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"The Voice": Battles gehen zu Ende – mit "asozialer Präsenz“

| Lesedauer: 5 Minuten
Das ist Peter Maffay

Das ist Peter Maffay

Peter Maffay ist Vieles: Musiker, Produzent, Komponist, Botschafter, Gitarrist. Und seit 2022 auch Juror in der Jury von The Voice of Germany.

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Berlin.  Bei "The Voice" gingen die letzten Battles über die Bühne. Dabei sorgten gleich mehrere Kandidaten für große Emotionen in der Jury.

Rea Garvey stellt am Freitagabend bei "The Voice" klar: An ihm ist kein Vorbeikommen. „Ich habe als einziger schon zweimal gewonnen. Alle guten Dinge sind drei!“ Die beiden Battles aus seinem Team zeichnen die Höhepunkte des Abends: Yasya Levchenko, die mit ihrer ukrainischen Ballade schon in den „Blind Auditions“ zu Tränen rührte und diesmal gemeinsam mit den Zwillingen Clemens und Lukas King singt. Sowie ein unglaubliches Rap-Battle zwischen Sarah Alawuru und Vincenzo Rindone.

So großspurig er seine Kampfansagen macht, so ein feines Händchen beweist er bei seiner Battle-Wahl: Zu dritt performen Yasya und die Zwillinge am Freitagabend den Song „Somewhere Only We Know“. Yasya hat dabei etwas verträumtes, singt einzigartige Linien, verzaubert ein wenig. Clemens und Lukas begeistern mit ihrer bedingungslosen Harmonie. Auch interessant: „The Voice of Germany“: Das ist aus den Gewinnern geworden

"The Voice of Germany": Battle zwischen einem Fahrrad und einer Wundertüte

Coachin Stefanie Kloß vergleicht diesen Auftritt mit einem Geschenk: "Lukas und Clemens waren das Geschenk, wo man schon ein bisschen durchsieht: Das ist auf jeden Fall ein Fahrrad." Mark Forster runzelt die Stirn und fragt nochmal nach "Ein Fahrrad?". Die Brüder seien für sie eine "sichere Bank" gewesen, erklärt Stefanie, man wisse schon, was man bekommt. „Yasya war für mich wie eine Wundertüte. "Du weißt nicht, was rauskommt.“

Auch Peter Maffay ist fasziniert von dem Battle: “Ich fand die Vergleiche, die gezogen wurden, sehr amüsant, aber ich finde, es schwingt auch ein bisschen noch was anderes mit: Wer Yasya erlebt hat bei den Blinds, weiß ja die Hintergründe ihrer Präsenz hier in Deutschland. Wir wissen ja, dass es zu tun hat mit den Konflikten in der Ukraine.“

Erst seit ein paar Monaten lebt die 18-Jährige in Deutschland. Mit ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrem Husky ist sie vor dem Krieg in der Ukraine geflohen. „Ich freue mich, Clemens und Lukas, ihr habt sie in eure Mitte genommen, und für mich ist das ein Symbol: Gastfreundschaft, Solidarität“, so der Tabaluga-Erfinder.

Rea Garvey, so wie man ihn selten sieht

Ungewohnt zerrissen wirkt Rea kurz vor der Entscheidung: Diese Performance sei für sein ganzes Team emotional gewesen. Die Zwillinge hätten als Sportler, die sie sind, Kampfgeist gezeigt und gleichzeitig Yasya nicht umgerempelt. „Ihr seid Ehrenmänner“, schließt er. Und Yasya habe dieses Lied einfach eingearbeitet. „Diese ganzen Schlenker, die kamen alle von ihr. You made this song your own (Dt. Du hast den Song zu deinem eigenen gemacht).“ Trotzdem überrascht es nicht, dass er sich für Yasya entscheidet.

Songauswahl sorgt bei "The Voice" für Unsicherheit

Das zweite Battle aus Team Rea, das für Emotionen sorgt, ist der Auftritt von Sarah Alawuru und Vinzenzo Rindone. Eine Mischung aus Gesang und Rap hat Rea für sie ausgesucht: „Ready Or Not“ von den Fugees.

Bei den Proben ist Rea überrascht: Vincenzo scheint ausgerechnet mit dem Rap-Teil der Performance überfordert zu sein. Dabei hat er ja bereits mit dem Sprechgesang in den Blinds überzeugt. "Hat jemand den Stecker gezogen?", ärgert sich der Coach. „Zio, Battle or go home“, macht er ihm eine Kampfansage.

Mark Forster: „Eine asoziale Präsenz“

Das nimmt dieser sich offenbar zu Herzen. Mit einer unglaublichen Energie legen die beiden diesen Klassiker aufs Parkett – am faszinierendsten ist dabei wohl der Rap-Part von Sarah, den sie mit Leichtigkeit raushaut.

Während Stefanie das Duo eine "perfekte Symbiose" nennt, meint Rea: "Der ganze Raum dachte, er wäre auf einem Fugees-Konzert.“ Auch Mark Forster ist begeistert von dem Auftritt: „Ich fand es so selbstverständlich geil, ami-mäßig.“ Der Wechsel zwischen Gesang und Rap sowie den Harmonien sei „next Level“ gewesen. „Aber auch die ganze Zeit mit so `ner asozialen Präsenz. Keine Ahnung, ich fand’s voll gut“. Als Rea sich für Sarah entscheidet, zückt Mark den letzten „Steal Deal“ und gewinnt damit Vinzenzo für sein Team.

Damit sind die Battles der diesjährigen Staffel beendet. Ab nächster Woche geht es freitags weiter mit den sogenannten „Sing-Offs“.

Was bisher bei „The Voice of Germany“ geschah

Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de.

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