Bundesagentur

Intrigen in der Arbeitsagentur? Vorständin muss früher gehen

Valerie Holsboer, Vorstandsmitglied der bundesagentur für Arbeit, wurde von ihrem Posten abgewählt.

Valerie Holsboer, Vorstandsmitglied der bundesagentur für Arbeit, wurde von ihrem Posten abgewählt.

Foto: Daniel Karmann / dpa

Nürnberg.  In der Bundesagentur für Arbeit rumort es. Vorständin Holsboer wurde abgewählt. Angeblich eine Intrige. Was steckt dahinter?

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Es ist keine schöne, aber auch keine überraschende Nachricht für die erste Frau im Vorstand der Bundesagentur für Arbeit. Valerie Holsboer (42) ist nach nur zwei Jahren vom Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA) abgewählt worden. Vorzeitig. Die Bundesregierung muss der Entscheidung noch zustimmen. Einige sprechen von einer Intrige.

Die Entscheidung war erwartet worden. Die Verwaltungsratsvorsitzende Annelie Buntenbach begründete sie mit dem zerrütteten Verhältnis zwischen den Arbeitgebervertretern und Holsboer: Es sei „keine tragfähige Grundlage für die weitere Arbeit des Vorstandes mehr gegeben.“

Diese sei aber angesichts der anspruchsvollen Herausforderungen, vor denen die BA gerade in Zeiten des Strukturwandels steht, unverzichtbar. „Die Arbeitnehmergruppe bedauert, dass keine einvernehmliche Lösung gefunden werden konnte“, so Buntenbach.

Vorständin der Bundesagentur für Arbeit Opfer einer Intrige?

Die „Süddeutsche Zeitung“ nennt Jutta Cordt als potenzielle mittelfristige Nachfolgerin. Sie war bis 2018 Chefin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge und wechselte dann ins Bundesinnenministerium.

In der „Süddeutschen“ ist auch von einer Intrige die Rede. Der wahre Grund sei demnach laut ihren Unterstützern, „dass sich Holsboer von Peter Clever, dem zentralen Mann im Arbeitgeberlager, nicht so habe steuern lassen, wie der es wünschte.“

Uneins mit Clever – Konflikt war „leider notwendig geworden

Clever sprach von einem „Schlusspunkt eines leider notwendig gewordenen Konfliktes“. Er bedauere, „dass von der Arbeitgebergruppe angebotene Gespräche um eine einvernehmliche Lösung mit der Beteiligten von ihr abgelehnt wurden“.

Nun gelte es, sich wieder auf die Aufgaben der BA zu konzentrieren und nach vorn zu blicken. Längst überfällig sei unter anderem die Qualifizierung der Mitarbeiter für neue anspruchsvolle Beratungsaufgaben.

Elisabeth Neifer-Porsch, Sprecherin der Gruppe der öffentlichen Körperschaften erklärt: „Wir halten die Entwicklung für sehr bedauerlich und danken Frau Holsboer für die gute Zusammenarbeit.“ Der Verwaltungsrat wird über die Nachfolge im Vorstandsbereich Finanzen und Personal voraussichtlich im Herbst entscheiden.

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Zuletzt hatten gefordert. (ses/dpa)

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