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Schwester zeigt neues Fahndungsfoto von vermisster Rebecca

Vivien Reusch, die Schwester der vermissten Rebecca aus Berlin, war zu Gast bei Markus Lanz und brachte ein Foto mit, das sich stark von dem unterscheidet, mit dem die Polizei nach Rebecca sucht.

Vivien Reusch, die Schwester der vermissten Rebecca aus Berlin, war zu Gast bei Markus Lanz und brachte ein Foto mit, das sich stark von dem unterscheidet, mit dem die Polizei nach Rebecca sucht.

Foto: ZDF / Markus Lanz

Berlin  Die Schwester von Rebecca Reusch aus Berlin war zu Gast bei Markus Lanz. Sie zeigte ein Foto, das die Vermisste natürlicher darstellt.

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Am Mittwoch äußerte sich Rebeccas Schwester Vivien Reusch nach längerer Zeit wieder in der Öffentlichkeit. Sie war Gast in der Talkshow von Markus Lanz, der den Fall Rebecca als Vermisstenfall bezeichnete, der bewege wie noch keiner zuvor.

Die Polizei hat die aktive Suche inzwischen eingestellt, wertet immer noch mehr als 2300 Hinweise aus. Vivien Reusch will nach wie vor nicht daran glauben, dass ihre Schwester tot ist. „Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie tot ist. Zu lesen, dass sie nach einer Leiche suchen, schmerzt jedes Mal ungemein. Ich weiß nicht, woran das festgemacht wird“, sagte sie bei Lanz.

Die Familie versuche, den Alltag so normal wie möglich zu gestalten und uns mehr oder weniger mit dem Alltag abzulenken. Und sie versuchten, ihren Alltag so zu gestalten, „dass wir überleben“.

Der Fall Rebecca- Eine Chronologie

Rebeccas Schwester wundert sich über Auswahl des Fahndungsfotos

Lanz zeigte dabei auch ein anderes Foto von Rebecca, das sich stark von dem unterscheidet, mit dem die Polizei nach Rebecca sucht. Warum die Polizei dieses verfremdete Bild nutze, könne sie auch nicht sagen, sagte Vivien Reusch. Die Polizei habe dieses Bild ausgewählt, obwohl sie auch andere zur Auswahl gehabt habe.

Etwa drei Tage habe es gedauert, so Vivien Reusch weiter, bis nach dem Verschwinden ernsthafte Bemühungen in Gang gekommen seien, ihre Schwester zu suchen. „Wir haben zuerst gar nicht verstanden, wieso das nicht direkt angestrebt wurde.“

Es sei davon ausgegangen worden, dass sie weggelaufen sei. Drei Tage vor Rebeccas Verschwinden habe sie selbst zum letzten Mal Kontakt mit ihr gehabt.

Vivien Reusch: „Wann hört das endlich auf?“

Zum Tag des Verschwinden erzählt Vivien Reusch, ihre Mutter habe etwa eine Stunde nach Schulschluss gemerkt, das etwas nicht stimmte. „Sie wusste, dass sie zu meiner Schwester (die ältere Schwester, in deren Haus Rebecca Reusch in der Nacht vor ihrem Verschwinden geschlafen hatte, Anmerk. der Redaktion) zurückkommen würde, um ihre Schlafsachen zu holen, aber da ist sie nie erschienen.“

Ihre ältere Schwester habe noch gesagt, „Vielleicht quatscht sie noch in der Schule“. Oder sie sei kurz dageblieben. „Als meine Mutter in der Schule angerufen hat, wurde gesagt, dass sie (Rebecca) dort nie erschienen ist. Sie war gar nicht in der Schule.

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Ihre Mutter habe dann am Abend die Polizei gerufen, als sie gemerkt habe, dass Rebecca nicht zur Schwester oder zu den Eltern zurückkommen würde. Vivien Reusch sagt: „Es ist ein Albtraum, es ist von Anfang an ein Albtraum gewesen. Man denkt sich: Wann hört das endlich auf?“ (alu/dpa/fmg)

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