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Rammstein-Sänger Lindemann kündigt auf Instagram Pause an

Rammstein-Frontmann Till Lindemann im Juni bei einem Konzert im Berliner Olympiastadion.

Rammstein-Frontmann Till Lindemann im Juni bei einem Konzert im Berliner Olympiastadion.

Foto: Christoph Soeder / dpa

Berlin/Wien.  Till Lindemann hat sich in die Tourpause verabschiedet. Der Sänger hat mit Rammstein in diesem Jahr 30 Konzerte hinter sich gebracht.

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Rammstein-Frontmann Till Lindemann (56) hat sich auf Instagram in eine Spielpause verabschiedet. „It’s time to rest now“, schrieb Lindemann in dem sozialen Netzwerk zu einem Bild, das ihn mit einem Buch in einem Flugzeug zeigt.

Auffällig: Erneut ließ sich Lindemann mit dem Buch „Letzte Wünsche – Was Sterbende hoffen, vermissen, bereuen – und was uns das über das Leben verrät“ fotografieren. Autor Alexander Krützfeldt berichtet darin über den Protagonisten Frank Wenzlow, der nach dem Krebstod seiner große Liebe mit einem Verein Sterbenden den letzten Wunsch vor dem Tod erfüllt.

Die Pause hat sich Lindemann redlich verdient. Rammstein haben in diesem Jahr bei ihrem viel umjubelten Comeback 30 Konzerte gegeben, das letzte davon im Wiener Ernst-Happel-Stadion. Insgesamt kamen zu den Auftritten mehr als eine Million Fans. Allein ins Moskauer Central Dynamo Stadion kamen gut 80.000 Menschen.

Rammstein setzte auf Tour politische Zeichen

Speziell in Osteuropa und Russland setzte die Band auch politische Zeichen. Die Gitarristen Richard Kruspe und Paul Landers gaben sich bei mehreren Konzerten am Ende eines Songs einen Kuss. Die Szene provozierte vor allem in Moskau, also in der Hauptstadt eines Landes, in dem Homosexuelle immer wieder angefeindet und angegriffen werden. Im polnischen Chorzów hatte die Band vorher schon Regenbogenfahnen schwenken lassen.

Moskau- Rammstein-Gitarristen küssen sich

Der russische Parlamentsabgeordnete Vitali Milonow nannte die Musiker wegen ihrer Kuss-Einlage „Idioten“ und wetterte: „Wenn sie es für möglich halten, sich derartig aufzuführen, dann sollten wir es auch für möglich halten, uns von solchem Müll fernzuhalten.“ Von ihren Fans und in sozialen Netzwerken wurde Rammstein für diese Zeichen gegen Homophobie hingegen gefeiert. Jetzt verabschiedete sich die Berliner Band mit einem Dank für eine „unglaubliche Tour“.

Im kommenden Jahr sind bisher 27 bereits weitgehend ausverkaufte Auftritte in europäischen Stadien geplant.

Das sind die geplanten Rammstein-Konzerte in Deutschland:

  • Leipzig (29./30. Mai)
  • Stuttgart (2./3. Juni)
  • Düsseldorf (27./28. Juni)
  • Hamburg (1./2. Juli)
  • Berlin (4./5. Juli)

(ba/dpa)

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