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Gurken, Mindestlohn, Fahrverbote: Das ändert sich im April

In Köln, Bonn und Stuttgart gelten ab April weitere Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge. EIgentlich. Köln versucht, die Lage mit einem Luftreinhalteplan in den Griff zu bekommen.

In Köln, Bonn und Stuttgart gelten ab April weitere Fahrverbote für Diesel-Fahrzeuge. EIgentlich. Köln versucht, die Lage mit einem Luftreinhalteplan in den Griff zu bekommen.

Foto: Daniel Bockwoldt / dpa

Berlin   Im April steigen viele Autofahrer auf Sommerreifen um. Doch auch mit den richtigen Reifen drohen in einigen Städten Diesel-Fahrverbote.

Mit dem April kommen auf Verbraucher wieder einige Änderungen zu: Vor allem Autofahrer müssen sich auf Veränderungen einstellen – doch damit dürften sie sich bestens auskennen: Denn ab Ostern greift die alt bekannte Bauernregel zu Winterreifen, denn ab dann ist in der Regel im Großteil Deutschlands nicht mehr mit Eis und Schnee zu rechnen.

In Köln, Bonn und Stuttgart helfen die richtigen Reifen aber auch nicht, wenn man mit einem alten Diesel unterwegs sind, denn dort gelten ab April Fahrverbote. Zudem gibt es Neuregelungen beim Mindestlohn.

April: Das sind die wichtigsten Änderungen

Aldi verzichtet bei Gurken auf Plastikfolie

Ab April soll so tonnenweise Plastikmüll verhindert werden. Ein Test habe ergeben, dass die Qualität der Gurken nicht darunter leidet, wenn beim Transport und der Lagerung in der Filiale die Folie wegbleibt. Zudem führt Aldi ein neues System von Mehrweg-Taschen an der Obst- und Gemüsetheke ein. Aldi und andere Discounter greifen damit einer EU-Regelung vor. Denn die

Änderung im April: Umstellung von Winter- auf Sommerreifen

Von O bis O, von Oktober bis Ostern sollten Autofahrer Winterreifen aufgezogen haben. Das ist zwar keine gesetzliche Regelung, aber die Eselsbrücke hilft dabei, die jeweiligen Wechseltermine nicht ganz zu verpassen.

Es gibt in Deutschland keine generelle Winterreifenpflicht, sondern nur eine situative. Das heißt: Bei winterlichen Verhältnissen mit Schnee oder Eis darf man mit Sommerreifen nicht mehr fahren. Wie es beim ADAC heißt, gibt es also keine Strafen für Besitzer, die ihr Auto mit Sommerreifen lediglich geparkt haben.

Diese vier Dinge muss man bei Winterreifen beachten
Diese vier Dinge muss man bei Winterreifen beachten

Wer allerdings bei Schnee oder Eis mit Sommerreifen unterwegs ist, dem drohen ein Bußgeld von mindestens 60 Euro und ein Punkt in Flensburg. Wer sein Auto verleiht haftet im Übrigen auch. Dem Halter, der Autos mit Sommerreifen bei winterlichen Bedingungen losfahren lässt, riskiert 80 Euro Bußgeld und ebenfalls einen Punkt in Flensburg.

sind laut Straßenverkehrsordnung solche Reifen, die ein Alpine-Symbol (Berg mit Schneeflocke) tragen.

Diesel-Fahrverbot in Köln, Bonn und Stuttgart

Mehrere Verwaltungsgerichte haben entschieden: Ab dem 1. April gelten

und Stuttgart. Das Fahrverbot gilt für Diesel der Klassen Euro 1-4. Ab September 2019 sind auch Fahrverbote für Euro-5-Diesel vorgesehen. In Köln gilt das Fahrverbot auch für Benziner der Klassen 1 und 2, in Bonn für die Klassen 1-3. Eigentlich. Denn der Gang des Landes NRW zum Oberverwaltungsgericht hat eine aufschiebene Wirkung. Heißt: Tasächlich gibt es in Köln noch kein Fahrverbot zum 1. April.

Die Stadt Köln versucht, mit einem neuen Luftreinhalteplan Fahrverbote auch in Zukunft zu verhindern. Die Busflotte soll erneuert werden und neue Ampeltechnik soll zu weniger Stop-and-Go im Straßenverkehr führen. Zudem soll der Nahverkehr attraktiver gemacht werden.

In Stuttgart gilt das Diesel-Fahrverbot schon länger für Auswärtige. Ab April greift es dann für alle Autofahrer – egal ob sie aus der baden-württembergischen Landeshauptstadt kommen oder nicht.

ADAC überprüft mit Hardware nachgerüstete Diesel-Pkw
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Congstar-Kunden werden Telekom-Kunden

Weil der Mobilfunkanbieter Congstar sein Geschäftsmodell ändert,

Laut der Tochtergesellschaft handelt es sich aber nur um eine juristische Änderung. Folgen für die angebotenen Leistungen soll das nicht haben, wohl aber bei den Werbemaßnahmen.

Mindestlohn für Zeitarbeiter und Leiharbeiter

Ein Großteil des Mindestlohns wurde bereits zum 1. Januar oder aber ab 1. März erhöht. Doch für Zeitarbeiter in Westdeutschland kommt die branchenspezifische Erhöhung erst ab dem 1. April. Für Leiharbeiter steigt der Mindestlohn dann von 9,49 Euro auf 9,79 Euro pro Stunde.

• Hintergrund:

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Beamtenbesoldung/Bundesbesoldungsgesetz

Das Bundesbesoldungs- und –versorgungsanpassungsgesetz sieht drei Erhöhungen für die Bezüge von Beamten und Beziehern von Sold beim Bund vor. In den Jahren 2018, 2019 und auch 2020 greifen die Erhöhungen. Im Jahr 2019 steigt der Beamtensold für Bundesbeamten am 1. April.

Die Beamten bekommen dann 3,09 Prozent mehr Gehalt. Im vergangenen Jahr betrug die Steigerung 2,99 Prozent, 2020 gibt es dann noch einmal 1,06 Prozent mehr.

Hannover Messe zeigt Neuerungen in der Industrie

Die Hannover Messe bringt keine neuen Gesetze, aber Innovationen in der Industrie mit sich. Die Messe ich die größte deutsche Industriegütermesse. Die Messe läuft vom 1. April bis zum 5. April. Partnerland ist in diesem Jahr Schweden.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Textes hatte es geheißen, dass das Diesel-Fahrverbot in Stuttgart nur für einzelne Straßenzüge gelte. Tatsächlich gilt es aber für die gesamte Umweltzone der Stadt.

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