Polizei

Trotz Rettungskragen: Steuermann stirbt nach Sturz in Rhein

Symbolbild. In Köln ist ein Besatzungsmitglied eines Tankmotorschiffs in den Rhein gestürzt und ums Leben gekommen.

Symbolbild. In Köln ist ein Besatzungsmitglied eines Tankmotorschiffs in den Rhein gestürzt und ums Leben gekommen.

Foto: LENE-LOTTE BURKHARD / Funke Foto Services

Köln.  Ein Binnenschiffer ist am Dienstagabend in Köln in den Rhein gestürzt und getötet worden. Er trieb ab und blieb an einem anderen Schiff hängen.

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Er stürzte in den Rhein und trug eine Art Rettungsring - dennoch kam jede Hilfe zu spät: Ein Binnenschiffer eines niederländischen Tankmotorschiffs ist am Dienstagabend in Köln-Mülheim in den Rhein gestürzt und gestorben. Er war dabei, die vorderen Leinen des Schiffs zu lösen, als er offenbar das Gleichgewicht verlor.

In Höhe von Rheinkilometer 692 geschah der tödliche Unfall, berichtete eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei Duisburg am Mittwoch auf Nachfrage. Das Schiff war gegen 18.15 Uhr dabei, vom Kai abzulegen. Der 60-Jährige war Steuermann des Tankmotorschiffs. Er habe, wie vorgeschrieben, einen „Rettungskragen“ bei seine Arbeit getragen. Solch eine Rettungsvorrichtung soll einen Ertrinken eigentlich verhindern.

Binnenschiffer trug einen Rettungskragen

„Der Kragen löste auch aus“, sagte die Polizeisprecherin. „Warum der Mann trotzdem zu Tode kam, muss nun ermittelt werden“, hieß es.

Etwa 200 Meter sei der 60-Jährige nach dem Sturz von der Kaimauer rheinabwärts getrieben, bis er an einem festgemachten Personenschiff hängen blieb. Er wurde laut Polizeimitteilung zwischen Schiffskörper und Kaimauer eingeklemmt.

Retter hätten den 60-Jährigen aus dem Wasser bergen und noch vor Ort reanimieren können. Im Krankenhaus aber sei der Binnenschiffer dann gestorben. Die Ermittlungen zur Todesursache liegen nun bei der Kriminalpolizei in Köln, teilte die Wasserschutzpolizei mit. (dae)

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