Sondierungsgespräche

Andrea Nahles kritisiert SPD: Schuld nicht bei Merkel suchen

In die Fresse: Wie aggressiv darf politische Rhetorik sein, Andrea Nahles?

Andrea Nahles: Sollte Jamaika kommen, wird die SPD-Fraktionsvorsitzende Oppositionsführerin. Dann muss sie die Kanzlerin im Bundestag verbal attackieren. Redakteurin Johanna Rüdiger hat sie gefragt, wie aggressiv politische Rhetorik sein darf – und mit Nahles über ihr legendäres "in die Fresse"-Zitat gesprochen.

Andrea Nahles: Sollte Jamaika kommen, wird die SPD-Fraktionsvorsitzende Oppositionsführerin. Dann muss sie die Kanzlerin im Bundestag verbal attackieren. Redakteurin Johanna Rüdiger hat sie gefragt, wie aggressiv politische Rhetorik sein darf – und mit Nahles über ihr legendäres "in die Fresse"-Zitat gesprochen.

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Berlin  SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles geht vor den Sondierungen mit der Union über eine Regierungsbildung mit ihrer Partei ins Gericht.

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SPD-Fraktionschefin Andrea Nahles geht vor den Sondierungen mit der Union über eine erneute Regierungsbildung mit der eigenen Partei ins Gericht. Sie warnte in einem am Samstag veröffentlichten „Spiegel“-Interview davor, die Ursache für die Schwäche bei der vergangenen Bundestagswahl in der Beteiligung an der großen Koalition auszumachen.

Wenn die SPD den Eindruck erwecke, „an allem sei die Kanzlerin (Angela Merkel) schuld, reden wir uns heraus“. Nach dieser Logik brauchten die Sozialdemokraten „ja nur abzuwarten, bis Merkel weg ist – und schon ginge es uns automatisch besser. Das wäre naiv.“

Nahles: Sozialdemokraten haben ihre Probleme selbst zu verantworten

Die SPD habe viel von Zusammenhalt und Solidarität gesprochen, aber es in den vergangenen Jahren vernachlässigt, ihre „Rolle als Bindeglied zwischen Verlierern und Gewinnern der Veränderungen unserer Zeit“ wahrzunehmen, sagte Nahles.

Union und SPD stecken Rahmen für Sondierung ab

Die Partei- und Fraktionsvorsitzenden wollten den zeitlichen und inhaltlichen Rahmen für die ab Januar geplanten Sondierungen zu einer Neuauflage der großen Koalition festlegen.
Union und SPD stecken Rahmen für Sondierung ab

„Dafür trägt nicht die Union die Schuld.“ Die Sozialdemokraten müssten anerkennen, dass sie ihre Probleme selbst zu verantworten hätten . „Manche folgen dieser Sehnsucht nach einer bequemen Nische, in der die SPD machen kann, was sie will.“ Das funktioniere aber nicht. „Wir sollten es uns nicht zu einfach machen.“

Sondierungsrunde für 7. Januar geplant

Vertreter von Union und SPD hatten sich am Mittwoch getroffen, um Termine und Themen für die Sondierungen im Januar zu besprechen. Die erste formelle Sondierungsrunde ist für den 7. Januar geplant . Beim Parteitag am 21. Januar will die SPD dann über die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen entscheiden. Die Sozialdemokraten wollen Nahles zufolge höhere Steuern für Spitzenverdiener durchsetzen. (rtr)

Sondierungsgespräche beginnen am 7. Januar

Die Spitzen von Union und SPD haben einen Fahrplan für ihre Verhandlungen über eine Regierungsbildung festgelegt: Die Sondierungsgespräche sollen offiziell am 7. Januar beginnen und zum 12. Janu...
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