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TikTok-Störung wieder behoben – Ursache weiter unklar

Mit Tiktok gegen Trump: Jugendliche sorgten für leere Ränge

Die leeren Ränge auf US-Präsident Donald Trumps erstem Wahlkampfauftritt in Tulsa im US-Bundesstaat Oklahoma hat offenbar einen einfachen Grund: Im bei Kindern und Jugendlichen beliebten Online-Netzwerk TikTok soll es Aufrufe gegeben haben, sich massenhaft für die Veranstaltung zu registrieren und dann nicht hinzugehen.

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Berlin.  Tausende Nutzer klagten am Donnerstagabend über Probleme mit der TikTok-App. Die Gründe für die Störung blieben bisher unbekannt.

Das Online-Netzwerk TikTok hat am Donnerstagabend mit einer größeren Störung zu kämpfen gehabt. In sozialen Netzwerken klagten Tausende Nutzer über Verbindungsprobleme bei der App des Dienstes. Wer verbunden war, konnte offenbar keine Likes mehr verteilen.

Auf dem Portal allestörungen.de war zu sehen, dass die Störungsmeldungen ab etwa 19.45 Uhr in kurzer Zeit rapide zunahmen. Auf Twitter berichteten Nutzer aus der ganzen Welt von Problemen. Einige mutmaßten scherzhaft, dass Donald Trump offenbar sein angedrohtes TikTok-Verbot durchgesetzt habe. Der US-Präsident hatte ein solches Verbot als eine mögliche Sanktion gegen China wegen angeblicher Versäumnisse beim Ausbruch der Corona-Pandemie ins Spiel gebracht.

TikTok war zuletzt vor allem bei jungen Internetnutzern einer der beliebtesten und am schnellsten wachsenden Dienste weltweit. Das Netzwerk, in dem vor allem über Kurzvideo-Beiträge kommuniziert wird, steht allerdings auch immer wieder wegen Datenschutzbedenken in der Kritik.

Anonymous rief zum Löschen der TikTok-App auf

Erst vor kurzem warnte das lose organisierte Hacker-Kollektiv „Anonymous“ öffentlich vor der App des chinesischen Herstellers Bytedance und rief Smartphone-Nutzer eindringlich dazu auf, die Anwendung zu löschen. In einem Twitter-Post nannte ein Anonymous-Mitglied Tiktok eine chinesische Späh-Software.

• Mehr zum Thema: TikTok: Hacker fordern Löschung – so gefährlich ist die App

Dem Hype um den Dienst hat diese Kritik bislang kaum geschadet. Auch immer mehr Prominente nutzen TikTok, um die junge Zielgruppe zu erreichen. Erst am Mittwoch teilte ein sehr bekannter Nutzer erstmals ein Video: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron.

Der 42-Jährige veröffentlichte ein Kurzvideo, in dem er allen Abiturienten gratulierte. „Bravo und Glückwunsch“, sagte Macron in dem Clip. „Ihr habt ein beispielloses Jahr mit der Epidemie hinter euch.“

(ba/AFP)

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