Verschwendung

18 Steuersünden in NRW: Millionen für Oper und Polizeirevier

Die Sanierung des Düsseldorfer Polizeipräsidiums wird viele Millionen teurer als ursprünglich geplant.

Foto: Kai Kitschenberg

Die Sanierung des Düsseldorfer Polizeipräsidiums wird viele Millionen teurer als ursprünglich geplant. Foto: Kai Kitschenberg

Düsseldorf.  Der Steuerzahler-Bund sammelt in seinem „Schwarzbuch“ wieder zahlreiche Beispiele für die Verschwendung öffentlicher Mittel. 18 Fälle in NRW.

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Der NRW-Steuerzahlerbund knüpft sich in seinem "Schwarzbuch" dieses Jahr die Kölner Oper und das Polizeipräsidium in Düsseldorf vor. Einen verschwenderischen Umgang mit Steuergeld sieht der Bund auch bei fragwürdigen Weiterbildungsmaßnahmen und teuren Solar-Mülleimern.

Die Interessenvereinigung der Steuerzahler stellte am Donnerstag in Düsseldorf, Köln und Herten 18 Fälle in NRW vor, bei denen zu sorglos mit öffentlichem Geld umgegangen worden sei. So sei es noch völlig unklar, wie teuer der Bau einer Station für Rettungshubschrauber in Köln künftig sein wird. Kritisiert werden auch geplante Radhäuschen in Düsseldorf, die nicht nach bewährtem Vorbild in Dortmund gebaut, sondern in den Augen des Steuerzahlerbundes unsinnigerweise neu konzipiert werden - und dadurch unpraktisch werden.

In den Fokus der Interessenvereinigung geriet auch eine Aussichtsplattform in Essen, die an die Sturmschäden von "Ela" im Jahr 2014 erinnern sollte. Das teure Vorhaben wurde letztlich gestoppt. Teuer wird es dagegen für den Steuerzahler in Wuppertal: Dort ist ein Dezernent nach nur zwei Jahren Amtszeit abgewählt worden. Die restlichen sechs Jahre der Wahlperiode erhält er aber 71 Prozent seiner Bezüge weiter. (memo/dpa)

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