Migration

33 Prozent mehr Asylbewerber in Deutschland als im Vorjahr

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6000 Lichter für Flüchtlinge vor dem Reichstag in Berlin

6000 Lichter für Flüchtlinge vor dem Reichstag in Berlin

Ein Bündnis aus Nichtregierungs-Organisationen hat am Sonntag vor dem Reichstag in Berlin 6000 Lichter für die Flüchtlinge, die an der belarussisch-polnischen Grenze ausharren, angezündet. Mit der Aktion soll die deutsche Poltik zum Handeln bewegt werden.

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Brüssel.  Im vergangenen Jahr sind mehr Asylbewerber nach Deutschland gekommen als 2020. Der Anstieg ist doppelt so stark wie im EU-Schnitt.

Deutschland ist 2021 stärker als bisher zum Hauptzielland von Asylbewerbern in der Europäischen Union geworden. Das geht aus Daten der EU-Statistikbehörde Eurostat hervor, die unserer Redaktion vorliegen.

Danach wurden in der Europäischen Union in den ersten neun Monaten dieses Jahres insgesamt 355.955 Asyl-Erstanträge registriert, was einem Anstieg um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. In Deutschland stieg die Zahl der Asyl-Anträge von Januar bis Ende September aber mehr als doppelt so stark - um 33 Prozent auf 100.240 Fälle.

Damit entfielen 28,4 Prozent aller Asyl-Erstanträge in der EU auf Deutschland, mehr als in jedem anderen EU-Land. Im Vorjahreszeitraum hatte der deutsche Anteil erst bei 24,3 Prozent gelegen. Lesen Sie auch: Droht eine weitere humanitäre Katastrophe in Afghanistan?

Asylbewerber: Mehrzahl kommt aus Afghanistan und Syrien

Weitere wichtige Zielländer für Asylbewerber waren Frankreich mit einem Anteil von 20 Prozent der Anträge (73.255), Spanien mit 11 Prozent (39.755) und Italien mit 8 Prozent (28.645). Damit betreffen etwa zwei Drittel aller Asylanträge in den 27 EU-Staaten diese vier Länder. Schlusslicht ist Ungarn: Nach den EU-Daten nahmen die Behörden dort in den ersten drei Quartalen nur 30 Erst-Anträge auf Asyl entgegen.

Der Statistik zufolge stellen Migranten aus Afghanistan und aus Syrien die größten Gruppen unter den Asylbewerbern in der EU – zusammen machten sie ein Drittel aller Antragsteller aus, gefolgt von Migranten aus Pakistan und dem Irak.

Im vergangenen Jahr waren die Asylbewerberzahlen europaweit offenbar vor allem wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken: Der Rückgang in Deutschland (minus 28 Prozent weniger Erstanträge) und in der EU (minus 31 Prozent) war 2020 etwa gleich stark. Das Niveau von 2019, Das Niveau von 2019, als 612 000 Migranten in der EU einen Antrag gestellt hatten, wird in diesem Jahr noch nicht erreicht.

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