Gewalt in der Schule

Es gibt keinen Grund zur Panik

Foto: NRZ

Experten berieten in Düsseldorf, was man gegen das rauer werdende Klima auf Schulhöfen in NRW tun kann. Prävention ist gut. Panik ist schlecht.

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Mit dem Thema „Gewalt an der Schule“ lassen sich gut Schlagzeilen machen – und auch die Redaktion war gestern der Meinung, dass man als Tageszeitung an der Expertentagung in Düsseldorf nicht vorbeigehen kann. Dabei ist uns eine unerwünschte Nebenwirkung durchaus bewusst: Berichte über Gewalttaten schüren Ängste.

Darum ist es wichtig zu betonen: Unsere Kinder sind in der Schule sicher. Hunderttausende gehen jeden Morgen unbehelligt zum Unterricht und kehren am Nachmittag wohlbehalten ins Elternhaus zurück. Das ist die Regel. Und dann gibt es die Ausnahmen. Jede ist eine zu viel. Jede schafft es ins Radio, ins Fernsehen, in die sozialen Netzwerke und in die Zeitungen.

Diese sogenannten „Blaulicht-Nachrichten“ sind die beliebtesten Artikel der Online-Medien. Nichts wird so oft angeklickt und geteilt wie Artikel über Messerstechereien, Prügel-Attacken und Vergewaltigungen. Da ist die Gefahr groß, dass sich durch diese Dauerbefeuerung mit schlechten Nachrichten die Wahrnehmung der Realität verschiebt. Richtig ist: Nicht die Kriminalität steigt, sondern die Intensität der Berichterstattung darüber.

Experten sprechen dann von einem subjektiven Gefühl der Gefährdung. In Wahrheit, das belegen die Statistiken, war es in Deutschland noch nie so sicher wie derzeit. Und auch die Gewalt unter Jugendlichen hat eher abgenommen. Trotzdem ist es selbstverständlich richtig, ein wachsames Auge auf das zu richten, was auf den Schulhöfen geschieht. Und wenn es Hinweise darauf gibt, dass dort das Klima rauer wird, können ein paar Schulsozialarbeiter mehr nicht schaden. Aber angst und bange muss uns jetzt nicht werden.

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