Neuinfektionen

RKI meldet 1226 Corona-Neuinfektionen – ein Großteil in NRW

Corona-Anzeichen: Das haben sie gemeinsam

Lungenentzündung, Blutgerinnsel, Schlaganfälle oder die Corona-Zehen sind alles Symptome, die mit dem neuartigen Virus einhergehen. Bislang erscheinen diese Merkmale alle völlig willkürlich zu erscheinen. Doch Forscher haben eine Gemeinsamkeit bei den Coronavirus-Anzeichen gefunden, die so einiges erklärt.

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Berlin.  Laut RKI hat die Zahl der Neuinfektionen den höchsten Stand seit Mai erreicht. Über 40 Prozent der Neuinfektionen werden aus NRW gemeldet.

  • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwoch mehr als 1200 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden; das ist die höchste Zahl seit Anfang Mai (Stand: 12. August)
  • Mehr als 40 Prozent der Neuinfektionen werden aus Nordrhein-Westfalen gemeldet
  • Experten sind besorgt, dass es zu einem starken Anstieg der Fallzahlen kommen könnte, der die Gesundheitsämter bei der Nachverfolgung von Ansteckungsketten an Grenzen bringt
  • Schon in der vergangenen Woche hatte die Zahl der vom RKI gemeldeten neuen Fälle drei Tage in Folge über 1000 gelegen
  • Die Reproduktionszahl schätzt das RKI auf 0,97 (Stand 11. August), zuvor lag sie bei 1,09
  • Der 7-Tage-R-Wert liegt laut RKI-Schätzungen momentan bei 1,04; am Vortag lag er bei 1,05 (Stand 11. August)
  • Seit Beginn der Pandemie sind laut RKI-Angaben 9207 Menschen in Deutschland an Covid-19 gestorben (Stand 11. August)
  • 218.519 Menschen haben sich in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert
  • Alle Corona-Fallzahlen des RKI im Überblick

Es ist der höchste Stand seit Anfang Mai: Am Mittwoch meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 1226 Corona-Neuinfektionen in Deutschland innerhalb von 24 Stunden. Bereits Ende vergangener Woche hatte die von den Gesundheitsämtern gemeldete Zahl drei Mal in Folge über 1000 gelegen, und auch am Dienstag hatte sie sich dieser Marke genähert.

Höher hatte der Wert zuletzt am 9. Mai gelegen, an dem Tag waren 1251 Neuinfektionen registriert worden. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

Mehr als 40 Prozent der innerhalb des vergangenen Tages gemeldeten Neuinfektionen wurde in Nordrhein-Westfalen registriert. Dort stieg die Zahl von 52.175 am Dienstag auf 52.588 am Mittwoch. In keinem anderen Bundesland sind so viele Corona-Infektionen nachgewiesen worden.

Seit gut fünf Monaten bestimmt die Coronavirus-Pandemie das Leben der Menschen weltweit. Bislang konnte Deutschland dank seiner Corona-Maßnahmen hohe Infektionszahlen wie etwa in den USA vermeiden; der Anstieg der Neuinfektionen hatte allerdings viele alarmiert. Lesen Sie hier: Virologe Drosten: Jeder Bürger sollte ein Kotankt-Tagebuch führen

Wie viele Menschen derzeit in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert sind, was die beiden Reproduktionszahlen bedeuten und wie deren aktueller Stand ist, lesen Sie hier:

RKI: Das sind die aktuellen Fallzahlen

Das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin veröffentlicht jeden Tag neue Coronavirus-Infektionszahlen.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 218.519 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert. (Stand 11. August).

Rund 198.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen bisher überstanden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9207. Lesen Sie hier: Tod durch Corona: Der einsame Leidensweg einer Familie

Lesen Sie hier: Alle aktuellen Nachrichten im Coronavirus-Newsticker.

Was ist die Reproduktionszahl und wie hoch ist sie aktuell?

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 11. August, 0 Uhr, in Deutschland bei 0,97 (Vortag: 1,09). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwa einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Lesen Sie hier: Auswärtiges Amt warnt mit Reisewarnungen vor diesen Corona-Risikogebieten.

Die Reproduktionszahl ist ein wichtiges Instrument zur Einschätzung der Infektionsrate. Sie gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter während seiner Erkrankung mit dem Erreger ansteckt. Liegt der Wert unter eins, verringert sich die Zahl der Neuinfektionen. Liegt er darüber, breitet sich das Virus weiter aus. Hintergrund: So wird die Reproduktionszahl berechnet.

Was ist der 7-Tage-R-Wert und wie hoch ist er?

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen liegt dieser Wert derzeit bei 1,04, am Vortag lag er bei 1,05 (Stand 11. August). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tage an. Lesen Sie hier: Schule in der Corona-Pandemie – was Eltern jetzt wissen müssen

Obwohl die Fallzahlen in Deutschland insgesamt weiter auf einem niedrigen Niveau sind, beeinflussen lokale Häufungen den R-Wert stark. Der Wert reagiere auf kurzfristige Änderungen der Fallzahlen empfindlich, wie sie etwa durch einzelne Ausbruchsgeschehen verursacht werden können. Dies kann insbesondere bei einer insgesamt kleinen Anzahl von Neuerkrankungen zu verhältnismäßig großen Schwankungen führen, so das RKI.

Lesen Sie hier: RKI-Fallzahlen – Unterschiede zu den Corona-Daten der Johns-Hopkins-Universität.

Coronavirus-Pandemie: RKI-Fallzahlen pro Bundesland

Die Uhrzeit, wann die Bundesländer neue Tagesstände übermitteln, variiert von Land zu Land. Unter Umständen gibt es dabei sogar an einem Tag mehrere Schwankungen.

Lesen Sie hier:

Für die einzelnen Bundesländer übermittelte das RKI die folgenden Zahlen (nachgewiesene Infektionen, Datenstand 11. August):

  • Nordrhein-Westfalen: 52.588
  • Bayern: 52.181
  • Baden-Württemberg: 37.975
  • Niedersachsen: 15.122
  • Hessen: 12.876
  • Berlin: 9851
  • Rheinland-Pfalz: 7935
  • Hamburg: 5748
  • Sachsen: 5673
  • Brandenburg: 3642
  • Schleswig-Holstein: 3675
  • Thüringen: 3453
  • Saarland: 2952
  • Sachsen-Anhalt: 2076
  • Bremen: 1819
  • Mecklenburg-Vorpommern: 952

Weitere wichtige Zahlen finden Sie in unserem Coronavirus-Monitor.

Weitere Informationen zur Corona-Krise:

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