Mehr Müll

Corona-Pandemie sorgt für größeren Müllberg in Haushalten

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Die Müllberge in NRW sind im Jahr 2020 angewachsen. Doch davon ist nicht jede Abfallsorte gleichermaßen betroffen. (Symbolbild)

Die Müllberge in NRW sind im Jahr 2020 angewachsen. Doch davon ist nicht jede Abfallsorte gleichermaßen betroffen. (Symbolbild)

Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Essen.  Die Müllberge der privaten Haushalte sind im Jahr 2020 angewachsen. Doch davon ist nicht jede Sorte von Abfall gleich betroffen.

In den privaten Haushalten in Nordrhein-Westfalen fielen nach Informationen des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (LANUV) im Jahr 2020 rund 8,6 Millionen Tonnen Abfälle an. Das entspricht durchschnittlich rund 481 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung. Gegenüber dem Jahr 2019 hat die Menge der Haushaltsabfälle im Durchschnitt um 17 Kilogramm bzw. rund vier Prozent pro Kopf der Bevölkerung zugenommen. In den Jahren davor waren die Mengen weitgehend konstant.

Müll in NRW: Vieles war im Jahr 2020 anders

Im Landesdurchschnitt hat die Menge des erfassten Hausmülls gegenüber 2019 um rund sechs Kilogramm pro Person zugenommen.

> Hintergrund: Müll- und Abwassergebühren: Riesenunterschiede in NRW

Vieles war anders als gewohnt im Jahr 2020, das von den Corona bedingten Einschränkungen geprägt war. Neben vermehrten Aufräum- und Renovierungsaktionen wurde häufiger gekocht und zuhause anstatt auswärts gegessen. Auch wurde anscheinend mehr Zeit mit der Pflege des Gartens verbracht. Das schlägt sich auch in der Bilanz der von privaten Haushalten erzeugten Abfallmengen nieder.

Müll in NRW: Pro Kopf vier Kilogramm mehr Grünabfälle

Pro Kopf der Bevölkerung gab es vier Kilogramm mehr Bio- und Grünabfälle als im Vorjahr. Dagegen hat sich die Menge der Grün- bzw. Gartenabfälle, die von privaten Haushalten an Wertstoff- bzw. Recyclinghöfe angeliefert wurde, im Landesdurchschnitt gegenüber dem Jahr 2019 kaum verändert.

Die größte prozentuale Veränderungen im Landesdurchschnitt gab es beim Sperrmüll. Jede Person in NRW hat im Durchschnitt 43 Kilogramm Sperrmüll erzeugt. Das sind zwölf Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Altglasmengen waren in den vergangenen Jahren tendenziell rückläufig. Im Jahr 2020 dagegen hat die Menge um durchschnittlich zwei Kilogramm auf 22 Kilogramm pro Kopf der Bevölkerung zugenommen. Gegenüber 2019 sind die Altglasmengen in den kreisfreien Städten und Kreisen in Nordrhein-Westfalen in mehr oder weniger großem Umfang um bis zu 7,5 Kilogramm pro Person gestiegen.

Müll in NRW: Geringes Gewicht der Leichtverpackungen

Bei den so genannten Leichtverpackungen scheint die Mengenzunahme mit 1,6 Kilogramm pro Person bzw. 5 Prozent vergleichsweise gering ausgefallen zu sein. Hier ist jedoch das in der Regel geringe Gewicht dieser Verpackungen zu berücksichtigen. Papier, Pappe und Kartonagen sind auch im Jahr 2020 weniger angefallen. Hier hat sich der seit Jahren zu beobachtende Rückgang der Mengen fortgesetzt.

> Lesen Sie hier: Deshalb gab es 2020 deutlich mehr wilde Müllkippen in NRW

Haushaltsabfälle sind Abfälle und Verpackungen, die überwiegend in privaten Haushalten anfallen und im Rahmen der öffentlichen Müllabfuhr oder von Rücknahmesystemen nach dem Verpackungsgesetz, den so genannten dualen Systemen, eingesammelt werden. (red)

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