Auslandsurlaub

In diesen Ländern könnte der Sommer-Urlaub möglich sein

Urlaub in Zeiten von Corona: Das müssen Sie wissen

Das Coronavirus hat die Urlaubsplanung vieler Menschen komplett umgeworfen. Doch es gibt Hoffnung für den spontanen Sommerurlaub: Immer mehr Lockerungen treten in Kraft.

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Urlaubsländer wie Italien, Griechenland und Spanien wollen bald wieder Touristen ins Land lassen. Wo ein Urlaub im Ausland möglich ist.

  • Die Bundesregierung hat die Aufhebung der weltweiten Reisewarnung ab dem 15. Juni beschlossen
  • Aufgehoben werden soll die Reisewarnung für 29 europäische Länder
  • Lohnt es sich, einen Sommerurlaub in der Corona-Krise zu planen? Wir fassen zusammen, wo ein Urlaub im Ausland 2020 möglich ist

Berlin. Die Bundesregierung hebt die weltweite Reisewarnung zum 15. Juni auf. Das hat das Kabinett am Mittwoch beschlossen, wie Außenminister Heiko Maas nach der Kabinettssitzung in Berlin mitteilte.

Demnach gilt dann die Reisewarnung für 29 europäische Länder nicht mehr, sofern es die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zulässt. Individuelle Reisehinweise sollen die am 17. März für alle rund 200 Länder der Welt verhängte Warnung vor touristischen Reisen ersetzen. Dies war bereits zuvor aus einem Eckpunktepapier hervorgegangen.

Für zwei weitere europäische Länder, die zuvor im Eckpunktepapier genannt worden waren, verzögert sich das Ende der Reisewarnung noch: Norwegen und Spanien. In beiden Ländern gelten noch über den 15. Juni hinaus Einreisesperren wegen der Corona-Pandemie.

Reisewarnung aufgehoben

Aufgehoben werden die Reisewarnungen also für:

  • die 25 Partnerländer Deutschlands in der Europäischen Union, außer Spanien,
  • das gerade aus der EU ausgetretene Großbritannien sowie
  • Island,
  • die Schweiz und
  • Liechtenstein.

Maas sagte aber, er erwarte für Spanien eine Aufhebung der Einreisesperre zum 21. Juni. Unmittelbar danach würde dann auch für dieses Urlaubsland Nummer eins der Deutschen die Reisewarnung aufgehoben.

Lesen Sie hier: Trotz Corona in Deutschland reisen: Wo Urlaub möglich ist

Die Bundesregierung macht in dem beschlossenen Eckpunktepapier klar, dass die Reisewarnung für bestimmte Länder oder Regionen reaktiviert werden kann, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder drastisch steigt. Dabei will sie sich an der für Deutschland geltenden Obergrenze von 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen orientieren.

Wird diese überschritten, behält sich die Bundesregierung „Schutzmaßnahmen“ vor. „Dazu können bspw. länder- oder regionsspezifische Reisewarnungen gehören“, heißt es in dem Papier. Das gilt auch für den Fall, wenn einzelne Staaten die erforderlichen Maßnahmen zum Infektionsschutz im Tourismusbetrieb nicht ausreichend ergreifen. Grundlage werden dabei die von der EU-Kommission entworfenen Richtlinien sein.

Lesen Sie unser Interview mit Heiko Maas zur Reisewarnung: Maas: „Europa war nicht genug vorbereitet auf Pandemie“

Urlaub in Europa – Was plant die EU?

Die EU-Kommission empfiehlt, die Binnengrenzen in Europa vorsichtig zu öffnen. Sie hat Leitlinien vorgelegt, mit denen sie EU-Mitgliedsstaaten unterstützen will, Grenzkontrollen stufenweise aufzuheben. Ziel ist es, den Tourismus beziehungsweise Urlaubsreisen in alle EU-Länder koordiniert zu ermöglichen. Aktuelle Nachrichten zum Coronavirus im News-Ticker

Demnach sieht der Stufenplan vor, zunächst die Grenzen zwischen Ländern fallenzulassen, die die Pandemie gut und auf ähnlichem Niveau eingedämmt haben. Mehrere EU-Staaten könnten sich zu neuen Zonen der Reisefreiheit zusammentun. Auch Flugreisen seien vor diesem Hintergrund möglich.

Mehr über das Papier der EU-Kommission lesen Sie hier: Corona-Pandemie: So will die EU den Sommerurlaub retten

Zunächst wird es deshalb vermutlich sehr unterschiedliche Reisebedingungen in der EU geben. Bis der Schengenraum wieder zur generellen Reisefreiheit zurückgekehrt sein wird, wird noch einige Zeit vergehen. Bislang sind einige als beliebte Urlaubsländer bekannte EU-Staaten mit eigenen Regeln hervorgeprescht.

Einige EU-Mitglieder wollen mehr, andere weniger Schutz. Der Vorsitzende des Tourismusminister-Rats der EU, Gari Cappelli, sagte, dies betreffe etwa die Frage medizinischer Tests bei der Einreise von Urlaubern. Angesichts der unterschiedlichen Infektionslage sei das auch nur zu verständlich, meinte Cappelli.

Urlaub in Dänemark: Was ist in diesem Jahr möglich?

Dänemark öffnet am 15. Juni seine in der Corona-Krise geschlossenen Grenzen wieder für Touristen aus Deutschland, Island und Norwegen. Es wird erwartet, dass auch dann noch eine Reihe von Verhaltensregeln gelten.

Was für den Dänemark-Ausflug zu beachten ist:

  • Versammlungen im öffentlichen und privaten Raum mit über zehn Personen sind untersagt
  • Wer einreisen will, muss mindestens sechs Nächte außerhalb Kopenhagens gebucht haben
  • Mancherorts gelten besondere Hygiene-Regeln
  • In Dänemark gibt es keine Maskenpflicht

Griechenland: Wie sehen die Pläne aus?

Hoffnungsvoll sind die Signale aus Griechenland. Regierungschef Kyriakos Mitsotakis hatte bereits am 20. Mai angekündigt, dass Griechenland ab dem 15. Juni seine Touristensaison wieder eröffnen will. Internationale Flüge sollten eigentlich ab dem 1. Juli schrittweise wieder aufgenommen werden.

Die Tourismusbranche setzt daher auf einen verspäteten Saisonbeginn im Juli oder August und machte bereits vor Wochen in der EU massiv Druck. Bei einem Videogipfel der EU-Regierungschefs rief der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis seine Kollegen dazu auf, Reisen so schnell wie möglich wieder zuzulassen.

Lesen Sie hier: Urlaub in Griechenland: Was Touristen beachten müssen

In diesem Zusammenhang will die Regierung den Tourismus schrittweise hochfahren. So sollen zum Beispiel klare Abstandsregeln und regelmäßige Tests für Hotelmitarbeiter eingeführt werden, damit möglicherweise ab Anfang Juli ausländische Gäste Urlaub in Griechenland machen können.

Voraussetzung für die Einreise soll jedoch ein negativer Coronatest im Heimatland sein. Den negativen Test sollen Touristen mit einem Attest nachweisen. Der griechische Tourismusminister Charis Theocharis gab bekannt, dass für deutsche Touristen die Quarantänepflicht bei der Einreise ab dem 15. Juni entfalle.

Diese Regeln gelten aktuell in Griechenland:

  • Es gelten weitreichende Verhaltens- und Abstandsregeln und Hygienevorschriften, die unbedingt eingehalten werden müssen, etwa Maskenpflicht im ÖPNV, in Taxis, Krankenhäusern und Arztpraxen
  • Touristenunterkünfte mit Ganzjahresbetrieb wie Hotels, Campingplätze, Jugendherbergen und Ferienwohnungen sind wieder geöffnet
  • Alle organisierten Strände und Badeanstalten sind wieder offen – allerdings gibt es strenge Regeln. So sind nur 40 Menschen pro 1000 Quadratmeter erlaubt, der Abstand zwischen den Sonnenschirmen muss vier Meter betragen, Strandbars dürfen nur verpacktes Essen verkaufen und keinen Alkohol ausschenken
  • Alle Einreisenden müssen sich laut Auswärtigem Amt noch bis zum 30. Juni einem Covid-19-Test unterziehen, auch danach werden stichprobenartig Corona-Tests durchgeführt
  • Bei einem positiven Covid-19-Test müssen sich Reisende in eine 14-tägige häusliche Quarantäne begeben
  • Fällt der Test negativ aus, ist eine siebentägige Hausquarantäne aktuell noch verpflichtend, diese soll aber für Reisende aus einigen Ländern – unter anderem Deutschland – voraussichtlich ab 15. Juni zurückgenommen werden
  • Deutsche dürfen nicht über den Land- oder Seeweg nach Griechenland einreisen (Ausnahme: Fahrzeugführer im Warenverkehr)
  • Der Fährbetrieb für den Passagierverkehr ist aktuell noch bis zum 15. Juni eingestellt
  • Direkte Flugverbindungen zwischen Deutschland und Athen sind am 18. Mai für einige Standorte wieder aufgenommen worden
  • Der Direktflugverkehr zwischen Deutschland und Thessaloniki wird am 15. Juni wieder aufgenommen
  • Internationale Linienflüge landen ab 15. Juni zunächst nur am Flughafen Athen
  • Flugreisen zu den griechischen Inseln und anderen Touristenzielen sind ab dem 1. Juli wieder möglich

Urlaub auf Mallorca – Wie steht es um Reisen nach Spanien?

Spanien ist eines der beliebtesten Urlaubs-Länder der Deutschen. Hier gelten strenge Regelungen, da die Coronavirus-Pandemie in Spanien fatale Auswirkungen hatte. Der Alarmzustand wurde bis zum 7. Juni verlängert. Am 23. Mai wandte sich Spaniens Ministerpräsident Pedro Sanchéz an die Nation und machte klar: Bis Juli wird es nichts mit dem Urlaub in seinem Land.

Die Regierung in Madrid will erst am 1. Juli die Grenzen für ausländische Touristen wieder öffnen. Dann soll auch die zweiwöchige Zwangsquarantäne für alle Einreisenden aufgehoben werden.

Dann aber dürften Touristen unter bestimmten Bedingungen wieder einreisen. „Wir werden garantieren, dass die Touristen keine Risiken eingehen werden und auch, dass sie keine Risiken für uns verursachen“, erklärte Sanchez. Einzelheiten nannte er nicht.

Lesen Sie hier: Corona: So könnte der Sommerurlaub auf Mallorca möglich sein

Unklar bleibt, ob eine Reise auf die balearischen Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza oder Formentera noch früher möglich wird. Die Inseln setzten sich seit längerem für die Errichtung eines „sicheren Tourismuskorridors“ ein. Zuletzt hatte sich die regionale Regierungschefin Francina Armengol optimistisch gezeigt: „Die touristische Saison ist noch nicht verloren.“

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Coronavirus- Kanaren und Balearen öffnen sich

Mehr lesen: Teneriffa und Fuerteventura – ob Urlaub dort 2020 möglich ist, erfahren Sie hier.

Diese Regeln gelten aktuell in Spanien:

  • Der Alarmzustand und die damit verbundenen Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit im gesamten Land sind bis zum 7. Juni verlängert worden; sie werden aber nach einem Vier-Phasen-Plan sukzessive gelockert
  • Die Grenzen bleiben bis Juli geschlossen. Dann sollen Touristen unter sicheren Bedingungen wieder einreisen dürfen
  • Seit dem 15. Mai müssen sich Menschen, die trotz geschlossener Grenzen einreisen, in eine 14-tätige häusliche Quarantäne begeben; es gelten Ausnahmen unter anderem für Berufspendler oder Transitreisende ohne Übernachtung
  • In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht, der öffentliche Verkehr wurde stark reduziert
  • Die spanischen Häfen sind für Kreuzfahrtschiffe gesperrt
  • Die Badestrände auf Mallorca und in vielen anderen Regionen sind seit dem 25. Mai wieder geöffnet

Besteht Hoffnung für Urlaub in Italien?

Italien ist eines der Länder, die besonders stark von dem Ausbruch des Coronavirus betroffen sind. Doch nun gibt es Hoffnung auf Pasta-Essen in der Toskana, Strandurlaub an der Adriaküste, Kultur in Florenz und Rom sowie Wandern in Südtirol: Seit dem 3. Juni sind Einreisen aus dem Ausland nach Italien wieder erlaubt. Auch innerhalb Italiens kann man dann wieder reisen.

In jedem Fall sollen überall Abstandsregeln gelten und Sonnenschirme am Strand weit genug voneinander weg stehen. Buchungen für den Zugang zu Strandbädern sollen verhindern, dass die Menschen zu dicht aneinander in der Sonne braten. Buffets in Hotels sind verboten. Desinfektionsmittel müssen überall bereit stehen.

Diese Regeln gelten aktuell in Italien:

  • Wegen der Covid-19-Ausbreitung gilt in Italien eine Notfallverordnung
  • Die Einreise nach Italien aus Deutschland ist seit dem 3. Juni wieder gestattet, die Quarantäneregeln wurden zeitgleich aufgehoben
  • An Flughäfen und Häfen sowie im Überlandverkehr werde bei Reisenden Gesundheitskontrollen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Unter ausländischer Flagge fahrende Passagier- und Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht in italienischen Häfen anlegen
  • Hotels dürfen keine Buffets anbieten
  • Kulturelle und soziale Veranstaltungen an öffentlichen oder privaten Orten können ab dem 15. Juni unter Einhaltung spezifischer Teilnehmerzahlen und Sicherheitsmaßnahmen wieder stattfinden
  • Geschäfte, Bars und Restaurants sind unter Einhaltung strenger Auflagen wieder geöffnet
  • Der öffentliche Personenverkehr nimmt den normalen Betrieb wieder auf

Wird Urlaub in Frankreich möglich sein?

Ein Urlaub in der Bretagne oder an der Cote d’Azur rückt in greifbare Nähe. Entscheidend wird sein, wann Frankreich die Öffnung der Grenzen für Touristen beschließt. Die ersten Schritte sind frühestens zum 15. Juni geplant. Seit dem 2. Juni haben allerdings Touristenunterkünfte wieder geöffnet – unter der Voraussetzung, dass in den einzelnen Regionen die französische Corona-Ampel auf grün steht, gab Premierminister Édouard Phillipe an.

In Frankreich zeigen die Farben rot, orange und grün an, wie stark eine Region von dem Coronavirus betroffen ist. Im Großraum Paris und den Überseegebieten Französisch-Guyana und Mayotte steht die Ampel noch auf orange. Die Hotels sollen dort deswegen erst am 22. Juni öffnen.

Bis Ende Juni soll nach den Vorstellungen der Regierung auch wieder ein Großteil der Touristenziele geöffnet werden. Kleinere Museen dürfen schon wieder Besucher empfangen. Dort und an Denkmälern gilt die Maskenpflicht. Bereits geöffnet sind auch in ganz Frankreich wieder Restaurants und Cafés – in Paris allerdings nur die Außenbereiche.

Diese Regeln gelten aktuell in Frankreich:

  • Touristische Reisen nach Frankreich, einschließlich des Aufsuchens von Zweitwohnsitzen, sind weiterhin – voraussichtlich mindestens bis zum 15. Juni – nicht erlaubt
  • Am 11. Mai wurde die strikte Ausgangssperre aufgehoben, seither dürfen Geschäfte wieder öffnen. Große Museen und andere touristische Attraktionen bleiben bis Ende Juni aber geschlossen
  • Insbesondere im Großraum Paris gelten weiterhin Abstands- und Hygienegebote
  • Öffentliche Versammlungen von mehr als zehn Personen sind weiter unzulässig
  • Die innerfranzösischen Beschränkungen sind seit dem 2. Juni weitgehend gelockert, insbesondere entfallen Einschränkungen für Reisen innerhalb Frankreichs
  • Bis auf Paris haben Restaurants und Cafés in ganz Frankreich vollständig geöffnet.
  • Strände und Schwimmbäder dürfen wieder öffnen. Voraussetzung ist auch hier, dass die Corona-Ampel in den entsprechenden Gebieten auf grün steht
  • Der öffentliche Personennahverkehr und der Fernverkehr wird ausgeweitet, es gilt weiterhin eine Maskenpflicht. In einzelnen Städten kann eine Pflicht zum Tragen von Gesichtsmasken auch im öffentlichen Raum angeordnet werden
  • Personen, die nach Frankreich einreisen, müssen einen wichtigen Einreisegrund nachweisen und eine internationale Einreisebescheinigung mit sich führen
  • Frankreich plant frühestens zum 15. Juni eine schrittweise Öffnung der Grenzen

Urlaub in Kroatien – besteht Hoffnung?

Kroatien hat die Sommersaison noch nicht aufgegeben und begrüßt bereits wieder deutsche Urlauber. Die Voraussetzung: Sie müssen über die Einladung eines Unternehmens verfügen und an ihrer Einreise muss ein wirtschaftliches Interesse bestehen. Im Klartext heißt das, dass Touristen einfach die Buchung einer Unterkunft vorweisen müssen. Angefangen in Istrien wird der Tourismus im Land wieder schrittweise hochgefahren.

Lesen Sie hier: Urlaub in Kroatien 2020: Ist Reisen trotz Corona möglich?

Diese Regeln gelten aktuell in Kroatien:

  • Touristen dürfen seit dem 9. Mai wieder einreisen
  • Bei der Einreise werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts registriert. Diese können auch vorab auf der Website des kroatischen Tourismusministeriums hinterlegt werden
  • Es werden verstärkt Einreisekontrollen und Gesundheitsprüfungen mit Temperaturmessungen durchgeführt
  • Hotels dürfen öffnen und kommen dem schrittweise nach
  • Restaurants mit Außenbereich dürfen Gäste empfangen
  • Fernverkehr und Inlandsflüge sind wieder möglich
  • Bis zu zehn Personen dürfen sich privat treffen, solange der Mindestabstand eingehalten wird
  • Es gibt keine Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Das kroatische Gesundheitsministerium empfiehlt dennoch das Tragen einer Maske

Wird ein Urlaub in der Türkei 2020 möglich sein?

Die Türkei, die auch ein beliebtes Reiseland bei Deutschen ist, hat sich auf die Tourismussaison vorbereitet.

Seit Ende Mai hat das Land den inländischen Reiseverkehr aufgenommen, im Juni hofft es auf internationale Urlauber.

Hotels und Restaurants unterliegen dabei nach Angaben des Tourismusministers Mehmet Nuri Ersoy strengen Auflagen. So müssen etwa Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, Personal in Hotels soll eine Pandemie-Ausbildung erhalten. Gepäck wird mit Desinfektionsmitteln behandelt.

Zudem sollen Urlauber nach der Wiederaufnahme des internationalen Flugverkehrs bei der Einreise in die Türkei auf das Coronavirus getestet werden. Die halbstaatliche Fluggesellschaft Turkish Airlines hatte ihren Flugstopp zuletzt bis zum 10. Juni verlängert.

Diese Regeln gelten aktuell in der Türkei:

  • Derzeit gilt für Menschen aus mehrere von Covid-19 betroffene Staaten ein Einreiseverbot, auch für Reisende aus Deutschland
  • Reguläre Flüge aus der Türkei an internationale Destinationen sind derzeit generell ausgesetzt, es gibt noch vereinzelte Ausnahmen
  • Die türkischen Land- und Seegrenzen nach Griechenland und Bulgarien sind seit dem 19. März geschlossen
  • Es gilt eine Ausgangssperre mit stundenweisen Ausnahmen für chronisch Kranke sowie für Menschen über 65 und unter 18 Jahren
  • Die Reisebeschränkungen zwischen den Provinzen wurde mittlerweile aufgehoben
  • Es herrscht Maskenpflicht auf Märkten, in Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln
  • Verstöße gegen Abstandsregeln (drei Schritte) werden geahndet
  • Restaurants und Gaststätten sind nur für den Außer-Haus-Verzehr geöffnet

Urlaub in Österreich: Trotz Corona-Krise möglich?

Wenn schon nicht in der Ferne, dann vielleicht im Nachbarland? In Österreich dürfen Hotels, Tourismusbetriebe und Sehenswürdigkeiten seit Ende Mai wieder für Urlauber öffnen. Bis Mitte Juni gibt es offiziell noch Kontrollen an der Grenze zu Österreich. Sobald die Tourismusbetriebe öffnen, treten auch einige Lockerungen für Urlauber in Kraft.

Innerhalb einer Reisegruppe muss dann nicht mehr der Sicherheitsabstand eingehalten werden, Buffets dürfen unter Auflagen angeboten werden und auch die Wellness-Bereiche der Hotels machen wieder auf. Um dennoch Sicherheit zu gewährleisten, will die Regierung in Österreich ab Juli 65.000 Corona-Tests pro Woche für Angestellte von Hotelbetrieben zur Verfügung stellen.

Diese Regeln gelten aktuell in Österreich:

  • Die Ausgangsbeschränkungen in Österreich wurden am 1. Mai aufgehoben
  • Ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen muss weiter eingehalten werden
  • Öffentliche Veranstaltungen mit maximal zehn Teilnehmern dürfen wieder stattfinden
  • Auch Geschäfte mit mehr als 400 Quadratmetern dürfen wieder öffnen
  • Seit dem 15. Mai dürfen Gastronomiebetriebe unter strengen Auflagen wieder Gäste empfangen
  • Auch Hotels, Tourismusbetriebe und Sehenswürdigkeiten dürfen wieder öffnen
  • In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht
  • Die Mundschutzpflicht gilt auch im Eingangsbereich sowie an der Rezeption von Hotels
  • Personen, die aus Deutschland einreisen wollen, müssen ein ärztliches Attest über einen negativen Covid-19-Test, das nicht älter als vier Tage ist, vorweisen

Niederlande und Belgien – Was muss man zu Reisen in diese Länder wissen?

Nicht nur ein Österreich-Urlaub, auch eine Reise in die Niederlande dürfte in diesem Sommer – mit Einschränkungen – möglich sein. Während ein Holland-Besuch jetzt schon möglich ist, bleibt jedoch ungewiss, ob es mit einer Fahrt nach Belgien klappen könnte.

Lesen Sie hier: Urlaub in den Niederlanden und Belgien: Ist er 2020 möglich?

Diese Regeln gelten aktuell in den Niederlanden:

  • Zwischen den Niederlanden und Deutschland finden derzeit keine Grenzkontrollen statt
  • Ab dem 1. Juli sollen alle Campingplätze und Ferienparks wieder voll geöffnet werden
  • Die einzelnen Sicherheitsregionen in Holland können selbst über die Öffnung von Übernachtungsangeboten entscheiden
  • Museen dürfen ab 1. Juni wieder Besucher empfangen
  • Restaurants, Cafés, Strandpavillons und Kneipen dürfen jeweils maximal 30 Gäste bewirten. Ab Juli sind dann bis zu 100 Gäste erlaubt
  • Wer von Flughäfen in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen in die Niederlande einreist, muss ein sogenanntes Gesundheitszeugnis mit sich führen; die Einreise kann verweigert werden
  • Reisende aus diesen Bundesländern sollen sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben

Diese Regeln gelten aktuell in Belgien:

  • Nicht zwingend notwendige Grenzübertritte, dazu zählen vor allem touristische Reisen, sind verboten
  • Grenzkontrollen sollen bis zum 8. Juni in Kraft bleiben
  • Reisebeschränkungen sollen nur gelockert werden, wenn die Virus-Situation in den Nachbarländern vergleichbar ist
  • Das öffentliche Leben in Belgien ist stark eingeschränkt, der öffentliche Personennahverkehr reduziert
  • Geschäfte sind unter Beachtung der Abstands- und Hygieneregeln wieder geöffnet
  • Hotels, Restaurants und kulturelle Veranstaltungsorte, bis auf Museen und Zoos, sind geschlossen
  • Es ist erlaubt, das Haus zu verlassen, um Einkaufen, zur Apotheke und zum Arzt zu gehen, betreuungsbedürftige Personen zu unterstützen oder sich sportlich zu betätigen
  • Es gelten Ausgangsbeschränkungen, Abstandsregeln und eine Empfehlung zum Tragen von Schutzmasken
  • Die Teilnahme an einer Versammlung, Festivität, an Gruppensport und Verstöße gegen das Ausgangsverbot (nicht-essentielle Reisen/Fahrbewegungen) sind mit einer Geldbuße von 26 bis 500 Euro und/oder Haft von acht Tagen bis zu drei Monaten belegt
  • Tagesausflüge sind frühestens ab dem 8. Juni wieder möglich
  • Großveranstaltungen bleiben bis mindestens 31. August untersagt

Coronavirus-Pandemie in Deutschland und der Welt:

(jkali/jas/dpa/AFP)

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