Flüchtlingsrettung

Deutscher „Lifeline“-Kapitän auf Malta verurteilt

Claus-Peter Reisch, Kapitän des zivilen Seenotrettungsschiffs Lifeline, wurde für seine Arbeit bereits ausgezeichnet.

Claus-Peter Reisch, Kapitän des zivilen Seenotrettungsschiffs Lifeline, wurde für seine Arbeit bereits ausgezeichnet.

Foto: Martin Schutt / dpa

Valletta/Dresden  Kapitän Claus-Peter Reisch hat Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Wegen eines Registrierungsfehlers wurde er jetzt verurteilt.

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Zu einer Geldstrafe von 10.000 Euro ist der 58-jährige Kapitän Claus-Peter Reisch am Dienstag auf Malta verurteilt worden. Dem Seemann des Flüchtlingsrettungsschiffes „Lifeline“ hat nach Ansicht des Gerichts das Schiff falsch registriert.

Das Schiff Lifeline gehört der Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“ und hat Flüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Während des Prozesses gegen den Kapitän lag das Schiff jedoch in Malta und durfte nicht auslaufen.

Reisch wird zur Last gelegt, das Schiff fehlerhaft registriert zu haben. Das Schiff war in den Niederlanden zugelassen worden. Der Kapitän bestreitet, einen Fehler auch nach dem Urteil, einen Fehler gemacht zu haben. Er kündigte an, das Urteil anzufechten und in die nächste Instanz zu gehen.

Lifeline-Kapitän Reisch hat Unschuld betont

Claus-Peter Reisch hatte während des Prozesses betont, dass er die Verhandlung für politisch motiviert hält und er forderte mehr Unterstützung der Bundesregierung ein. Ein Gutachter in dem Prozess hatte jedoch die Vorwürfe gegen den Lifeline-Kapitän bekräftigt.

Die Lifeline im Hafen einsatzbereit zu halten, kostet den Verein nach eigenen Angaben pro Tag rund 500 Euro. Die Hilfsorganisation finanziert sich über Spenden. Kardinal Marx unterstützte Mission Lifeline mit 50.000 Euro. (epd/ac)

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