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Güterverkehr: Straße und Schiene besser verknüpfen

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Mit dem E-Auto Geld verdienen? So geht's

Mit dem E-Auto Geld verdienen? So geht's

Mit dem E-Auto Geld verdienen? So geht's, Seit Jahresbeginn können Fahrzeughalter mit ihren rein elektrisch angetriebenen Autos jährlich Geld verdienen. Und so geht's:

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Berlin.  Immer mehr Hersteller wollen elektrische Lkws auf die Straße bringen. In bestimmten Bereichen sollten Güterzüge aber priorisiert werden.

Oft heißt es: Der Güterverkehr gehört auf die Schiene, weg von der Straße. Dabei erfindet sich die dieseltriefende Lkw-Branche gerade neu. Das ist gut so – und für das Klima enorm wichtig. Wie eine Prognose der Beratungsfirma PWC zeigt, sind Lastwagen für zehn Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Zum Vergleich: Auf den Pkw-Verkehr entfallen nur sieben Prozent der Emissionen.

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Aufgrund solcher Werte ist es überfällig, dass immer mehr Hersteller in die Entwicklung von E-Trucks einsteigen. Etliche Lastwagenbauer präsentieren auf der Messe IAA Transportation in Hannover elektrische Brummi-Prototypen, die in den kommenden Jahren auf die Straße sollen. Reichweite einiger Modelle: bis zu 800 Kilometer.

Güterverkehr: Die Bahn hat Vorteile – Lkw aber auch

Natürlich hat die Bahn Vorteile. Geht es um das Frachtvolumen, ist sie Lkw haushoch überlegen. Auch die Treibhausgasemissionen sind um ein Vielfaches geringer. Doch die Pünktlichkeitswerte im Schienengüterverkehr sind ähnlich tief wie im Personenfernverkehr. Lkw hingegen sind flexibel, können Gebiete ansteuern, die für Züge unzugänglich sind. Für kleinere und mittlere Unternehmen sind Warentransporte auf der Straße viel kostengünstiger.

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Am schlauesten wäre es, den Straßen- und Schienengüterverkehr nicht gegeneinander auszuspielen, sondern zu verknüpfen. Im Frachtgüterverkehr liegt der Lkw-Anteil bei über 70 Prozent, das CO2-Einsparpotenzial ist dort besonders hoch. Transportleistungen auf langen Strecken sollten – wo es geht – auf die Schiene verlagert werden. Mit Lastwagen erfolgt die flächendeckende Güterverteilung auf kurzen Distanzen. So entsteht ein effizientes System. Und irgendwann hoffentlich auch ein klimaneutrales.

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Dieser Artikel erschien zuerst auf morgenpost.de

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