Engpässe

Apothekerverband NRW warnt vor Fiebersaft-Knappheit

Fiebersäfte für Kinder sind derzeit kaum zu bekommen. Apotheker warnen, dass die Engpässe noch schlimmer werden.

Fiebersäfte für Kinder sind derzeit kaum zu bekommen. Apotheker warnen, dass die Engpässe noch schlimmer werden.

Foto: Getty Images/iStockphoto

Düsseldorf.  Fiebersäfte sind kaum noch erhältlich. Apotheker blicken daher besorgt auf die Erkältungszeit im Winter. Die SPD bringt das Thema im Landtag ein.

Fiebersäfte für Kinder sind nach Angaben des Apothekerverbandes NRW zurzeit kaum noch zu bekommen. Vor allem Fiebersäfte mit dem Wirkstoff Paracetamol seien betroffen, so der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein, Thomas Preis. Die SPD im Landtag will nun von der Landesregierung wissen, was sie für die Versorgung von Krankenhäusern und Apotheken mit Fiebersaft tut.

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Laut Apothekerverband haben sich mehrere Hersteller aus der Produktion von Paracetemol-Fiebersaft zurückgezogen. Auch Produkte mit dem Wirkstoff Ibuprofen würden allerdings knapp. „Zum Glück ist die Erkältungs- und Fieberwelle von Anfang Sommer abgeklungen“, so Verbandschef Preis: „Aber wir blicken mit Sorge auf den Winter.“ Da Apotheken niemanden unversorgt lassen wollen, würde Fiebersaft inzwischen auch oft in den eigenen Laboren angerührt - doch das sei zeit- und personalintensiv.

Die SPD-Fraktion stellt eine Kleine Anfrage zu dem Thema im Landtag. Die Abgeordnete Lisa-Kristin Kapteinat will von der Landesregierung wissen, in welchen Kommunen es „eine akute Mangellage bei Fiebersäften“ gibt und „welche Maßnahmen trifft die Landesregierung, um einem generellen Medikamentenengpass im Herbst und Winter vorzubeugen?“ (dpa)

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