Finderlohn

Riesen-Anzeige verspricht 30.000 Euro für verlorene Tasche

Eine ganzseitige Anzeige in der „Bild“ lobt eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro für die Wiederbeschaffung einer in Berlin verloren gegangenen Aktentasche aus.

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Eine ganzseitige Anzeige in der „Bild“ lobt eine Belohnung in Höhe von 30.000 Euro für die Wiederbeschaffung einer in Berlin verloren gegangenen Aktentasche aus. Foto: dpa

Mit einer ungewöhnlichen Anzeige sucht jemand nach einer verlorenen Tasche. 30.000 Euro Belohnung sind für den Finder ausgelobt.

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Julius BetschkaMit einer ungewöhnlichen Aktion will die Besitzerin einer Aktentasche ihr Gepäckstück zurückhaben: Findern bietet sie 30.000 Euro, falls sie ihr die „Brioni-Aktentasche“ in grauem Wildleder „inklusive des kompletten Inhalts“ übergeben. Besonders erstaunlich: Um ihr Eigentum wiederzubekommen, hatte sie am Donnerstag sogar eine ganzseitige Anzeige in der Berliner Ausgabe der „Bild“-Zeitung geschaltet. In großen, roten Lettern steht dort: „30.000 Euro Belohnung“. „Mein Ziel ist es, den Täter dazu zu bewegen, die Tasche zurückzubringen“, sagte sie „Spiegel Online“.

Die Aktentasche, so die Eigentümerin in der Anzeige, sei am Sonnabend, 4. November, bei dem Besuch eines Sushi-Restaurants im Berliner Hauptbahnhof verloren gegangen. Das Ganze sei zwischen 12.40 und 12.55 Uhr passiert. Sie bittet Finder deshalb, eine Mail an sie zu schreiben – unter der Adresse: aktentasche@gmx.de.

Hohe Fluktuation im Restaurant

Eine Mitarbeiterin des Sushi-Restaurant, in dem der Diebstahl stattgefunden haben soll, erklärte gegenüber der „Berliner Morgenpost“, dass Polizisten bereits in dem Restaurant gewesen wären und „Fragen gestellt“ hätten. In der Aktentasche, so die Frau, hätten sich laut Aussagen der Polizisten Gold und Schmuck befunden – dies erkläre auch den hohen Finderlohn. Sie hätte mitbekommen, wie an dem Sonnabend, als die Tasche verloren ging, zwei Männer danach gefragt hätten.

„Aber wir wussten nichts von einer Aktentasche und haben die bestimmt nicht selbst weggenommen“, sagte die Frau. In dem Restaurant gingen am Tag hunderte Menschen aus und ein, in einem Bahnhof sei die Fluktuation sehr hoch. „Wir haben hier zu tun und keine Zeit, immer den ganzen Laden im Auge zu behalten.“ Sie hoffe aber, dass der Besitzer die Aktentasche wiederbekäme, selbst wenn der Verlust schon fast eine Woche her ist.

Polizei bestätigte Anzeige

Derweil bestätigte die Berliner Polizei, dass an dem entsprechenden Tag eine Anzeige wegen des Diebstahls einer Aktentasche eingegangen sei. Allerdings sei diese bei der Bundespolizei gestellt worden, da der Hauptbahnhof in deren Zuständigkeit fällt. Die Bundespolizei wiederum hätte den Fall dann an die Landespolizei übergeben. „Die Anzeige ist gerade noch in Papierform auf dem Weg zu uns“, teilte ein Polizeisprecher am Freitag mit.

Die elektronischen Systeme der Bundespolizei seien nicht mit denen der Berliner Polizei kompatibel. Deshalb könne man – auch eine Woche nach dem Diebstahl – zu weiteren Details noch keine Auskunft geben. Generell würde man sich nicht dazu äußern, was sich in der Tasche befand. Ob die Polizei diesen Fall jetzt noch aufklären kann, lässt sich zumindest anzweifeln.

Dieser Text ist zuerst auf morgenpost.de erschienen.

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