Evonik will Fluchtursachen bekämpfen

Essen.   Um Ursachen von Flucht zu bekämpfen, will sich der Essener Chemiekonzern Evonik gemeinsam mit der Westerwelle-Stiftung in Ruanda engagieren. Bislang hatte das Industrieunternehmen in Deutschland Flüchtlinge unterstützt, nun bringt Evonik auch im Ausland ein Förderprojekt auf den Weg. Bis Ende des Jahres soll in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Gründerzentrum entstehen, das Menschen hilft, eine wirtschaftliche Perspektive in ihrer Heimat zu entwickeln. Es sei vermutlich das erste Mal, dass ein deutsches Industrieunternehmen auch im Ausland Fluchtursachen bekämpfe, sagte Evonik-Personalvorstand Thomas Wessel.

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Um Ursachen von Flucht zu bekämpfen, will sich der Essener Chemiekonzern Evonik gemeinsam mit der Westerwelle-Stiftung in Ruanda engagieren. Bislang hatte das Industrieunternehmen in Deutschland Flüchtlinge unterstützt, nun bringt Evonik auch im Ausland ein Förderprojekt auf den Weg. Bis Ende des Jahres soll in der ruandischen Hauptstadt Kigali ein Gründerzentrum entstehen, das Menschen hilft, eine wirtschaftliche Perspektive in ihrer Heimat zu entwickeln. Es sei vermutlich das erste Mal, dass ein deutsches Industrieunternehmen auch im Ausland Fluchtursachen bekämpfe, sagte Evonik-Personalvorstand Thomas Wessel.

Ziel sei es, „etwas zu schaffen, was es so noch nie gegeben hat“, sagte der Vorstandschef der Westerwelle Foundation, Michael Mronz. Sein im vergangenen Jahr gestorbener Mann Guido Westerwelle hatte die Stiftung 2013 gemeinsam mit dem Internet-Unternehmer Ralph Dommermuth („GMX“) gegründet. Ein Vorbild für das geplante Gründerzentrum in Ruanda gibt es bereits in der tunesischen Hauptstadt Tunis. Den Einsatz von Evonik bezeichnete Mronz als „gelebte soziale Marktwirtschaft“.

Zur Finanzierung des Engagements in Deutschland und Ruanda will Evonik in den nächsten drei Jahren drei Millionen Euro bereitstellen. Wessel begründete den Einsatz mit der globalen Aufstellung des Konzerns. „Was draußen in der Welt passiert, geht uns an“, sagte er. Auch in Deutschland wolle sich Evonik verstärkt für die Qualifizierung von Flüchtlingen einsetzen. Für das Programm „Start in den Beruf“ seien in den nächsten drei Jahren 120 zusätzliche Plätze vorgesehen – jeder zweite davon für Flüchtlinge.

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