Gewitter

Zwei Tote nach schweren Unwettern im Süden Deutschlands

Auf der A81 ist ein Auto wegen Aquaplanings ins Schlingern geraten, der Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und starb.

Auf der A81 ist ein Auto wegen Aquaplanings ins Schlingern geraten, der Fahrer wurde aus dem Auto geschleudert und starb.

Foto: Andreas Rosar / dpa

Stuttgart.  In Süddeutschland tobten am Dienstag heftige Gewitter. An einem Badesee behinderte das Unwetter einen Rettungseinsatz, ein Mann starb.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Starke Regenfälle und schwere Gewitter haben am Dienstagabend den Süden und Südwesten Deutschlands getroffen. Zahlreiche Keller wurden geflutet, Bäume stürzten auf Straßen und Strommasten wurden beschädigt.

Wegen Aquaplanings kam es zudem am Mittwochmorgen zu einem tödlichen Unfall auf der regennassen A81 im baden-württembergischen Leonberg (Kreis Böblingen). Wie der SWR berichtet, sei ein Mann in der Nähe des Engelbergtunnels mit seinem Wagen ins Schlingern geraten, aus dem Auto geschleudert worden und noch an der Unfallstelle gestorben.

Unwetter behindert Rettungseinsatz für vermissten Schwimmer

Bei einem Badeunfall in der Nähe von Karlsruhe starb am Abend ein junger Mann – das Unwetter behinderte die Suche nach dem vermissten Schwimmer. „An der Einsatzstelle angekommen, entschied sich die Einsatzleitung aufgrund des tobenden Unwetters zunächst, keine Boote einzusetzen“, berichtete ein Sprecher.

„Im weiteren Verlauf kamen diese jedoch trotzdem zum Einsatz.“ Nach etwa 45 Minuten fanden Taucher den leblosen Körper. Jede Hilfe kam aber zu spät.

Mehr als 100 Unwetter-Notrufe in Ludwigshafen

Regen, Blitz und Donner trafen vor allem Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland. Die Rettungskräfte waren stundenlang im Einsatz, pumpten Wasser aus gefluteten Kellern und schafften umgestürzte Bäume zur Seite.

Allein in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) gingen in kurzer Zeit mehr als 100 Notrufe bei der Feuerwehr ein, wie diese mitteilte. Auch über Pforzheim (Baden-Württemberg) und dem Umland entluden sich starke Gewitter. Keller standen unter Wasser, Bäume knickten um und Strommasten wurden beschädigt, wie die Feuerwehr mitteilte. Die Retter rückten am Abend zu rund 120 Wetter-Einsätzen aus.

Die schweren Regenfälle führten auch in der Nähe von Koblenz (Rheinland-Pfalz) zu mindestens zwei Unfällen auf der Autobahn. Es gab eine Schwerverletzte, wie die Polizei berichtete. Die Unfälle passierten auf der A48. Bei Weitersburg überschlug sich ein Auto mehrfach, eine Frau wurde schwer verletzt.

Auch am Mittwoch besteht Unwetter-Gefahr

Am Autobahnkreuz Koblenz raste ein Auto bei Starkregen in die Mittelleitplanke. Der Fahrer wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht. Der Wetterdienst Kachelmannwetter registrierte in Pforzheim Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 km/h.

In Tholey (Saarland) wurden demnach 100 km/h gemessen. Im Süden und Westen können sich auch im Lauf des Mittwochs wieder kräftige Gewitter bilden, wie der Deutsche Wetterdienst mitteilte. Erneut besteht die Gefahr von Unwettern.

(mbr/dpa)

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben