Ein Lehrstück namens Datteln

Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte das Kohlekraftwerk Datteln 4 zu einer gigantischen Investitionsruine werden. Jahrelang ruhten die Bauarbeiten, der Abriss drohte – und Datteln wurde ein weiteres Symbol für die Problemanfälligkeit von Großprojekten in Deutschland. In Hamburg war es die Elbphilharmonie, in Berlin der Flughafen, in Stuttgart der Bahnhof und in NRW – wie typisch – ein Kohlekraftwerk. Der 178 Meter hohe Kühlturm stand schon, als das Datteln-Projekt des Eon-Konzerns gestoppt wurde. 2009 war das. Der Eon-Nachfolger Uniper hofft nun, dass die Anlage 2018 ans Netz gehen kann.

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Zwischenzeitlich sah es so aus, als könnte das Kohlekraftwerk Datteln 4 zu einer gigantischen Investitionsruine werden. Jahrelang ruhten die Bauarbeiten, der Abriss drohte – und Datteln wurde ein weiteres Symbol für die Problemanfälligkeit von Großprojekten in Deutschland. In Hamburg war es die Elbphilharmonie, in Berlin der Flughafen, in Stuttgart der Bahnhof und in NRW – wie typisch – ein Kohlekraftwerk. Der 178 Meter hohe Kühlturm stand schon, als das Datteln-Projekt des Eon-Konzerns gestoppt wurde. 2009 war das. Der Eon-Nachfolger Uniper hofft nun, dass die Anlage 2018 ans Netz gehen kann.

Datteln 4 bietet ein Lehrstück dazu, wie ein scheinbar mächtiger Konzern den Einfluss kritischer Bürger unterschätzen kann. Mit großer Hartnäckigkeit kämpften Anwohner und Umweltschützer vor Gericht für ihre Interessen. Der Konzern benötigte Jahre dafür, um Planungsfehler zu beheben. Immerhin spricht jetzt viel dafür, dass Uniper ans Ziel kommt. Klar ist aber auch: Kohlekraftwerke sind eine Technologie der Vergangenheit. Ein Projekt wie Datteln 4 wird es in Deutschland wohl in Zukunft nicht mehr geben. Und das ist auch gut so.

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