Trockenheit

Wüstengelb statt grasgrün: So retten Sie vertrockneten Rasen

Durch die Trockenheit der vergangenen Woche sind viele Rasenflächen vertrocknet.

Foto: Oliver Berg / dpa

Durch die Trockenheit der vergangenen Woche sind viele Rasenflächen vertrocknet.

Essen.  Die lange Trockenzeit hat so manchen Rasen in eine gelbe Wüste verwandelt. Wir erklären, was bei vertrocknetem Gras im Garten zu tun ist.

Nach der langen Trockenperiode erinnert der Rasen in vielen Gärten inzwischen an eine Wüstenlandschaft: So vertrocknet und gelb ist er geworden. Viele Gartenbesitzer beschäftigt daher gerade die Frage, ob das ehemalige Grün noch zu retten ist.

Marius Zumkley, Bauleiter vom Garten- und Landschaftsbau Stadtgrün Ruhr, kann da beruhigen „Der Rasen wird wiederkommen - allerdings in diesem Jahr eher nicht mehr.“ Gartenbesitzer müssten daher ein wenig Geduld mitbringen. Die meisten Rasenflächen würden sich spätestens im nächsten Frühjahr wieder erholen.

Rasen ein- bis zweimal täglich wässern

Allerdings lasse sich das nicht für jede Grünfläche sicher sagen: „Die Trockenheit und die Sonneneinstrahlung haben schon große Schäden hinterlassen. Da kann es sein, dass mancher Rasen hinüber ist“, so Zumkley. Denn wenn der Schaden schon im Wurzelbereich liege, müssten Hobby-Gärtner doch neu säen.

Thomas Banzhaf, Meister im Garten- und Landschaftsbau, ist da etwas optimitischer: „Man muss beim Rasen gar nicht viel machen, außer regelmäßig zu wässern, dann wird er von alleine wieder grün.“ So glaubt er, dass ein bis zwei Wochen regelmäßige Bewässerung ausreichen, um dem Gras wieder seinen grünen Anstrich zu verleihen.

Keine Scheu vor Wasserverbrauch

Die beiden Experten sind sich jedoch in einem Punkt einig: Dass der Rasen einmal täglich bewässert werden müsse – am besten sogar zweimal. Allerdings sollte nicht bei direkter Sonneneinstrahlung gegossen werden. Dann wirkte das Wasser auf dem Halm wie eine Lupe und das Gras verbrennt. Optimal zum Gießen seien daher die frühen Morgen- oder späten Abendstunden.

Gartenbesitzer müssten beim Bewässern auch kein schlechtes Gewissen haben, meint Banzhaf. So begegneten ihm zwar immer wieder Leute, die große Bedenken hätten, dass häufiges Gießen Wasserverschwendung sei. Diese Zweifel könne er aber ausräumen: „Die Pflanzen geben uns das Wasser zurück, da über ihre Blätter die Feuchtigkeit verdunstet wird. Damit sorgen sie im innerstädtischen Klima für Abkühlung.“ Gut bewässerte Pflanzen seien daher gerade im Sommer besonders wichtig.

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