BGH-Urteil

Sohn zerstückelt seine Mutter: Zehn Jahre Haft bestätigt

Der Bundesgerichtshof hat die zehnjährige Haftstrafe bestätigt.

Der Bundesgerichtshof hat die zehnjährige Haftstrafe bestätigt.

Foto: Uli Deck / dpa

Karlsruhe/Düsseldorf.  Der verurteilte Sohn hatte vor dem BGH Revision eingelegt, ohne Erfolg. Er hatte im April 2017 seine Mutter getötet und die Leiche dann zerteilt.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Verurteilung eines Mannes bestätigt, der in Düsseldorf seine Mutter getötet und deren Leiche zerstückelt hatte.

Die obersten Strafrichterinnen und -richter in Karlsruhe wiesen seine Revision zurück, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Entscheidung von Mitte Januar hervorgeht. Das Düsseldorfer Landgericht hatte den Mann, der bis zuletzt seine Unschuld beteuerte, im März 2021 zu zehn Jahren Haft wegen Totschlags verurteilt.

Nachbarn entdeckten die Körperteile

Die Düsseldorfer Richter waren überzeugt, dass der älteste Sohn die 62-Jährige Ende April 2017 nach einem lange schwelenden Familienstreit umgebracht hatte. Die Leiche zerteilte er in der Badewanne und verpackte die Teile in Müllsäcke. Nachbarn in dem Mehrfamilienhaus hatten die Säcke in einem Kellerverschlag entdeckt.

Der bei seiner Verurteilung 49 Jahre alte Serbe, der sich nach der Tat in sein Heimatland abgesetzt hatte und erst 2020 in Kroatien gefasst wurde, hatte große Mengen an DNA-Spuren an den Zugbändern der Müllsäcke hinterlassen.

Es hatte sich zwar nicht klären lassen, ob möglicherweise ein Bruder beteiligt war. Der BGH sieht aber keine Rechtsfehler. Das Landgericht habe „mit tragfähiger Begründung sicher“ ausgeschlossen, dass der Bruder die Tat allein verübte. (dpa)

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