Verkehr

24-Stunden-Baustellen: Bayern schlägt NRW um Längen

2020 gab es in NRW 15 Baustellen, auf denen Tag und Nacht gearbeitet wurde – wie hier auf der A40 nach dem Tanklaster-Brand.

2020 gab es in NRW 15 Baustellen, auf denen Tag und Nacht gearbeitet wurde – wie hier auf der A40 nach dem Tanklaster-Brand.

Foto: Martin Möller / FUNKE Foto Services

Berlin/Düsseldorf.  Auf 15 Autobahn-Baustellen in NRW wurde in diesem Jahr Tag und Nacht gearbeitet. Nur in Bayern gab es mehr 24-Stunden-Baustellen.

Die Zahl der Autobahn-Baustellen, auf denen rund um die Uhr gearbeitet wird, ist 2020 deutlich gestiegen. Mit 15 Baustellen steht NRW auf dem zweiten Platz. Der 24-Stunden-Betrieb in drei Schichten verkürzt die Bauzeiten – so sollen Unfälle und Staus vermieden sowie die Belastung von Autofahrern reduziert werden.

Den größten Anteil hat aber Bayern mit 28 Baustellen, auf denen im Drei-Schicht-Betrieb geschuftet wurde. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst hervor.

Land gibt Verantwortung für Autobahn-Bau an Bund ab

Bundesweit stieg die Zahl der 24-Stunden-Baustellen in diesem Jahr im Vergleich zum Vorjahr sprunghaft von 18 auf 58 an. In acht Bundesländern gibt es überhaupt keine entsprechenden Baustellen.

2021 geht die Verantwortung für Autobahn-Baustellen von den Ländern auf die Autobahngesellschaft des Bundes über. Sie soll sich um alle 13.000 Autobahn-Kilometer in Deutschland kümmern. Bisher gibt der Bund als Eigentümer das Geld – aber die Länder sind für Planung, Bau und Betrieb zuständig. Ziel ist es, künftig schneller zu planen und zu bauen. (dpa)

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