aber nicht davon ab, sich weiter hinter das Steuer zu setzen. (dpa/moi)

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