Landtag

Laschet verteidigt Besuch der Moschee-Eröffnung in Aachen

Ministerpräsidenten Armin Laschet am Donnerstag im NRW-Landtag.

Ministerpräsidenten Armin Laschet am Donnerstag im NRW-Landtag.

Foto: dpa

Düsseldorf.  NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat die Kritik nach seinem Besuch bei der Moschee-Eröffnung in Aachen am Donnerstag zurückgewiesen.

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NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat seine Teilnahme an der Eröffnung einer vom Islamverband Ditib betriebenen Großmoschee in Aachen gerechtfertigt. Sein Besuch der Moschee sei ein Beitrag der Landesregierung zum "Zusammenhalt der Religionen" in Nordrhein-Westfalen gewesen, sagte Laschet am Donnerstag bei einer Aktuellen Stunde im Düsseldorfer Landtag.

Die Aktuelle Stunde hatte die AfD-Fraktion beantragt und kritisiert, dass der Ministerpräsident anlässlich der Eröffnung gesagt hatte, dass der Islam zu NRW gehöre. Mit seiner Anwesenheit bei der Veranstaltung unterstütze der Regierungschef einen Islamverband, der von der türkischen Religionsbehörde Diyanet und dem türkischen Staat gelenkt werde, erklärte die AfD.

SPD und Grüne begrüßten Laschets Teilnahme an Moschee-Eröffnung

Laschet wies die Vorwürfe zurück. Er habe mit dem Besuch vom vergangenen Samstag die Aktivitäten der liberalen Aachener Moscheegemeinde unterstützt, die aktiv im Dialog der Religionen sei und dessen Vorsitzender Distanz zur Politik der türkischen Regierungspartei AKP wahre. Es sei ihm nicht darum gegangen, den Ditib-Verband als solchen zu besuchen, betonte der Ministerpräsident.

Zudem seien auch Vertreter der christlichen Kirchen und der jüdischen Gemeinde bei der Eröffnung anwesend gewesen. Vertreter der Regierungsfraktionen sowie der SPD und der Grünen begrüßten die Teilnahme Laschets an der Moschee-Eröffnung. Der SPD-Abgeordnete Ibrahim Yetim sagte, die AfD spreche mit dem Antrag islamischen Bürgern in NRW das "Grundrecht auf Glaubensfreiheit" ab. Der Antrag sei ein "billiger Versuch", Menschen verschiedener Glaubensrichtungen "auseinanderzudividieren". (epd)

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