Aral: Benzinpreis bleibt stabil

Hagen.   Nach Einschätzung von Deutschlands Tankstellen-Marktführer Aral ist die Zeit der Rekord-Preise an den Zapfsäulen erst einmal vorbei. „Von den Höchstständen, wie wir sie vor vier, fünf Jahren gesehen haben, sind wir weit entfernt“, sagte Wolfgang Langhoff, Vorstandschef des Aral-Mutterkonzerns BP Europa SE, der „WAZ“. Er gehe von „mittelfristig niedrigen Ölpreisen“ aus.

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Nach Einschätzung von Deutschlands Tankstellen-Marktführer Aral ist die Zeit der Rekord-Preise an den Zapfsäulen erst einmal vorbei. „Von den Höchstständen, wie wir sie vor vier, fünf Jahren gesehen haben, sind wir weit entfernt“, sagte Wolfgang Langhoff, Vorstandschef des Aral-Mutterkonzerns BP Europa SE, der „WAZ“. Er gehe von „mittelfristig niedrigen Ölpreisen“ aus.

Auch die Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump könnte nach Einschätzung des BP-Europachefs einen Preisrückgang bewirken. „Wenn sich die USA stärker mit heimischen Vorkommen versorgen sollten, hieße das: weniger Importe in den Vereinigten Staaten, mehr Überkapazitäten in den Förderländern. Die Folge wäre ein weiterer Ölpreisverfall“, sagte Langhoff. Der britische Mineralölkonzern BP ist mit seiner Marke Aral Marktführer in Deutschland. Aral verfügt über 2500 Tankstellen. Die Europa-Zentrale des Konzerns befindet sich in Bochum.

„Unter der Voraussetzung, dass es keine großen globalen Veränderungen gibt, rechne ich für die nächsten 12 bis 18 Monate mit Preisen an der Tankstelle zwischen 1,30 Euro und 1,60 Euro“, sagte BP-Europachef Langhoff. Zum Vergleich: Im September 2012 hatte ein Liter Super noch bis zu 1,76 Euro gekostet. Derzeit sind es nach Angaben von Aral im Durchschnitt 1,40 bis 1,42 Euro.

Langhoff erklärte, auch die Markttransparenzstelle des Bundeskartellamts habe zu niedrigeren Preisen beigetragen. „Denn einige Autofahrer tanken gezielt, wenn die Preise niedrig sind“, sagte er. Das Kartellamt sammelt seit Ende 2013 regelmäßig die Daten der Tankstellen in Deutschland und gibt sie über Verbraucherinformationsdienste unmittelbar an die Autofahrer weiter.

Zwischen dem durchschnittlich höchsten und niedrigsten Kraftstoffpreis innerhalb einer Stadt können Unterschiede von bis zu 30 Cent pro Liter bestehen, berichtete Andreas Mundt, Chef des Bundeskartellamts.

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