Auszeichnung

Friedensnobelpreis: Abe soll Trump vorgeschlagen haben

Donald Trump und Shinzo Abe (Archivbild).

Donald Trump und Shinzo Abe (Archivbild).

Foto: KEVIN DIETSCH / ddp images/Newscom

Washington  Aller guten Dinge sind vier? Laut US-Präsident hat Ministerpräsident Shinzo Abe Donald Trump für den Friedensnobelpreis nominiert.

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Kleine Gefälligkeit unter Freunden: Wegen seiner Nordkorea-Politik ist US-Präsident Donald Trump nach eigenen Angaben vom japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Trump soll den japanischen Regierungschef der japanischen Zeitung „Asahi“ zufolge gebeten haben, ihn zu nominieren.

Am Freitag hatte sich Trump selbst geäußert: „Ich denke, ich kann das sagen: Ministerpräsident Abe aus Japan hat mir die schönste Kopie eines Briefes gegeben, den er an die Leute geschickt hat, die etwas vergeben, was Friedensnobelpreis genannt wird“, sagte Trump am Freitag im Rosengarten des Weißen Hauses.

Demnach soll der Brief die Nominierung beinhaltet haben. Trump sagte, er habe Abe daraufhin gedankt und ihm gesagt: „Viele andere Leute sehen das auch so.“

Trump rechnet sich keine Chancen aus

Es ist die vierte Nominierung Trumps, der sich selbst keine Chancen ausrechnet. „Ich werde ihn wahrscheinlich nie bekommen, aber das ist in Ordnung“, sagte er am Freitag.

Eine Spitze gegen seinen Vorgänger Barack Obama konnte er sich nicht verkneifen. Der hatte den Friedensnobelpreis im Jahr 2009 bekommen, als er erst wenige Monate im Amt gewesen war. „Sie haben ihn Obama gegeben. Er wusste nicht einmal, wofür er ihn bekommen hat.“

Seitenhieb gegen Obama

Obama sei da erst „ungefähr 15 Sekunden“ im Amt gewesen, sagte Trump. Das Komitee begründete seine Entscheidung mit Obamas „außergewöhnlichen Bemühungen, die internationale Diplomatie und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern zu stärken“. Die Entscheidung ist bis heute umstritten, allerdings war Obama bereits vor seiner Präsidentschaft zivilgesellschaftlich überaus engagiert.

Trump hält sich eigenen Angaben preiswürdig aufgrund seiner Bemühungen um neue diplomatische Beziehungen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. Am 27. und 28. Februar kommen die beiden in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi zum zweiten Gipfel zusammen – gut acht Monate nach ihrem ersten Spitzentreffen in Singapur. Trump lobte sich am Freitag für seine Bemühungen um eine Denuklearisierung Nordkoreas.

Abe sei dankbar für Hilfe der USA

Grund für Abes Vorschlag sei gewesen, dass früher nordkoreanische „Raketen über Japan geflogen“ seien. „Und wo sind wir jetzt?“, fragte Trump. „Keine Raketen, keine Atomtests.“

Trump fügte mit Blick auf die Japaner hinzu: „Plötzlich fühlen sie sich gut, sie fühlen sich sicher. Ich habe das geschafft.“ Wegen seiner Verhandlungen mit Nordkorea sei er als „verrückt“ bezeichnet worden, seine Politik habe sich aber als erfolgreich herausgestellt.

Trump über Kim: Wir mögen uns

Inzwischen habe er eine sehr gute Beziehung zu Kim. „Ich mag ihn sehr und er mag mich sehr.“ Unter dem früheren US-Präsidenten Barack Obama sei es dagegen fast zum Krieg mit Nordkorea gekommen.

Der südkoreanische Präsident Moon Jae In hatte sich im Frühjahr vergangenen Jahres dafür ausgesprochen, dass Trump wegen seiner Bemühungen im Nordkorea-Konflikt mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden sollte. Über einen entsprechenden Vorschlag Japans war bislang nichts bekannt.

Vorschläge für den Friedensnobelpreis können von Staats- und Regierungschefs sowie von Mitgliedern akademischer Institutionen kommen. (dpa/aba)

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