Bürger-Spenden

In einem Jahr 2 Cent - kaum Spenden für die Landesregierung

Das Projekt „Bürger-Spenden“ hat dem Land NRW nicht viel Geld eingebracht. 2016 waren es gar nur zwei Cent.

Das Projekt „Bürger-Spenden“ hat dem Land NRW nicht viel Geld eingebracht. 2016 waren es gar nur zwei Cent.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Düsseldorf.   Spenden ans Land NRW? Diese Möglichkeit nutzen nur wenig Bürger. 2016 kamen genau zwei Cent an, danach wurde es besser - wenigstens ein bisschen.

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Das Land NRW hat zig Milliarden Schulden - vom Bürger hat die Regierung aber offensichtlich wenig freiwillige Hilfe zu erwarten: Die 2015 geschaffene Möglichkeit, dem Land NRW Geld zu spenden, wird kaum angenommen. Laut einer Antwort des Finanzministeriums auf eine Landtags-Anfrage der AfD wurden im ersten Jahr nur 2 Cent auf der entsprechenden Haushaltsstelle verbucht. 2016 waren es immerhin 3500 Euro, 2017 noch einmal 2000 Euro. Seitdem ging laut Finanzministerium gar keine Spende mehr ein.

Wie ein Sprecher des Finanzministeriums erläuterte, wurde die Möglichkeit zur Spende oder Schenkung 2015 auf Initiative eines einzelnen Bürgers geschaffen. Ein besonderes Spendenkonto des Landes Nordrhein-Westfalen existiere nicht. Man könne aber jede beliebige Bankverbindung der Finanzverwaltung benutzen und die Einzahlung als Spende deklarieren. Dazu solle man am besten noch die entsprechende Haushaltsstelle ergänzen (Kapitel 20 020 Titel 282 20).

Kein Kommentar vom Finanzministerium

Ob es vielleicht auch an diesem komplizierten Verfahren liegt, dass das Land keine Spenden erreicht, bleibt unklar. Das Finanzministerium macht zu den bisherigen Eingängen - wie auch den 2 Cent - keine Angaben. (dpa)

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