Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak

Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak

Tausende Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak demonstriert, auch am Brandenburger Tor in Berlin kamen hunderte zusammen. Die Länder seien nicht sicher, Menschen dorthin abzuschieben sei deshalb unverantwortlich, so die Demonstranten. O-TON JÖRDIS BURANDT, ARBEITET IN EINER FLÜCHTLINGSUNTERKUNFT: "Weil ich der Meinung bin, dass Afghanistan nicht sicher ist, und weil ich persönlich schon genug Geschichten gehört habe, die beweisen, dass es auf jeden Fall nicht gut ist, die dann da zurückzuschicken, vor allen Dingen weil die meisten Häuser einfach auch gar nicht mehr stehen. Das heißt, die würden da zurückkommen in ein Land, das total zerstört ist, und wo die ISIS halt einfach übelst die Leute foltert. Deswegen ist es einfache eine falsche Entscheidung, meiner Meinung nach." Die Bundesregierung hatte im Oktober ein Rückführungsabkommen mit Afghanistan abgeschlossen und behauptet, es gebe in dem Land sichere Regionen. Die ersten Sammelabschiebungen fanden im Dezember und im Januar statt. Einem UN-Bericht wurden erreichte die Zahl der zivilen Opfer 2016 aber einen neuen Höchststand. Auch das Auswärtige Amt rät eindringlich von Reisen in das Land ab. Manche Bundesländer, wie Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, haben die Abschiebungen deshalb gestoppt.
So, 12.02.2017, 09.49 Uhr

Aktionstag gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak

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Tausende Menschen haben am Samstag in verschiedenen Städten gegen Abschiebungen nach Afghanistan und in den Irak demonstriert, auch am Brandenburger Tor in Berlin kamen hunderte zusammen. Die Länder seien nicht sicher, Menschen dorthin abzuschieben sei deshalb unverantwortlich, so die Demonstranten. O-TON JÖRDIS BURANDT, ARBEITET IN EINER FLÜCHTLINGSUNTERKUNFT: "Weil ich der Meinung bin, dass Afghanistan nicht sicher ist, und weil ich persönlich schon genug Geschichten gehört habe, die beweisen, dass es auf jeden Fall nicht gut ist, die dann da zurückzuschicken, vor allen Dingen weil die meisten Häuser einfach auch gar nicht mehr stehen. Das heißt, die würden da zurückkommen in ein Land, das total zerstört ist, und wo die ISIS halt einfach übelst die Leute foltert. Deswegen ist es einfache eine falsche Entscheidung, meiner Meinung nach." Die Bundesregierung hatte im Oktober ein Rückführungsabkommen mit Afghanistan abgeschlossen und behauptet, es gebe in dem Land sichere Regionen. Die ersten Sammelabschiebungen fanden im Dezember und im Januar statt. Einem UN-Bericht wurden erreichte die Zahl der zivilen Opfer 2016 aber einen neuen Höchststand. Auch das Auswärtige Amt rät eindringlich von Reisen in das Land ab. Manche Bundesländer, wie Schleswig-Holstein, Berlin, Bremen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, haben die Abschiebungen deshalb gestoppt.

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